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Nach Zitterpartie: Leipzig steht im Viertelfinale

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Nach Zitterpartie: Leipzig steht im Viertelfinale

15.03.2018, 20:46 Uhr | sid

Nach Zitterpartie: Leipzig steht im Viertelfinale. Leipzigs Jean-Kévin Augustin (rechts) wird von seinen Teamkollegen nach dem Führungstor bejubelt.  (Quelle: dpa/Hendrik Schmidt)

Leipzigs Jean-Kévin Augustin (rechts) wird von seinen Teamkollegen nach dem Führungstor bejubelt. (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa)

RB Leipzig macht es lange spannend, setzt sich nach Hin- und Rückspiel aber gegen St. Petersburg durch und steht erstmals im Viertelfinale der Europa League.

RB Leipzig hat sich an der bitterkalten russischen Ostseeküste erstmals ins Viertelfinale der Europa League gezittert. Bei Zenit St. Petersburg reichte den höchst engagierten und ballsicheren Sachsen im Achtelfinal-Rückspiel am Donnerstag ein 1:1 (1:1) zum Weiterkommen. Der Traum vom Finale in der internationalen Debüt-Saison am 16. Mai in Lyon lebt.

Jean-Kevin Augustin (22.) traf per sehenswertem Drehschuss für RB, das somit den 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel erfolgreich verteidigte. Sebastian Driussi (45.+1) erzielte den Ausgleich. Timo Werner verschoss in der 82. Minute noch einen Foulelfmeter.

Bittere Nachricht für Kapitän Orban

Auf wen Leipzig am 5. und 12. April in der Runde der letzten Acht trifft, entscheidet sich am Freitag in Nyon. Dort steht ab 13.00 Uhr die Auslosung an.

Eines dürfte Leipzigs Freude trüben: Kapitän Willi Orban sah seine dritte Gelbe Karte der Europapokal-Saison und ist im nächsten Spiel gesperrt. Das Viertelfinal-Ticket bedeutet derweil den größten Erfolg der erst 2009 gegründeten Leipziger. Gleichzeitig sind sie das erste ostdeutsche Team seit Dynamo Dresden 1991, das es im europäischen Klubfußball so weit bringt. Die Dresdner hatten es im Europapokal der Landesmeister, dem Vorgänger der Champions League, ebenfalls ins Viertelfinale geschafft.

Beherzte Anfangsphase der Gäste

"Wir werden uns nicht verbarrikadieren", hatte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl vor der Partie gesagt. Dafür wechselte der Österreicher im Vergleich zum 0:0 gegen den VfB Stuttgart am Wochenende vor allem offensiv. In der Spitze begann Augustin für Yussuf Poulsen, auf den Flügel kamen Emil Forsberg und Bruma für den international nicht spielberechtigten Ademola Lookmann und den am Rücken verletzten Marcel Sabitzer in die Mannschaft. In der Innenverteidigung begann Stammkraft Dayot Upamecano für Ibrahima Konate.

Bei Minusgraden und vor rund 40 mitgereisten RB-Fans im für die WM gebauten Sankt-Petersburg-Stadion beherzigten die Gäste die Vorgabe ihres Trainers.

Sie übernahmen zu Beginn das Kommando und drückten Zenit phasenweise tief in die eigene Hälfte. RB kombinierte sich ansehnlich bis zum Strafraum, doch selten dort hinein. Der Treffer von Augustin war die erste echte Chance im Spiel. Symptomatisch also, dass die Gastgeber ihre erste Möglichkeit durch einen direkten Freistoß hatten, den Leandro Paredes (26.) an die Latte zirkelte. Erst gegen Ende der ersten Hälfte ließ Leipzig die Zügel schleifen und kassierte prompt den Ausgleich.

Werner vergibt Matchball

Ähnlich energiegeladen kamen die Russen aus der Kabine und drängten auf den zweiten Treffer. Jeder Vorstoß, jeder lange Ball hinter die gegnerischen Linien strahlte Gefahr aus. RB aber konzentrierte sich entschlossen auf seine kontrollierte Offensive.

Forsberg (50.) vertändelte unter großer Bedrängnis aus nächster Nähe den erneuten Führungstreffer. Weitere Chancen waren rar gesät, da RB trotz Feldüberlegenheit meist der letzte Pass fehlte. Werner wurde kurz vor Schluss gefoult, brachte den Elfmeter aber nicht im Tor unter.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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