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Real Madrid steht im Champions-League-Halbfinale: Später Treffer reicht

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Später Treffer reicht  

Real dank Hernandez im Halbfinale

22.04.2015, 22:53 Uhr | sid, t-online.de

Real Madrid steht im Champions-League-Halbfinale: Später Treffer reicht. Nach dem späten Erfolg gegen Stadtrivale Atletico kennt die Begeisterung bei den Profis von Real Madrid kein Halten mehr. (Quelle: Reuters)

Nach dem späten Erfolg gegen Stadtrivale Atletico kennt die Begeisterung bei den Profis von Real Madrid kein Halten mehr. (Quelle: Reuters)

Real Madrid kann in diesem Jahr weitere Fußball-Geschichte schreiben und nach wie vor als erste Mannschaft in der Champions League seinen Titel erfolgreich verteidigen. Das Team um Weltmeister Toni Kroos und Weltfußballer Cristiano Ronaldo bezwang im Viertelfinal-Rückspiel den Stadtrivalen Atletico Madrid mit 1:0 (0:0) und zog damit in diesem Wettbewerb zum 25. Mal ins Halbfinale ein. Mögliche Gegner im Halbfinale, das am Freitag ausgelost wird, sind der FC Bayern München, der FC Barcelona und Juventus Turin.

Der Mexikaner Javier Hernandez sorgte in der 88. Minute auf Vorarbeit von Ronaldo mit seinem späten Treffer für den ersten Sieg der Königlichen in dieser Saison gegen den spanischen Meister. Atletico war zuvor wettbewerbsübergreifend sieben Spiele gegen Real ungeschlagen geblieben. Real hatte im vergangenen Sommer allerdings das Finale in der Königsklasse in Lissabon 4:1 n.V gegen Atletico gewonnen.

Zudem kann der angezählte Real-Trainer Carlo Ancelotti der erste Coach werden, der diesen Pokal viermal gewan. Zuvor hatte der Italiener in dieser Spielzeit mit seinem Team gegen Atletico das Match um den spanischen Supercup verloren, war gegen den Stadtrivalen im spanischen Pokal rausgeflogen und hatte zudem in der Liga ein 0:4-Debakel gegen den Titelverteidiger erlebt.

Ronaldo scheitert an Oblak

Vor 80.354 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Tempel Bernabeau war in einer erneut hitzigen Partie vor allem auch der deutsche WM-Schiedsrichter Felix Brych aus München gefordert, der unter dem Strich seine Sache aber gut machte und in der 76. Minute Atleticos Mittelfeldspieler Arda Turan die Gelb-Rote Karte zeigte. Brenzlige Szenen gab es wie schon im Hinspiel zuhauf.

Vor der Pause gab es viele Fouls auf beiden Seiten, aber kaum Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Ronaldo kurz vor dem Halbzeitpfiff. Der Portugiese scheiterte an Atletico-Torwart Jan Oblak, der bereits im Hinspiel überragend gehalten hatte.

Atletico in der Offensive schwach

Kurz nach der Pause hatte Real durch den späteren Matchwinner Hernandez erneut eine große Möglichkeit zur Führung. Real, das auf die angeschlagenen Gareth Bale, Karim Benzema und Luka Modric sowie den gesperrten Verteidiger Marcelo verzichten musste, war auch in der Folgezeit tonangebend und hatte unter anderem durch Pepe noch eine große Gelegenheit.

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Kroos machte eine starke Partie, war aber überwiegend in der Defensive gefordert. Sein Weltmeister-Kollege Sami Khedira saß wie im Hinspiel auf der Bank. "Wir waren die bessere Mannschaft und hätten früher ein Tor erzielen müssen. Wir haben nicht viel zugelassen. Atletico hatte in beiden Spielen keine klare Torchance", sagte Kroos nach der Partie bei Sky.

Leverkusen-Bezwinger Atletico stand in der Abwehr zwar bis zum Platzverweis ganz ordentlich, in der Offensive lief bei Ex-Bundesligaprofi Mario Mandzukic und Kollegen aber kaum etwas zusammen, sodass der Real-Sieg am Ende hochverdient war. Der Titelverteidiger hatte sich im Achtelfinale mit Mühe gegen den FC Schalke 04 durchgesetzt.

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