Sie sind hier: Home > Sport > Fußball > Fußball international >

Rassismus-Eklat in der Schweiz: St. Gallen-Fan beleidigt Gäste-Stürmer

In der Schweiz  

Rassismus-Eklat: Fan beleidigt Gäste-Stürmer

27.06.2020, 13:53 Uhr | t-online, BZU

Rassismus-Eklat in der Schweiz: St. Gallen-Fan beleidigt Gäste-Stürmer. Aiyegun Tosin: Der Zürich-Stürmer (hier bei einem Spiel in Bern) wurde gegen den FC St. Gallen von den Rängen übel beleidigt. (Quelle: imago images/Geisser)

Aiyegun Tosin: Der Zürich-Stürmer (hier bei einem Spiel in Bern) wurde gegen den FC St. Gallen von den Rängen übel beleidigt. (Quelle: Geisser/imago images)

Die Spiele in der deutschen Bundesliga finden ohne Fans statt. In der Schweiz können die Klubs wenige Zuschauer zulassen. Bei einer der Partien kam es aber nun zu rassistischen Beleidigungen gegen einen Spieler.

Die Partie zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Zürich endete aus Sicht der Gastgeber mit 0:4. Eine herbe Niederlage, die aber nicht die einzig negative Nachricht war. Denn Zürich-Stürmer Aiyegun Tosin wurde von einem St. Gallen-Fan als "Scheiß Mohrenkopf" beleidigt. Das geht aus einem von einem anderen Fan geposteten Video hervor. Des Weiteren soll er auch als "N****" beschimpft worden sein.

Co-Trainer distanziert sich klar

Der Nigerianer Tosin schoss zwei Tore beim Sieg seines Teams, vernahm offenbar auch die Beleidigungen. Er reagierte, in dem er sich mit der "Black Lives Matter"-Bewegung solidarisierte und niederkniete, während er den rechten Arm mit seiner Faust geballt nach oben streckte.

Der Co-Trainer des FC St. Gallen, Eduard Schmidt, äußerte sich auf Twitter zu dem Vorfall: "Unglaublich. Ich schäme mich für dieses Verhalten und verurteile es aufs Schärfste. Das hat weder in unserem noch in einem anderen Stadion irgendwas verloren. Auf solche Zuschauer verzichte ich gerne", schrieb er auf seinem Profil und ergänzte den Hashtag "#BlackLivesMatter".

Warum der Begriff "Mohrenkopf" rassistisch ist

Der Begriff "Mohr" ist eine abwertende Bezeichnung für Menschen aus Afrika. Historiker Bernhard Schär erklärte in einem Interview mit dem Schweizer Radio und Fernsehen, dass das Wort "im Zusammenhang mit Rückständigkeit und Schmutz verwendet" wird.

Zeitweise wurden sogar das Süßgebäck Schokokuss als "Mohrenkopf" bezeichnet. Aufgrund der rassistischen Konnotation wurde dies jedoch geändert. 

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal