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Umstrittener Elfmeterpfiff: Bayern-Stürmer Müller rudert zurück - Kohfeldt lobt DFB

Umstrittener Pfiff in Bremen  

Bayern-Stürmer Müller rudert zurück - Kohfeldt lobt DFB

26.04.2019, 15:17 Uhr | dpa

Umstrittener Elfmeterpfiff: Bayern-Stürmer Müller rudert zurück - Kohfeldt lobt DFB. Thomas Müller (M) feiert mit Elfmeterschütze Robert Lewandowski (l) das 3:2 in Bremen.

Thomas Müller (M) feiert mit Elfmeterschütze Robert Lewandowski (l) das 3:2 in Bremen. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Bremen/München (dpa) - In der Elfmeter-Aufregung nach dem Pokalspiel von Werder Bremen gegen den FC Bayern (2:3) bemühen sich Spieler, Trainer und Verband um Beruhigung.

Bayern-Profi Thomas Müller räumte nach eineinhalb Tagen Bedenkzeit ein, dass der Strafstoß am Mittwoch nicht berechtigt war. Der Deutsche Fußball-Bund tauschte Robert Kampka als Vierten Offiziellen für die Partie zwischen Düsseldorf und Werder am Samstag aus und lässt ihn nach seinem Nicht-Eingreifen als Video-Referee im DFB-Pokal nicht erneut bei einem Werder-Spiel ran. Die Bremer lobten dies ebenso wie das Fehler-Eingeständnis des DFB.

Der Verband hatte über Video-Schiedsrichter-Chef Jochen Drees am Donnerstag mitgeteilt, "die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt" zu halten. Bayerns Stürmer Kingsley Coman war im Pokal-Halbfinale kurz vor Schluss nach einer Berührung mit Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie im Strafraum zu Boden gegangen. Es gab Elfmeter, den Robert Lewandowski zum 3:2-Siegtreffer für die Münchner verwandelte.

Bremen-Coach Florian Kohfeldt lobte das Statement des Verbands. "Grundsätzlich finde ich das gut", sagte er am Freitag. "Sie haben klargemacht, dass es ein Fehler war. Es ist besser, als irgendetwas zu konstruieren. Es ist eine ehrliche Aussage." Der Trainer hatte sich schon kurz nach dem Spiel nicht auf eine Fehlentscheidung des Referees als Ausrede für das Halbfinal-Aus rausreden wollen. "Wir können uns davon aber auch nichts mehr kaufen", sagte er noch. "Für uns ist das dann aber auch abgehakt. Der Pokal ist vorbei." 

Auch Bremens Sportchef Frank Baumann will das Thema beenden. Dass der DFB Schiedsrichter Kampka nun nicht mehr wie ursprünglich geplant als Vierten Offiziellen zum Werder-Gastspiel nach Düsseldorf schickt, nannte der Ex-Profi eine "kluge Entscheidung" und ergänzte: "Es ist im Sinne aller Beteiligten, dass das Thema nicht noch mehr Aufmerksamkeit bekommt." Hauptschiedsrichter bleibt Benjamin Cortus.

Ex-Weltmeister Thomas Müller revidierte indes seine Meinung. Hatte er noch am Abend des Spiels von einer "richtigen" Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert gesprochen, teilte er nun in einem Facebook-Video mit: "Aus dem Spiel heraus sah es für mich ganz klar wie ein Elfmeter aus, wie ein klarer Schubser von hinten. Ich denke, der Schubser ist auch da. Es ist auch ein Foulspiel - allerdings kein Foulspiel, das in dieser Situation für einen Elfmeter ausreicht."

Bayern-Trainer Niko Kovac wollte das Thema vor dem Spiel in Nürnberg am Sonntag ausblenden. "Wir leben in einer Demokratie. Da kann jeder seine Meinung äußern", sagte er. "Ich will mich in die Diskussion gar nicht mehr einlassen, das ist vorüber." Auf eine Nachfrage zum Videobeweis meinte er: "Ich würde vorschlagen, wir stampfen Fußball ein, wir spielen kein Fußball mehr. Wir können die Zeit zurückdrehen, dann brauchen wir kein Instagram, kein Facebook, nichts mehr."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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