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Ein Hauch von Poborsky & Co.? Tschechiens schicke Hoffnung

Von dpa
Aktualisiert am 26.06.2021Lesedauer: 3 Min.
Bereit fĂŒr die Niederlande: Tschechien-Star Patrik Schick.
Bereit fĂŒr die Niederlande: Tschechien-Star Patrik Schick. (Quelle: ŠimĂĄnek VĂ­t/CTK/dpa./dpa)
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Budapest (dpa) - Die tschechische EM-Reisegruppe zog es an den Schießstand.

Vor dem Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft am Sonntag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen die Niederlande probierten Patrik Schick und seine Teamkollegen unter Aufsicht von Experten eine Reihe von Schusswaffen aus. "Wir wollten fĂŒr ein paar Stunden einen Tapetenwechsel", berichtete Teammanager Libor Sionko von der etwas ungewöhnlichen Einheit Ende der Woche. Ob das gegen Oranje hilft?

Die Tschechen fĂŒhlen sich mit den Niederlanden wohl - auch wenn sie wegen technischer Probleme mit dem Flieger erst am Samstagabend in Budapest ankommen sollten und nicht wie eigentlich geplant schon am Nachmittag. Sehr gerne erinnern sie sich an die EM 2004 in Portugal zurĂŒck, als sie in der Vorrunde gegen Arjen Robben, Ruud van Nistelrooy & Co. schon nach 19 Minuten 0:2 zurĂŒcklagen. Jan Koller, Milan Baros und Vladimir Smicer drehten die Partie fĂŒr Karel BrĂŒckners Team aber noch.

"Ein legendÀres Spiel"

"Das ist wohl fĂŒr alle Fans ein legendĂ€res Spiel", sagte Karel Poborsky der Zeitung "Blesk". Das 3:2 damals bereitete der tschechische Fußball-Feingeist sogar vor. Eine Überraschung hĂ€lt er diesmal fĂŒr gut möglich. "Die HollĂ€nder werden ihr Spiel spielen, und das kann uns wieder entgegenkommen", meinte Poborsky, der frĂŒher mit wehender MĂ€hne durch die gegnerischen Abwehrreihen stĂŒrmte. "Gegen eine offensive Verteidigung können wir Gegenangriffe starten."

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Die MĂ€hne von Poborsky wurde schon zu aktiven Zeiten gestutzt. Über die Jahre sind graue StrĂ€hnen hinzugekommen, er ist ja mittlerweile 49 Jahre alt. Legendenstatus hat er sich aber nicht mit der EM 2004 erworben, als Tschechien erst im Halbfinale an Otto Rehhagels spĂ€terem Sensationssieger Griechenland scheiterte. Sondern es war diese unglaubliche EM in England 1996. Tschechien dribbelte sich bis ins Finale gegen Deutschland, in dem der damalige Dortmunder Patrik Berger sogar die FĂŒhrung erzielte.

Doch Joker Oliver Bierhoff mit Kopfball und Golden-Goal-Linksschuss zerstörte die Hoffnungen Tschechiens auf den ersten EM-Titel seit dem Coup der Tschechoslowakei 1976. "Sie mĂŒssen wie ein Team auftreten und Gas geben", sagte Berger der Zeitung "Dnes".

Nur Schick und Soucek ragen heraus

Hat die aktuelle Mannschaft das Potenzial, in die Fußstapfen der frĂŒheren Edelmetallgewinner zu treten? Um ehrlich zu sein: nein. In Schick (Bayer Leverkusen), der dreimal bei dieser Endrunde traf, und Tomas Soucek (West Ham United) haben die Tschechen nur zwei Spieler, die gehobene Klasse besitzen.

"Zum ersten Mal seit den Zeiten eines Milan Baros oder Jan Koller haben wir in ihm einen StĂŒrmer von europĂ€ischem Format", meinte der frĂŒhere Frankfurter Karel Rada, Vize-Europameister von 1996, ĂŒber Schick. Sonst allerdings: viele biedere Adjutanten.

1996er Trainer Dusan Uhrin traut seinem Nachfolger Jaroslav Silhavy mehr als nur die erste K.o.-Runde zu. "Sie haben bisher eine hervorragende Leistung gezeigt, die ich auch ein bisschen erwartet habe", befand Uhrin, der schon vor Turnierstart fĂŒr die Tschechen das Erreichen des Viertelfinales prognostiziert hatte. "Die QualitĂ€t der Spieler ist da und Jarda (Kurzform fĂŒr Jaroslav) kann ein Team zusammenschweißen, auch aus mentaler Sicht."

Verteidiger Jan Suchoparek, dieser schlaksige Vize-Europameister von 1996, ist ebenfalls zuversichtlich. "Ich glaube, dass die Mannschaft noch mehr StĂ€rke zeigen wird und in den nĂ€chsten Spielen fĂŒr eine Überraschung sorgen kann", sagte er jĂŒngst. "Ich denke nicht, dass unsere Reise im Achtelfinale enden wird."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

NIEDERLANDE: 1 Stekelenburg - 22 Dumfries, 6 de Vrij, 3 de Ligt, 17 Blind, 12 van Aanholt - 15 de Roon, 8 Wijnaldum, 21 de Jong - 18 Malen, 10 Depay

TSCHECHIEN: 1 Vaclik - 5 Coufal, 3 Celustka, 6 Kalas, 2 Kaderabek - 15 Soucek, 9 Holes - 12 Masopust, 8 Darida, 14 Jankto - 10 Schick

Schiedsrichter: Sergej Karassjow (Russland)

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