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EM 2022: Deutschlands Elf ist im Halbfinale – doch eine Sorge bleibt


Eine Sorge bleibt

  • Noah Platschko
Von Noah Platschko

Aktualisiert am 22.07.2022Lesedauer: 3 Min.
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"Unglaublich verdient": DFB-Frauen bejubeln Halbfinal-Einzug – und schauen nach vorne. (Quelle: sid)
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Noch zwei Schritte fehlen den DFB-Frauen zum Titelgewinn in England. Ob sie dabei in Bestbesetzung antreten können, ist allerdings noch fraglich.

Das Leiden stand ihr ins Gesicht geschrieben: Als Lina Magull sich in der 41. Minute mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Oberschenkel fasste, war vorauszusehen, dass sie keine 90 Minuten würde durchhalten können. Eine Auswechslung in der Halbzeit erschien logisch.

Doch Magull kam noch mal raus, jagte den Bällen nach und lief konsequent gegen die österreichische Defensive an, ehe sie in der 64. Minute für ihre Münchner Teamkollegin Linda Dallmann vom Feld ging.


Die Jüngste ist die Beste – Routinierin mit Problemen: Die DFB-Einzelkritik

Lina Magull brachte die DFB-Elf gegen starke Österreicherinnen in Führung.
Hellwach beim Steilpass der Österreicherinnen, den sie erahnte und entschärfte (52.). Wenige Sekunden später hatte sie Glück, als Dunst nur die Latte traf. Ebenso wie bei zwei weiteren Pfostentreffern der ÖFB-Kickerinnen. Insgesamt eine solide Vorstellung ohne Fehler. NOTE: 3
+15

"Es war ein sehr intensives Spiel. Riesengroßes Kompliment an Österreich, die können richtig fighten. Aber wir eben auch", analysierte die 27-Jährige in der ARD den 2:0-Viertelfinalsieg. "Es war sehr gut, dass wir schon im ersten Durchgang das 1:0 gemacht haben."

Magull selbst war es, die nach einer starken Balleroberung und Vorarbeit Klara Bühls den Ball trocken rechts unten im Netz versenkte – und damit ihren zweiten Turniertreffer erzielte. Es war ein zu diesem Zeitpunkt wichtiger Treffer gegen einen Gegner, der, ähnlich wie schon beim EM-Auftakt gegen England, dem Favoriten Probleme bereitete.

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Oberdorf erwischt einen Sahnetag

Doch selbst die Vielzahl an großen Torchancen der Österreicherinnen brachte die deutsche Elf, die momentan gefestigter denn je wirkt, nicht aus dem Konzept. Mit Merle Frohms steht eine Torfrau zwischen den Pfosten, die als einzige bei diesem Turnier noch keinen Gegentreffer kassierte. Martina Voss-Tecklenburgs Entscheidung, im Tor auf die baldige Wolfsburgerin anstelle der langjährigen Nummer eins, Almuth Schult, zu setzen, entpuppt sich als goldrichtig.

Auch das Duo im Abwehrzentrum, bestehend aus Kathrin Hendrich und Marina Hegering, stellt sich als stabil heraus, auch wenn beide insbesondere bei der Präzision ihrer langen Bälle Luft nach oben offenbarten. Wie gut, dass stattdessen Lena Oberdorf einen Sahntetag erwischte. Mit ihren erst 20 Jahren strahlte die Wolfsburgerin, die bereits vor drei Jahren bei der WM in Frankreich ihr DFB-Debüt feierte, beeindruckende Souveränität aus – und bestach als absolutes Zweikampfmonster. Fünf ihrer sechs Luft-, zehn ihrer 13 Bodenduelle entschied "Obi" für sich – und trieb mit ihren abgefangenen Bällen (6) Österreich zur Verzweiflung.

Lena Oberdorf: Die Wolfsburgerin war gegen Österreich die beste Spielerin auf dem Feld.
Lena Oberdorf (li.): Die Wolfsburgerin war gegen Österreich die beste Spielerin auf dem Feld. (Quelle: Sebastian Gollnow)

Anhand dieser beeindruckenden Zahlen überrascht es fast, dass nicht Oberdorf, sondern Klara Bühl von der Uefa zum "Player of the Match" gekürt wurde. Doch auch die Bayern-Stürmerin glänzte mit schnellen Läufen auf den Flügeln (wie vor dem 1:0) sowie mit tollen Abschlüssen, beispielsweise als sie nach beeindruckendem Sololauf nur die Querlatte traf (78.). Vier Minuten später verpasste Bühl dann denkbar unglücklich die Vorentscheidung, als sie nur noch einzuschieben brauchte, das Leder aber unkonzentriert links am Pfosten vorbeisetzte.

Reicht es für Magull?

Sucht man also nach einem Manko, dann dürfte man es bei der fehlenden Chancenverwertung finden. Satte 20 Mal schossen die DFB-Frauen in Richtung österreichisches Tor, durften aber bis zum erlösenden Slapstick-Treffer Alexandra Popps (schon vier EM-Tore) kurz vor Schluss nur einmal jubeln. Auch die Anzahl der gegnerischen Torabschlüsse (12) dürfte der Bundestrainerin nicht gefallen haben.

Und eine weitere Sorge bleibt. Denn noch ist unklar, ob und wie fit Mittelfeld-Ass Magull das Halbfinale gegen Frankreich oder Titelverteidiger Niederlande bestreiten kann. Bereits nach dem 2:0-Erfolg im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien plagten die Bayern-Kapitänin Oberschenkelprobleme, gegen Finnland pausierte Magull die kompletten 90 Minuten.

Lina Magull (re.): Die Bayern-Spielerin jubelt nach ihrem Treffer zum 1:0 gegen Österreich. Im Hintergrund: Svenja Huth.
Lina Magull (re.): Die Bayern-Spielerin jubelt nach ihrem Treffer zum 1:0 gegen Österreich. Im Hintergrund: Svenja Huth. (Quelle: Sebastian Gollnow)

Beim DFB werden sie alles daransetzen, dass Magull im Halbfinale einsatzfähig ist. Nach t-online-Informationen ist sie optimistisch, am kommenden Mittwochabend in der Startelf stehen zu können. Sollte es nicht reichen, stünde mit Linda Dallmann zumindest eine hochkarätige Ersatzfrau parat, die schon gegen Finnland überzeugte.

Der zweite Anzug, auf ihn scheint Verlass zu sein bei diesem Turnier. Alle Feldspielerinnen des DFB-Kaders kamen bislang zum Einsatz und leisteten somit ihren Beitrag zum Einzug unter die letzten Vier.

Die viel beschworene Floskel des Teamgeists, sie wird derzeit gelebt im DFB-Team. Gepaart mit der starken individuellen Form etlicher Stammspielerinnen eine hervorragende Voraussetzung, die letzten beiden Schritte bis zum Titel zu gehen – der nun realistischer denn je scheint.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Länderspiel in der ARD
  • Statistiken bei "fotmob.com"
  • Interview mit Lina Magull in der ARD
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