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FC Barcelona: Joan Laporta erneut zum Präsidenten gewählt

Wahlen bei den Katalanen  

Joan Laporta ist erneut Präsident des FC Barcelona

08.03.2021, 08:19 Uhr | dpa

FC Barcelona: Joan Laporta erneut zum Präsidenten gewählt. Joan Laporta: Der Unternehmer übernimmt bereits zum zweiten Mal das Präsidentenamt beim FC Barcelona. (Quelle: imago images/Xinhua)

Joan Laporta: Der Unternehmer übernimmt bereits zum zweiten Mal das Präsidentenamt beim FC Barcelona. (Quelle: Xinhua/imago images)

In einer überraschend klaren Wahl haben sich die Mitglieder des FC Barcelona für die Rückkehr Joan Laportas ins Präsidentenamt entschieden. Der Unternehmer muss nun sein diffiziles Wahlversprechen einhalten.

Der frühere Boss Joan Laporta hat beim krisenerschütterten FC Barcelona wieder das Sagen: Der 58-Jährige gewann die Präsidentenwahl beim spanischen Topklub am Sonntag mit großem Vorsprung. Nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen kam Laporta auf rund 57,6 Prozent, wie der katalanische Verein am späten Abend mitteilte. Der Rechtsanwalt, Unternehmer und Politiker lag damit uneinholbar vorne. Seine Rivalen Victor Font und Toni Freixa hatten zu dem Zeitpunkt 31,8 beziehungsweise 9,3 Prozent.

Laporta war bereits zwischen 2003 und 2010 Präsident Barças gewesen. Die Fans können nun hoffen: Der neue Boss hatte während des Wahlkampfes mehrfach versprochen, mit ihm an der Spitze werde der abwanderungswillige Superstar Lionel Messi auch nach Ablauf des derzeitigen Vertrags im Sommer beim Verein bleiben.

Messi stimmt mit Sohn ab, ter Stegen verzichtet

An der Wahl nahmen Messi und weitere Profis des Erstliga-Teams teil, darunter Sergio Busquets, Jordi Alba, Sergi Roberto, Jordi Alba und Riqui Puig. Der deutsche Nationaltorwart Marc-André ter Stegen wählte nach Medienberichten nicht. Am Tag nach dem 2:0-Erfolg beim CA Osasuna gab Messi seine Stimme im Camp Nou in Begleitung seines ältesten Sohnes Thiago (8) ab. Stimmberechtigt waren die mehr als 110.000 Mitglieder des Vereins.

Lionel Messi: Der Superstar des FC Barcelona gab im heimischen Stadion Camp Nou seine Stimme ab. (Quelle: imago images/Xinhua)Lionel Messi: Der Superstar des FC Barcelona gab im heimischen Stadion Camp Nou seine Stimme ab. (Quelle: Xinhua/imago images)

Die Abstimmung war ursprünglich am 24. Januar geplant, war aber wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Die insgesamt 123 Wahllokale – 111 in Barcelona, fünf in Girona, drei in Tarragona, zwei in Lleida sowie je eins Tortosa und Andorra – hatten um neun Uhr morgens geöffnet. Die Abstimmung ging um 21 Uhr zu Ende.

Ex-Präsident Bartomeu nach Verleumdungsklage zurückgetreten

Die vorzeitige Abstimmung war notwendig geworden, nachdem Josep Bartomeu nach über sechseinhalb Jahren im Oktober zurückgetreten war. Bartomeu hatte zuvor im Sommer Messi daran gehindert, den FC Barcelona zu verlassen. Das sorgte für zusätzliche Unruhe im sowohl finanziell als auch sportlich und institutionell angeschlagenen Klub.

In der sogenannten "Barçagate"-Affäre um illegale Aktivitäten im Netz war Bartomeu erst am Dienstag in Polizeigewahrsam genommen worden. Am Mittwoch wurde er unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Justizangaben steht er im Verdacht, eine Verleumdungskampagne gegen Spieler und andere Personen initiiert zu haben, die sich kritisch über die damalige Vereinsführung geäußert hatten. Bartomeu bestreitet die Vorwürfe, gab seit langem aber keine Stellungnahme mehr ab.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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