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Klasnic kritisiert: Organspende-Debatte kommt zu spät

Ex-Fußballer lebt mit Spenderniere  

Klasnic kritisiert: Organspende-Debatte kommt zu spät

Von Jannik Meyer

15.01.2020, 21:40 Uhr
Klasnic kritisiert: Organspende-Debatte kommt zu spät. Musste sich drei Nierentransplantationen unterziehen: Ex-Werder Bremen-Star Ivan Klasnic. (Quelle: imago images/MIS)

Musste sich drei Nierentransplantationen unterziehen: Ex-Werder Bremen-Star Ivan Klasnic. (Quelle: MIS/imago images)

Am Donnerstag wird über ein neues Gesetz zur Organspende diskutiert. Ex-Bremen-Star Ivan Klasnic benötigte selbst fremde Organe, um zu überleben – und hat nun eine klare Meinung.

Ex-Bundesliga-Star Ivan Klasnic hat vor der Bundestags-Diskussion über Organspende am Donnerstag klar Stellung bezogen – und deutliche Kritik geübt:  "Der deutsche Bundestag hätte schon früher über die Organspende debattieren müssen. Dadurch hätte man viele Menschenleben retten können", sagte der 39-Jährige, der mit einer Spenderniere lebt, im Interview mit "t-online.de".

Der langjährige kroatische Nationalspieler erhofft sich trotzdem eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Organspende: "Gesunde Menschen interessieren sich meistens nicht für das Thema. Wenn dann aber eine Entscheidung getroffen werden muss, muss man sich zwingend damit befassen."

2007 wurde beim damaligen Spieler von Werder Bremen eine schwere Nierenerkrankung festgestellt. Klasnic musste sich seitdem drei Nierentransplantationen unterziehen. Dass er heute noch lebt, hat er seinen Organspendern zu verdanken – seine Eltern und später eine junge Frau aus Kroatien spendeten für den Ex-Fußballstar. Trotz der Transplantationen konnte er im Fußball aktiv bleiben, beendete seine Karriere erst 2013.

US-Lösung als Vorbild?

Klasnic befürwortet eine frühe Regelung: "Ich bin dafür, gleich mit der Geburt zum Organspender gemacht zu werden." Der Bundestag behandelt am Donnerstag die "doppelte Widerspruchslösung". Inhalt des Gesetzesvorschlags ist, dass alle Menschen automatisch zu Organspendern werden – es sei denn, es wird Widerspruch eingelegt. Es gibt jedoch auch einen alternativen Gesetzesvorschlag, der auf die Freiwilligkeit der Spender setzt. Ziel der möglichen Gesetzesänderung ist, dass mehr Menschen in Deutschland die Möglichkeit bekommen, ein lebensrettendes Organ zu erhalten.

Bei der Kennzeichnung orientiert sich der frühere Torjäger an einem Vorbild: "In Amerika haben Spender ein Herz im Führerschein. Das wäre auch eine Idee, die in Deutschland funktionieren würde", schlägt Klasnic vor.

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