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"Gut geschlafen?" Senegal feiert Triumph beim Afrika Cup

Von dpa
07.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Senegals Spieler feiern mit dem Afrika Cup nach dem Sieg.
Senegals Spieler feiern mit dem Afrika Cup nach dem Sieg. (Quelle: Ayman Aref/dpa./dpa)
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Jaunde (dpa) - Sadio ManĂ© wirkte etwas vertrĂ€umt in seinem Hotelbett mit Medaille um den Hals und Pokal im Arm. "Gut geschlafen?", fragten eifrige Verbandsmitarbeiter bei Twitter zu entsprechenden Bildern nach dem erstmaligen Triumph der senegalesischen Fußball-Nationalmannschaft beim Afrika Cup.

Und die Party im westafrikanischen Land war lĂ€ngst noch nicht vorbei: Gegen Mittag steht der große Empfang in der Heimat an, auch StaatsprĂ€sident Macky Sall wurde am Flughafen erwartet. "Wir haben als Mannschaft gewonnen, als Land", sagte Torwart Edouard Mendy.

Entscheidung im Elfmeterschießen

Der Sieg im Endspiel gegen den siebenmaligen Afrikameister Ägypten um ManĂ©s Liverpooler Teamkollegen Mohamed Salah war hart erkĂ€mpft. Nach 120 torlosen Minuten fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen, den entscheidenden Schuss zum 4:2 verwandelte: NatĂŒrlich ManĂ©. Der 29-JĂ€hrige wurde zudem zum Spieler des Turnier gekĂŒrt, in der 7. Minute des Finales hatte er einen Foulelfmeter noch vergeben. "Es war eine lange Reise, es war schwierig und manchmal kompliziert. Aber wir haben nie aufgegeben", sagte Trainer Aliou CissĂ©.

Der Afrika Cup entspricht in seiner kontinentalen Bedeutung der Europameisterschaft - und entsprechend fiel im OlembĂ©-Stadion die Begeisterung aus. Feuerwerk, Trommeln, Fahnen: der Sieg der Löwen von Teranga, so der Titel des Nationalteams, lockte schon in der Nacht Jung und Alt auf die Straßen. Selbst die lĂ€rmige Vuvuzela - die lange Tröte, die 2010 die Fußballweltmeisterschaft in SĂŒdafrika prĂ€gte - wurde wieder herausgekramt und krĂ€ftig geblasen. Ursula von der Leyen hatte offenbar ein GespĂŒr fĂŒrs Timing: Die EU-KommissionsprĂ€sidentin wird in dieser Woche in Senegals Haupstadt Dakar eintreffen.

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Stolzer Cissé: "Wir sind Afrikameister"

Die Bilder vom Finale prĂ€gten den diesjĂ€hrigen Afrika Cup - wie aber auch die schockierenden Szenen Ende Januar. Vor dem Achtelfinale hatte eine Massenpanik vor dem Stade d'OlembĂ© in der Hauptstadt von Gastgeber Kamerun acht Menschen das Leben gekostet. Doch es wurde weitergespielt. Der Fußball sollte helfen - auch, um die politische InstabilitĂ€t in Kamerun mit Putschen und Umsturzversuchen oder die schweren ökonomischen Folgen der Corona-Restriktionen fĂŒr den Moment vergessen zu machen.

Senegalesen aus aller Welt posteten in den sozialen Medien Szenen ausgelassener Freude: endlich wieder ein Grund, voller Stolz auf die Heimat die Nationalflagge zu schwenken. Kein Wunder, dass PrĂ€sident Sall den Montag kurzerhand zum Feiertag fĂŒr die siegestrunkene Bevölkerung erklĂ€rte. Selbst vom Kommissionsvorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, kamen GlĂŒckwĂŒnsche.

"Wir sind Afrikameister", sagte Trainer CissĂ©, der als Spieler 2002 im Finale knapp unterlegen war. "Das beweist die mentale StĂ€rke dieser Generation." Vor 20 Jahren hatte Senegal im Elfmeterschießen gegen Kamerun verloren, CissĂ© gehörte damals zu den FehlschĂŒtzen. "Ich widme diese TrophĂ€e Aliou Cisse", sagte ManĂ© laut Medienberichten. "Als ich den Elfmeter (in der 7. Minute) verschossen habe, dachte ich sofort an ihn - und als ich den letzten Elfmeter verwandelt haben, dachte ich wieder sofort an ihn."

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