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Fußball-EM: Portugal und Ronaldo mit Drama-Sieg gegen Tschechien


Fußball-EM
Last-Minute-Tor: Portugal siegt dramatisch

Von dpa, Kgl

Aktualisiert am 18.06.2024Lesedauer: 3 Min.
Francisco da Conceição jubelt: Er erzielte den späten Siegtreffer für Portugal.Vergrößern des BildesFrancisco da Conceição jubelt: Er erzielte den späten Siegtreffer für Portugal. (Quelle: Sunday Alamba/ap)
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Von vielen Experten wird Portugal zu den Mitfavoriten auf den EM-Titel gezählt. Zum Auftakt vermied die Elf um Superstar Cristiano Ronaldo einen Dämpfer nur knapp.

Portugal hat zum Auftakt in die Europameisterschaft einen Dämpfer nur knapp vermieden. Die Portugiesen kamen in ihrem ersten Gruppenspiel am Dienstagabend durch einen Treffer in der Nachspielzeit zu einem knappen 2:1(0:0)-Sieg gegen Tschechien.

Im Regen von Leipzig war die Mannschaft um ihren Superstar Cristiano Ronaldo zwar über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, ein Tor wollte ihnen aber lange nicht gelingen. Wie aus dem Nichts brachte Lukás Provod die Tschechen in der 62. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss sogar in Führung. Der Jubel wehrte jedoch nur kurz. Denn schon in der 69. Minute glich Portugal durch ein kurioses Eigentor aus. Torwart Jindrich Stanek wehrte einen Abschluss der Portugiesen mit Wucht nach vorne ab, der Ball prallte gegen das Bein von Robin Hranác und von dort ins Tor.

Schon der 88. Minute sah es dann so aus, als könnten die Portugiesen das Spiel noch komplett drehen, Diogo Jota brachte den Ball nach Vorlage von Ronaldo ins Tor. Doch der VAR erkannte eine Abseitsposition Ronaldos und das Tor wurde wieder aberkannt. Als das Spiel schon gelaufen schien, war es dann Francisco da Conceição, der in der dritten Minute der Nachspielzeit doch noch den Siegtreffer erzielte.

So lief das Spiel:

So lange wie kein anderes Favoriten-Team mussten die Portugiesen auf ihren EM-Auftakt warten. Eine gewisse Ungeduld machte sich schon breit. Überstürzen wollten sie es auf dem Rasen, der nach früh einsetzendem Regen schnell wurde, aber nicht. Zu bewusst waren sie sich der Gefahr der Tschechen, die ihrerseits vor allem auf ihren Topstar hofften: Patrik Schick vom deutschen Double-Gewinner Leverkusen.

Hinzu kam trotz Ronaldo-Euphorie, die auch Leipzig schon vor dem Anpfiff gepackt hatte, dass die Fans des vermeintlichen Außenseiters gefühlt in der Überzahl waren und meist pfiffen, sobald Ronaldo am Ball war. Doch viel kam von Schick und seinem Team erst mal nicht. Die Dreierabwehrkette der Portugiesen mit dem neuen EM-Rekord-Oldie Pepe (41 Jahre und 113 Tage) hatte lange Zeit alles im Griff.

Die Räume, die sich in der Offensive für die Portugiesen boten, weil die Tschechen Ronaldo nicht aus den Augen ließen, nutzten vor allem die hochkarätigen Spielaufbauer Bruno Fernandes von Manchester United und Bernardo Silva von Manchester City. Fernandes scheiterte in der 24. Minute mit einem Distanzschuss.

Entlastung bei den Tschechen? Fehlanzeige! Stattdessen zauberte nun Ronaldo ein bisschen. Sein Sohn Cristiano junior hatte sich tags zuvor schon an seinem Geburtstag in der saudi-arabischen Fußball-Wahlheimat des berühmten Papas ausgerechnet in einem Deutschland-Trikot auf den Auftritt seines Vaters eingestimmt.

Auch er dürfte gejubelt haben, als Ronaldo in der 32. Minute im Strafraum der Tschechen an den Ball kam, deren überragender Torwart Jindrich Stanek aber mit einem fantastischen Reflex die Führung des Favoriten verhinderte, der mit der blitzsauberen Bilanz von zehn Siegen in zehn Spielen durch die EM-Qualifikation marschiert war. Ronaldo per Hacke eine Minute später auf Vitinha, Ronaldo in der 45. Minute mit einem Linksschuss. Aber der Ball wollte nicht ins Tor. 73 Prozent Ballbesitz nutzten da auch nichts. Es wurde ein Geduldsspiel für den Titelfavoriten.

Auch nach der Pause. Immer wieder suchten sie Ronaldo, ein Kopfball (54.) wurde zur Ecke abgelenkt, bei einem weiteren kurz danach blieb es bei einem Versuch. Leichte Verzweiflung machte sich schon breit. Ein Freistoß in der 58. Minute – für seine Verhältnisse viel zu unplatziert. Er peitschte nach einer Stunde die eigenen Fans an, er trieb seine Mitspieler an. Und dann das: Die Portugiesen können den Ball bei einem der wenigen Angriffe nicht wegschlagen, er landet letztlich bei Provod, der Maß nahm und aus 18 Metern die Tschechen-Fans in Ekstase und die Portugiesen-Anhänger in Schockstarre versetzte.

Erst Hranac erlöste sie aus dieser, nachdem er einem eigentlich schon abgewehrten Ball von Torwart Stanek nicht mehr ausweichen konnte und den Ball unfreiwillig über die Linie stupste. Portugal machte weiter Druck, Bernardo Silva probierte es mit viel Wucht, Stanek parierte. Und Diogo Jotas Kopfballtor kurz vor dem Ende zählte nicht, weil Ronaldo zuvor hauchzart im Abseits gestanden hatte. Besser machte es Francisco da Conceição, der in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz nach Pass von Pedro Neto den Siegtreffer erzielte.

Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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