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Bundesliga: RB Leipzig mit Schützenfest – Hertha BSC zerfällt nach Roter Karte


Hertha zerfällt nach Platzverweis
Leipzig-Gala in Berlin – "Das Ergebnis ist Wahnsinn"

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 21.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Christopher Nkunku: Der Franzose holte Leipzigs Elfer heraus und erzielte danach zwei Treffer.Vergrößern des BildesChristopher Nkunku: Der Franzose holte Leipzigs Elfer heraus und erzielte danach zwei Treffer. (Quelle: Picture Point LE/imago-images-bilder)
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RB Leipzig hat zum Abschluss des 23. Bundesliga-Spieltags einen Kantersieg in der Hauptstadt gefeiert. Dabei profitierten die Sachsen maßgeblich von einer Roten Karte gegen Hertha BSC.

Corona-Ausbruch, Rote Karte und die nächste bittere Heimpleite: Die Not bei Hertha BSC wird immer größer. Zum Abschluss des 23. Spieltags haben die Berliner gegen Champions-League-Aspirant RB Leipzig im Olympiastadion trotz großen Einsatzes und viel Leidenschaft mit 1:6 (0:1) verloren. Es war die höchste Heimniederlage der Berliner in dieser Saison.

"Wir sind brutal enttäuscht. Das Ergebnis ist Wahnsinn. Wenn man sich das Spiel anschaut, haben wir zwei verschiedene Spiele gesehen. Bis zum 2:1 und nach dem 2:1", sagte Bobic bei DAZN und fügte mit Blick auf die vielen Corona-Fälle hinzu: "Wir waren nicht weit weg, dass wir eine Beantragung machen müssen, dass wir das Spiel nicht spielen."

In einer lange Zeit umkämpften Partie vor 10.000 Fans erzielte Benjamin Henrichs in der 20. Minute durch einen abgefälschten Schuss die Leipziger Führung, Steven Jovetic (48.) glich nach der Pause aus. Danach schlug Leipzigs Torjäger Christopher Nkunku mit einem Drei-Minuten-Doppelpack (64., Foulelfmeter und 67.) gegen mittlerweile in Unterzahl spielende Herthaner zu. Marc-Oliver Kempf hatte nach einer Notbremse gegen Nkunku die Rote Karte gesehen (62.). Dani Olmo (74.), Amadou Haidara (82.) und Yussuf Poulsen (88.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Hertha mit dem bereits achten Innenverteidiger-Duo diese Saison

Die durch weitere sechs Corona-Fälle geschwächte Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut wartet damit weiter auf den ersten Sieg in diesem Jahr und liegt nur noch einen Platz und einen Punkt vor dem Relegationsrang. Die Gäste aus Leipzig behaupteten mit dem sechsten Sieg gegen Hertha im Olympiastadion im sechsten Duell den vierten Tabellenrang.

Korkut musste in seiner Personalnot in der Abwehr wieder umbauen, Hertha spielte mit dem insgesamt achten unterschiedlichen Innenverteidiger-Paar bei einer Viererkette in dieser Saison. Und auch die Spieler davor zogen sich zunächst weit zurück, um die Leipziger bei Balleroberung nicht zu ihrem schnellen Spiel kommen zu lassen.

Was passieren kann, wenn der Ball bei den Leipzigern ins Rollen kommt, zeigte sich dennoch in der neunten Minute. Nordi Mukiele zielte aber zu ungenau. Er war einer von insgesamt sieben Spielern, die neu in die Startaufstellung von RB im Vergleich zur rund 72 Stunden zuvor beim 2:2 gegen Real Sociedad gerückt waren.

Genauso wie Yussuf Poulsen, der etwas später im Berliner Strafraum gleich mehrere Herthaner auf sich zog, und dann dem ebenfalls neu ins Team gerückten Henrichs auflegte. Der dreimalige Nationalspieler konnte ziemlich unbedrängt abziehen, Torwart Alexander Schwolow klärte mit den Beinen, ließ den Ball aber so abprallen, dass Henrichs – noch immer ziemlich frei – es nochmal probieren konnte. Abgefälscht von Linus Gechter landete der Ball im Tor.

Spielfluss kam über weite Phasen kaum auf

Als Spektakelzünder diente der Treffer aber nicht, auch wenn die Leipziger weitere Möglichkeiten hatten. Fouls unterbrachen den etwas zähen Spielfluss zusätzlich. Die Herthaner, die insgesamt acht Corona-Fälle unter ihren Profis zu beklagen haben, kamen hier und da auch gefährlich vors Leipziger Tor. Ein Kopfball von Ishak Belfodil ging aber vorbei, Jovetic scheiterte mit einem Freistoß an RB-Keeper Peter Gulacsi (36.), Marco Richter köpfte drüber.

Besser machte es Jovetic kurz nach der Pause, nachdem Korkut im Kabinengang noch letzte Anweisungen gegeben hatte. Im Mittelfeld verlor Leipzigs Haidara den Ball und praktisch aus der eigenen Hälfte startete Jovetic. Keiner griff an, Jovetic zog ab und der Schuss wurde auch noch von Josko Gvardiol abgefälscht. Und nun drückte Hertha, vor allem Jovetic sorgte für Gefahr und verpasste nur knapp die Führung (54.). Die gelang auf der Gegenseite Nkunku per Elfmeter. Kurz danach besiegelte der treffsichere Franzose die zwölfte Saisonniederlage, ehe auch noch Olmo, Haidara und Poulsen jubeln durften.

Verwendete Quellen
  • Bundesliga live auf DAZN
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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