• Home
  • Sport
  • Fußball
  • Möglicher Wettbewerbsvorteil - Entscheidende Phase im 50+1-Streit: DFL sucht goldene Lösung


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextInzidenz steigt auf fast 700Symbolbild fĂŒr einen TextNasa warnt vor Chinas MondplĂ€nenSymbolbild fĂŒr einen TextWilliam Cohn ist totSymbolbild fĂŒr einen TextUkrainische Suppe wird WeltkulturerbeSymbolbild fĂŒr einen TextPistorius trifft Eltern seines MordopfersSymbolbild fĂŒr ein VideoPfeilschwanzkrebse wegen Blut gejagtSymbolbild fĂŒr einen TextGoogle will intime Standortdaten löschenSymbolbild fĂŒr einen TextHamburg könnte Warmwasser rationierenSymbolbild fĂŒr einen TextSchalkes Itakura will zu Bundesliga-KonkurrenzSymbolbild fĂŒr einen TextFormel 1: Red Bull hat ProblemeSymbolbild fĂŒr einen TextMann in Wohnung getötet – FestnahmeSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserBeliebte ARD-Show fĂ€llt ĂŒberraschend ausSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Entscheidende Phase im 50+1-Streit: DFL sucht goldene Lösung

Von dpa
Aktualisiert am 13.10.2021Lesedauer: 4 Min.
Mehrheitseigner von 1899 Hoffenheim: Dietmar Hopp.
Mehrheitseigner von 1899 Hoffenheim: Dietmar Hopp. (Quelle: picture alliance / dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Hannover (dpa) - Drei Clubs. Drei Geldgeber, denen sie gehören. Und drei Ausnahmegenehmigungen, die sie von der 50+1-Regel im deutschen Fußball befreien.

Aber haben 1899 Hoffenheim, Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg deshalb in der Bundesliga auch einen Wettbewerbsvorteil? Viele Fans, viele andere Vereine und vor allem des Bundeskartellamt sehen das so. Die Vertreter der drei "Investoren-Clubs" weisen diese EinschĂ€tzung aber zurĂŒck.

"MĂŒssen wir uns nicht die Frage stellen: Hat die Gegenwart die Vergangenheit lĂ€ngst ĂŒberholt?", sagte der Hoffenheimer GeschĂ€ftsfĂŒhrer Frank Briel der Deutschen Presse-Agentur. "Hertha BSC freut sich gerade - laut eigener Aussage – ĂŒber das grĂ¶ĂŸte Eigenkapital-Investment in der Bundesliga-Geschichte, nĂ€mlich 375 Millionen Euro. In Augsburg gibt es einen US-amerikanischen Investor, der Anteile ĂŒbernommen hat. Borussia Dortmund hat sich gerade durch den Verkauf neuer Aktien etwa 86 Millionen Euro gesichert." Das zeige doch sehr deutlich, dass es nicht nur den drei "Ausnahme-Clubs" möglich sei, zusĂ€tzliches Kapital zu beschaffen.

Die 50+1-Regel besagt, dass der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiter die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss. Sie soll den Einfluss von Investoren im deutschen Profifußball begrenzen.

Hochemotionale Debatte

Eine EinschĂ€tzung des Bundeskartellamtes aus dem Mai treibt diese hochemotionale Debatte nun in eine entscheidende Phase. Denn die drei mit einer Ausnahmegenehmigung versehenen Clubs haben nur noch bis Ende des Monats Zeit, um ihre Stellungnahme zu diesem Bericht einzureichen. Danach muss die Deutsche Fußball Liga (DFL) als Dachverband der Erst- und Zweitliga-Clubs eine Lösung finden, die alles unter einen Hut bringt: Die rechtlichen Bedenken, die EigentĂŒmerverhĂ€ltnisse in Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg - und die klare Pro-50+1-Haltung einer großen Mehrheit der 36 Vereine.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Putin hinter Gittern
Wladimir Putin ist im Westen isoliert.


Weil es diese Mehrheit gibt, glaubt kaum jemand, dass 50+1 zumindest schon in diesem Verfahren fĂ€llt. Die Mitglieder von Hannover 96 haben sogar schon einmal Fakten geschafften. Sie stimmten am Sonntag bei der Jahreshauptversammlung des Vereins mit großer Mehrheit dafĂŒr, die 50+1-Regel in der Satzung des Zweitliga-Clubs festzuschreiben. Sie soll in Hannover selbst dann noch wirksam sein, wenn die DFL oder ein ordentliches Gericht sie irgendwann einmal kippen sollten.

