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Mehdi Mahdavikia: Ex-Fußballer und HSV-Legende kündigt Job im Iran


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HSV-Legende kündigt Job im Iran

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 04.10.2022Lesedauer: 1 Min.
Mehdi Mahdavikia bei einem Fußballspiel (Archivbild): Der ehemalige Profi des HSV war zuletzt Trainer der iranischen U21-Nationalmannschaft.
Mehdi Mahdavikia bei einem Fußballspiel (Archivbild): Der ehemalige Profi des HSV war zuletzt Trainer der iranischen U21-Nationalmannschaft. (Quelle: Cathrin Müller /M.i.S. via www.imago-images.de)
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Im Iran protestieren viele Menschen gegen die Regierung. Mehdi Mahdavikia unterstützt die Proteste – und hat daher seinen Job gekündigt.

Irans Fußball-Ikone Mehdi Mahdavikia hat Medienberichten zufolge seinen Trainerjob im Iran gekündigt. "Ich habe keinerlei Kontakt mehr mit dem Fußball im Iran", wurde der ehemalige Nationalspieler und Bundesliga-Profi von der Tageszeitung "Hamschahri" am Dienstag zitiert. Der frühere HSV-Profi (45) wurde letztes Jahr als Trainer der iranischen U21-Nationalmannschaft engagiert und sollte das Team auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris vorbereiten.

Die Kündigung steht nach Einschätzung von Journalisten im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten gegen das islamische System. Auf seiner Instagram-Seite hatte Mahdavikia das Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Demonstranten verurteilt.

Mahdaviki: "Analphabeten" an der Regierung

Auslöser der derzeitigen Proteste war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Sie war Mitte September von der Sittenpolizei wegen ihres "unislamischen Outfits" festgenommen worden. Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah, ist unklar, jedenfalls fiel sie ins Koma und starb in einem Krankenhaus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Die wichtigen politischen Posten im Land seien von "Analphabeten" besetzt, kritisierte Mahdavikia. Diese macht der Wahl-Hamburger auch für die Proteste und Auswanderung der iranischen Spitzenkräfte verantwortlich. Neben Mahdavikia gehören auch zahlreiche andere Fußballer zu den Kritikern, unter anderen die ehemaligen Bundesliga-Profis Ali Karimi und Ali Daei sowie Bayer Leverkusens Stürmer Sardar Azmoun. In diesem Zusammenhang wurde letzte Woche der ehemalige Fußball-Nationalspieler Hossein Mahini festgenommen und inhaftiert. Seitdem sollen auch andere Spieler verhaftet worden sein.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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