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FC Bayern: Tuchel ungewohnt emotional – "Werde bis zum Ende alles geben"


"Ich werde daran wachsen"
Tuchel kämpft um seine große Liebe


Aktualisiert am 04.03.2024Lesedauer: 3 Min.
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Thomas Tuchel: Dass der Cheftrainer den FC Bayern im Sommer verlassen muss, ist bereits beschlossen.Vergrößern des Bildes
Thomas Tuchel: Dass der Cheftrainer den FC Bayern im Sommer verlassen muss, ist bereits beschlossen. (Quelle: Sven Hoppe)

Bei einer Frage wurde Tuchel vor seinem vermeintlichen Endspiel mit dem FC Bayern gegen Lazio Rom etwas emotional. Er kämpft um seine große Liebe.

Die Pressekonferenz war schon fast vorbei, nach knapp 15 Minuten bereits alles Erwartbare gesagt. Doch bei der vorletzten Frage wurde es bei den Ausführungen von Thomas Tuchel dann doch noch einmal spannend. Warum? Weil der scheidende Bayern-Trainer dabei einen der sehr seltenen Einblicke in seine persönliche Gefühlswelt gab.

Genau danach und wie er persönlich mit der anhaltenden Krise, in der er seit Wochen mit dem FC Bayern steckt, und dem Druck vor dem wegweisenden Duell mit Lazio Rom am Dienstagabend im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League (am Dienstag ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online) umgeht, war er auf Englisch gefragt worden. Wie wichtig ist ihm also ein Erfolg in diesem vermeintlichen Endspiel?

Tuchel: "Ich werde daran wachsen"

"Für mich persönlich ist das enorm bedeutend. Ich bin ein sehr schlechter Verlierer", antwortete Tuchel offen und wurde etwas emotional. "Ich mag es nicht, zu verlieren, es ist sehr hart, mit Niederlagen umzugehen, nicht den Einfluss zu haben, den ich von mir selbst verlange. Jedes Spiel ist eine Lehrstunde."

Zuletzt erlebte er die mit Bayern regelmäßig auf ziemlich unangenehme Art und Weise, wie zum Beispiel bei den drei direkt aufeinanderfolgenden Niederlagen in Leverkusen (0:3), beim Hinspiel in Rom (0:1) und dem 2:3 in Bochum. Am Freitag kam sein Team nun nicht über ein 2:2 in Freiburg hinaus.

"Im Moment und in den vergangenen Wochen ist es schwierig, auf die positiven Seiten zu schauen", sagte Tuchel. Es sei wichtig, "die Herausforderung zu akzeptieren, positiv zu bleiben und die richtigen Lehren zu ziehen." Tuchel ist sich jedenfalls sicher: "Ich werde daran wachsen." Die Dinge, die er derzeit bei Bayern erlebt, seien "nicht normal". Schließlich droht dem Rekordmeister erstmals seit 2012 eine komplett titellose Saison. Die Trennung von Tuchel im Sommer ist längst beschlossen. Bei einem Scheitern gegen Lazio droht ihm möglicherweise sogar doch noch ein früherer Rauswurf.

Angesprochen auf sein vermeintlich auch persönliches Endspiel und ob sich im Misserfolgsfall gewisse besprochene Dinge auch ändern könnten, hatte Tuchel bereits zuvor gesagt: "Nicht von meiner Seite. Ich weiß, was wir vereinbart haben. Jeder kann sich sicher sein, dass es niemanden gibt, der mehr Ehrgeiz hat, das Spiel zu gewinnen, als ich."

"Es ist meine größte Leidenschaft, meine große Liebe"

Nun bemühte sich Tuchel darum, die persönliche Bedeutung des sportlichen Showdowns einzuordnen. "Es ist nur Fußball", sagte er. "Es ist meine größte Leidenschaft, meine große Liebe. Es fühlt sich nie wie ein Job an. Ich bin zu hundert Prozent involviert und werde bis zu meinem letzten Spiel alles für Bayern München geben."

 
 
 
 
 
 
 

Tuchel ist bewusst, dass dieses nun definitiv nicht mehr in allzu ferner Zukunft liegt. Er schloss sein Statement mit folgenden Worten: "Es ist eine Herausforderung, aber die sind dafür da, um daran zu wachsen."

Daraufhin wünschte ihm der Fragesteller noch "viel Erfolg" dabei und Tuchel bedankte sich. Wenn es nach ihm geht, sollen einem Sieg am Dienstag gegen Lazio bis Saisonende auch noch einige weitere folgen. Tuchel kämpft jedenfalls noch weiterhin darum. Und damit auch um seine größte Leidenschaft und seinen Job.

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort bei der Pressekonferenz von Thomas Tuchel
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