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Champions League: Frankfurt holt in Marseille ersten Sieg der Vereinsgeschichte


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Frankfurt holt ersten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte

Von dpa
Aktualisiert am 14.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Daichi Kamada (l.) im Zweikampf: Er traf, doch stand im Abseits.
Ausgelassener Jubel: Frankfurts Lindström (M.) gelang in Marseille das Tor des Tages. (Quelle: Sebastian Gollnow)
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In Marseille konnte die Eintracht ihren ersten Champions-League-Sieg einfahren. Überschattet wurde die Partie von Ausschreitungen.

Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt hat mit einer souveränen Vorstellung in heißer Atmosphäre den ersten Sieg in der Königsklasse gefeiert, durch einen hässlichen Auftritt seiner Fans jedoch viele Sympathien verspielt. Begleitet von teils massiven Verfehlungen einiger Eintracht-Anhänger gewann der Bundesligist am Dienstag zwar das Gruppenspiel bei Olympique Marseille mit 1:0 (1:0). Nun muss die SGE aber ein Geisterspiel in der Champions League fürchten.

Die Freude über das Siegtor von Jesper Lindström (43. Minute) und die ersten drei Punkte, mit denen die Hessen in der Gruppe D zum nächsten Gegner Tottenham Hotspur auf Rang zwei aufschlossen, wurde durch die Entgleisungen der mitgereisten Fans erheblich getrübt. Nachdem die Eintracht wegen des Platzsturms im Europa-League-Halbfinale gegen West Ham United von der Uefa zu einem Zuschauerausschluss auf Bewährung verurteilt worden war, droht die Heimpartie gegen Tottenham am 4. Oktober vor leeren Rängen zu steigen.

Frankfurt von Beginn an konzentriert

Immerhin blieb die Mannschaft auf dem Platz cool. Was hatte sich das Team nach dem 0:1 gegen Wolfsburg Kritik von Trainer Oliver Glasner anhören müssen – und der Appell des Österreichers zeigte Wirkung. Anders als zuletzt präsentierten sich die Frankfurter von Beginn an hoch konzentriert. Marseille wurde zwar schnell gefährlich, Alexis Sanchez (12./23.) zielte aber zweimal knapp daneben. Frankfurt musste bis zur 25. Minute auf die erste Chance warten, der Flachschuss von Randal Kolo Muani war aber kein Problem für den gegnerischen Torwart.

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Frankfurt: Das machen die Ex-Eintracht-Profis heute

Eintracht Frankfurt blickt auf eine über 100 Jahre alte Historie zurück und zählt zu den traditionsreichsten Vereinen des deutschen Fußballs. Sie gelten als Gründungsmitglied der Bundesliga und große Namen zierten auf der Trikot-Rückseite. Doch was machen die Ex-Stars heute? Cha Bum-kun zum Beispiel ist ein ehemaliger Frankfurter-Profi der frühen 80er Jahre. Sein Sohn Cha Du-ri spielte ebenfalls für den Klub.
Alexander Meier (2004-2018): In 336 Ligaspielen erzielte der ehemalige Top-Stürmer 119 Tore im Dress der Hessen. Er stieg zwei Mal mit dem Klub in die Bundesliga auf: 2005 und 2012. Im Jahr 2018 wurde er im Finale gegen den FC Bayern München Deutscher Pokalsieger. Der "Fußballgott", wie er in Frankfurt gefeiert wurde, kehrte zur Saison 2020/2021 zur Eintracht zurück und ist seit Januar 2021 Co-Trainer der U19-Auswahl.
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Es entwickelte sich anfangs keine Partie mit großen Gelegenheiten. Was auch daran lag, dass die Eintracht in der Defensive sehr sicher agierte. Richtig brisant wurde es von Beginn an nur auf den Rängen. Schon vor dem Anpfiff waren aus beiden Fanblöcken Leuchtraketen abgefeuert und Pyrotechnik gezündet worden. Für Wirbel sorgten außerdem Bilder im Internet, die einen Eintracht-Fan vorm Spiel beim Hitlergruß zeigen sollen. Während des Spiels knallten dann erst nur noch vereinzelt Böller im Stadion. Kurz vor dem Abpfiff flogen auch wieder Raketen aus den Blöcken.

Lindström trifft vor der Pause

Die aufgeheizte Stimmung beeindruckte die Eintracht aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Der konzentrierte Auftritt wurde noch vor der Pause belohnt. Nach einer unglücklichen Abwehr-Aktion von OM-Profi Rongier war Lindström auf einmal frei vor Keeper Pau Lopez und sorgte aus kurzer Distanz per Flachschuss für die Führung. Wenige Minuten nach der Pause hätte der Däne fast nachgelegt, seinen Schuss aus spitzem Winkel (54.) lenkte Lopez aber gerade noch an die Latte.

Das Spiel veränderte sich nun. Die Franzosen standen viel höher und wurden in der Abwehr offener. Durch Konter oder lange Bälle nach vorne kam die Eintracht immer wieder zu aussichtsreichen Gelegenheiten. Eine der besten davon hatte erneut Kolo Muani (75.), der nach feinem Solo frei vor dem Tor an Lopez scheiterte. Zudem wurde ein Tor von Daichi Kamada (79.) wegen Abseits aberkannt. So konnte sich Frankfurt nur eines vorwerfen: die Chancenverwertung.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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