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Champions League: Gladbacher Tor-Festival gegen Donezk - "Reife Leistung"


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Gladbacher Tor-Festival gegen Donezk - "Reife Leistung"

Von dpa
Aktualisiert am 03.11.2020Lesedauer: 3 Min.
Die Spieler von Borussia Mönchengladbach feiern das 6:0 im Spiel gegen Schachtjor Donezk.
Die Spieler von Borussia Mönchengladbach feiern das 6:0 im Spiel gegen Schachtjor Donezk. (Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa./dpa)
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Kiew (dpa) - Kurzer Applaus von Trainer Marco Rose, zufriedene Gesichter bei den Spielern - Borussia Mönchengladbach feierte einen großen Champions-League-Abend ohne große Euphorie.

"Jetzt ist die Hälfte gespielt und wir grüßen von der Spitze. Aber noch haben wir nichts erreicht", befand Trainer Marco Rose nach dem höchsten Gladbacher Sieg in der Champions League. "Das war eine sehr reife Leistung von uns. Wir wollten keine Zweifel aufkommen lassen, was wir vorhaben und sind sehr glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben", sagte Kapitän Lars Stindl. Mit perfektem Offensivfußball und der wohl besten Saisonleistung dürfen die Gladbacher nun sogar von der nächsten Runde träumen.

Mit einem Angriffswirbel wie aus dem Lehrbuch fegte der Bundesligafünfte die hochgelobte Elf von Schachtjor Donezk mit 6:0 (4:0) vom Platz und feierte damit den bislang höchsten internationalen Sieg seit dem 7:0 vor sechs Jahren gegen FK Sarajevo in der Europa League.

Nach den beiden spektakulären Unentschieden gegen Inter Mailand und Real Madrid konnten sich die Gladbacher über ihren ersten Punktedreier und die vorläufige Tabellenführung in der Gruppe B freuen. "Wir haben heute sehr viel richtig gemacht und haben Schachtjor gut analysiert. Das ist eine Bestätigung unserer Form. In der Tabelle sieht es gut aus. Jetzt unterschätzt uns keiner mehr in der Gruppe", meinte Mittelfeldspieler Christoph Kramer.

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Im Olympiastadion von Kiew, wo keine Zuschauer zugelassen waren, erzielten Alassane Plea (8./26./79.), Waleri Bondar (17./Eigentor), Ramy Bensebaini (44.) und Stindl (65.) die Treffer für die seit acht Pflichtspielen unbesiegten Gladbacher, die als erste deutsche Mannschaft nach 19 Jahren wieder ein Spiel in der Ukraine gegen Schachtjor gewinnen konnte.

Die ganz in Weiß angetreten Borussen gingen sehr engagiert und offensiv ausgerichtet in die Partie und waren von Beginn an hellwach. Schon der erste gefährliche Angriff über die rechte Seite führte zum frühen 1:0. Nach einem Pass von Rechtsverteidiger Stefan Lainer verwandelte Plea, der gegen Real Madrid zweimal als Vorbereiter gefiel, aus elf Metern mit einem platzierten Schuss ins linke Eck.

Der frühe Treffer gab dem Spiel der Gladbacher, bei denen Innenverteidiger Nico Elvedi nach muskulären Problemen in der Startelf stand, Sicherheit und Auftrieb. Trainer Marco Rose hatte zudem dreimal umgestellt und seine Champions-League-Formation aufgeboten. Auch Kramer rückte wieder ins Team und sorgte nicht nur im defensiven Mittelfeld für Ordnung, sondern erzielte mit einem Schuss aus 20 Metern das 2:0, das aber als Eigentor gewertet wurde, weil Bondar den Ball unhaltbar für seinen Torhüter abfälschte. Nur acht Minuten später traf erneut Plea mit einem 18-Meter-Schuss in den linken Torwinkel zum 3:0, ehe Bensebaini nach einer Ecke von Jonas Hofmann noch vor der Pause das 4:0 erzielte.

Stindl unterstrich seine starke Leistung mit dem 5:0 nach einem Fehler von Torhüter Anatoli Trubin, ehe der überragende Plea seinen Dreierpack perfekt machte. "Wenn man als Stürmer drei Tore schießt, ist das ausgezeichnet. Seine Formkurve ist ansteigend", meinte Rose.

Obwohl Donezk-Trainer Luis Castro komplett durchgewechselt und bis auf seinen Stürmer Taison, der sein 100. Europapokalspiel bestritt, die gesamte Startelf verändert hat, kam die hochgelobte Elf, die sogar Real Madrid 3:2 bezwungen hatte, überhaupt nicht ins Spiel und wirkte nach dem frühen Gladbacher Sturmlauf konsterniert. Auch mit drei frischen Offensivkräften in der zweiten Halbzeit konnten sich die Gastgeber nicht befreien und die erste Saisonniederlage nicht mehr abwenden. Lediglich einmal musste Borussias Torhüter Yann Sommer bei einem Schuss von Tete (29.) eingreifen, ansonsten blieben die Gastgeber völlig unter ihren Möglichkeiten.

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