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So soll das Image des DFB-Teams aufpoliert werden

Von sid, t-online
Aktualisiert am 06.09.2018Lesedauer: 2 Min.
Seine „Mannschaft“ soll wieder mehr Fan-Nähe zeigen: DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.
Seine „Mannschaft“ soll wieder mehr Fan-Nähe zeigen: DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. (Quelle: MIS/imago-images-bilder)
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Zwischen WM-Debakel und Nations League hat die Nationalmannschaft einiges aufzuarbeiten. Nicht nur sportlich. Oliver Bierhoff will deshalb seiner "Mannschaft" wieder mehr Fan-Nähe verordnen.

Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff haben ihren Spielern nach der Kritik am jüngsten Auftreten der "Mannschaft" wieder die Leitlinien und Benimmregeln ins Gedächtnis gerufen. Die Außendarstellung des Teams soll erheblich verbessert werden. Dass am Mittwoch allerdings Fotos auftauchten, die Thomas Müller, Marco Reus und Marc-Andre ter Stegen auf dem Weg zum Trainingsplatz mit ihren Mobiltelefonen in der Hand zeigten, dürfte nicht ins neue Bild passen.


"Vor der WM 2006 haben wir einen Verhaltenskodex entwickelt. Der wurde gelebt, das war selbstverständlich. Das haben wir ein bisschen schleifen lassen. Wir werden künftig wieder eine klare Richtung vorgeben", hatte Bierhoff als Konsequenz aus dem WM-Aus vor dem Treffen des DFB-Teams in München angekündigt.

Bierhoff will wieder mehr Fan-Nähe

Vor dem Nations-League-Spiel am Donnerstagabend in der Allianz Arena gegen Weltmeister Frankreich sei es im Mannschaftskreis auch "um das Auftreten und das Erscheinungsbild" gegangen, sagte Müller: "Es wurde intern angesprochen, dass wir noch offener auf die Leute und Fans zugehen wollen. Das werden wir auch umsetzen."

Dem DFB-Team war vor und bei der WM eine gewisse Entfremdung von der Basis vorgeworfen worden. "Das hat mich besonders getroffen. Das ist ein wichtiger Aspekt, den ich sehr ernst nehme", sagte Bierhoff. Man werde versuchen, "Nahbarkeit und Bodenständigkeit wieder zu intensivieren. Wir müssen wieder Nähe aufbauen". Deshalb soll es im Oktober vor den Nations-League-Spielen in den Niederlanden und Frankreich beim Treffen in Berlin auch eine öffentliche Trainingseinheit geben − die Stars zum Anfassen quasi.

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Löw nimmt Spieler in die Pflicht

Doch auch intern soll wieder ein anderer Wind wehen. Löw zieht die Zügel an, nachdem es bei der WM zu einigen Verfehlungen gekommen war. So gibt es wohl wieder einen Zapfenstreich. Ab 00.00 Uhr müssen die Spieler laut Bild im Hotelzimmer sein. Es soll nach Mitternacht nicht einmal mal mehr ein Getränk an der Hotelbar erlaubt sein.

Löw erinnerte die Spieler vor den Spielen gegen Frankreich und am Sonntag in Sinsheim gegen Peru noch einmal eindringlich an ihre Pflichten, aber auch an eine gewisse Eigenverantwortung. Schon im WM-Trainingslager in Südtirol sollen sich einige Spieler immer mal wieder verspätet, andere sollen in Russland bis in die frühen Morgenstunden an der Konsole gespielt haben.


Man versuche, "auf zwei, drei Sachen außerhalb des Platzes mehr zu achten. Es werden ein paar Regeln strenger beachtet als vorher", sagte Toni Kroos am Mittwoch, fügte aber umgehend an: Entscheidend sei nicht, "ob einer um fünf nach 10 zum Frühstück kommt, sondern was auf dem Platz passiert".

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