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US Palermo: Italienischer Traditionsklub für bankrott erklärt

US Palermo  

Italienischer Traditionsklub für bankrott erklärt

19.10.2019, 08:55 Uhr | t-online.de , sid

US Palermo: Italienischer Traditionsklub für bankrott erklärt. Das legendäre rosafarbene Trikot der US Palermo: Bald verschwindet es von der Bildfläche. (Quelle: imago images/Pacific Press Agency)

Das legendäre rosafarbene Trikot der US Palermo: Bald verschwindet es von der Bildfläche. (Quelle: Pacific Press Agency/imago images)

Die Trikots waren Kult und einige Spieler auch. Mit Typen wie Luca Toni und Paulo Dybala haben große Namen bei der US Palermo gespielt. Nun ist der Verein offiziell am Ende. Der Traditionsklub ist bankrott.

Der ehemalige italienische Europapokalteilnehmer US Palermo wird aufgelöst. Ein Gericht in der sizilianischen Stadt erklärte am Freitag den Bankrott des inzwischen in die Viertklassigkeit abgestürzten Fußballklubs. Zuvor hatte der langjährige Klubchef Maurizio Zamparini, der 2017 zurückgetreten war, vergeblich versucht, mit einem Angebot von zehn Millionen Euro, die Auflösung des Vereins abzuwenden. Der Betrag wurde vom Insolvenzverwalter Giovanni La Croce für die Weiterführung des Klubs als unzulänglich bewertet.

Zwangsabstieg in Liga vier

Der Bankrott des Vereins erschwert die Lage Zamparinis, gegen den ein Prozess wegen Bilanzfälschung während seiner Amtszeit als Palermo-Präsident läuft. Palermo, das von 2004 bis 2017 mit einem Jahr Unterbrechung Erstligist war, wurden diverse administrative Vergehen, darunter Bilanzfälschungen in den Spielzeiten 2014/15 bis 2016/17 vorgeworfen. Der Ex-Klub von Luca Toni, Edinson Cavani und Paulo Dybala, in der abgelaufenen Saison sportlich Tabellendritter der zweiten italienischen Liga, musste deswegen zwangsabsteigen und startete in der Saison 2019/20 nur in der viertklassigen Serie D.
  

    
Der 76-jährige Zamparini, der den Klub im Jahr 2002 in der Serie B übernommen hatte, war für seine Bereitschaft, Trainer bei Misserfolg schnell auszutauschen, berühmt-berüchtigt und trug den Spitznamen "Trainer-Killer". Er kam auf 35 Trainerentlassungen in knapp 14 Jahren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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