Weniger TV-Gelder fĂŒr betroffene Clubs?

Eine Lösung fĂŒr alle 36 Clubs ist das aber nicht. Ein möglicher Kompromiss, ĂŒber den spekuliert wird, ist deshalb: 1899 Hoffenheim, Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg erhalten in Zukunft weniger TV-Gelder oder eine Ă€hnliche finanzielle Auflage. Das könnte ihren vermeintlichen Wettbewerbsvorteil wieder ausgleichen.

Zur Erinnerung: Gegen die 50+1-Regel an sich hat das Kartellamt keine EinwĂ€nde. Dass ein Mutterverein die Stimmenmehrheit an einer ausgegliederten Kapitalgesellschaft besitzen muss, solle fĂŒr einen Einfluss der Mitglieder und die "Ausgeglichenheit des sportlichen Wettbewerbs sorgen". Das seien "legitime Ziele", die auch mit dem Kartellrecht vereinbar sind, heißt es in der EinschĂ€tzung vom 31. Mai. Das Problem sei die Möglichkeit einer Ausnahme fĂŒr Clubs, die mehr als 20 Jahre von dem gleichen Investor gefördert wurden. Und ein Konstrukt wie RB Leipzig, das nicht offen fĂŒr Neumitglieder ist.

FĂŒr die betroffenen Bundesligisten aus Hoffenheim (Dietmar Hopp), Leverkusen (Bayer) und Wolfsburg (VW) ist diese Argumentation aus der Zeit gefallen. Sie schrieben bereits im Juni einen gemeinsamen Brief an das Kartellamt und hinterfragten darin unter anderem, warum denn ein Wirtschaftsbetrieb wie die Fußball-Bundesliga "vereinsgeprĂ€gt" sein mĂŒsse? Nach einem Bericht des Deutschlandfunks ist auch in der ersten Stellungnahme der DFL an die Behörde von "UnschĂ€rfen in der Beurteilung des Bundeskartellamts" die Rede.

DFL vor großer Herausforderung

Der Dachverband der Proficlubs steht nun vor einer großen Herausforderung. LĂ€sst die DFL alles, wie es ist, könnte das Kartellamt wegen der 50+1-Regel irgendwann ein richtiges Verfahren gegen sie einleiten. Bislang hat die Behörde nur eine vorlĂ€ufige EinschĂ€tzung abgegeben - und das auf Betreiben der DFL selbst.

Werden die Ausnahmeregelungen auf dieser Grundlage ganz gestrichen, riskiert die DFL, dass Hoffenheim, Leverkusen und/oder der VfL Wolfsburg vor ein Gericht ziehen und ihre Interessen dort verteidigen. Dass irgendein Verein irgendwann genau dies tun wird, ist auch die EinschĂ€tzung von Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind. Kippt die DFL die 50+1-Regel sogar komplett, wĂŒrde sie gegen die Mehrheitsmeinung ihrer Mitglieder und der Fans handeln.

"Das grĂ¶ĂŸte Kapital im deutschen Fußball ist die Bindung zu den Menschen und das sollten wir nicht aufheben", sagte Union Berlins PrĂ€sident Dirk Zingler bei Bild TV. Auch das Argument, mehr Investoren wĂŒrden den Wettbewerb in der Bundesliga eher stĂ€rken als behindern und dazu noch die Aussichten der Clubs im internationalen Vergleich verbessern, weist er zurĂŒck. "Wir heben den Wettbewerb dann nur auf ein wirtschaftlich anderes Niveau und entfernen uns noch mehr von den Zuschauern", sagte Zingler. "Wenn wir glauben, mit PSG in einen Wettbewerb zu treten, geht doch Messi trotzdem zu Paris und nicht nach Dortmund, weil Paris ein grĂ¶ĂŸeres FĂŒllhorn hat."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
BVBBayer 04 LeverkusenBundeskartellamtDFLDeutsche Presse-AgenturTSG 1899 HoffenheimVfL WolfsburgWolfsburg
Fußball - Deutschland


t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website