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Premier League: Der FC Everton und die Angst vor dem tiefen Fall


Die Angst vor dem tiefen Fall


07.05.2022Lesedauer: 3 Min.
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Frank Lampard: Der Trainer des FC Everton will den Abstieg abwenden.Vergrößern des Bildes
Frank Lampard: Der Trainer des FC Everton will den Abstieg abwenden. (Quelle: PA Images/imago-images-bilder)

Kaum ein englischer Klub hat so eine Bedeutung für den Fußball auf der Insel wie der FC Everton. Doch in diesen Tagen droht dem Stadtrivalen des FC Liverpool der Abstieg. Die Angst ist groß.

Sechs Teams sind seit der Gründung der Premier League im Jahr 1992 ununterbrochen dabei: Manchester United, der FC Arsenal, der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, der FC Chelsea – und der FC Everton. Die "Toffees" aus dem Nordosten Liverpools sind sogar seit 1954 ununterbrochen erstklassig. 118 Erstligajahre hat Everton insgesamt. Einsame Spitze. Auf Platz zwei: Stadtrivale Liverpool und Aston Villa mit jeweils 106.

Doch all diese wohlklingenden Zahlen könnten bald in Vergessenheit geraten. Denn der FC Everton kämpft gegen den Abstieg aus dem englischen Oberhaus. Wenige Wochen vor dem Saisonende steht das Team von Trainer Frank Lampard auf dem 18. Platz und hat nur Norwich und Watford hinter sich, deren Abstieg (fast) beschlossene Sache ist.

Zum rettenden Ufer fehlen den "Toffees" (32 Punkte) nur zwei Zähler. Der FC Burnley (34) und Leeds United (34) sind die Teams, mit denen sich Everton um den Klassenerhalt streitet. Und auch wenn die Lampard-Elf am vergangenen Sonntag den FC Chelsea mit 1:0 besiegte, spricht die Form der jüngstenn Wochen gegen sie. In den vergangenen 6 Spielen holte Everton nur 7 Punkte, Leeds hingegen 11, Burnley sogar 13.

Ein Ex-Spieler drückt die Daumen

Während ein paar Hundert Meter weiter südlich die Fans des FC Liverpool jedes Wochenende freudetaumelnd durch die Straßen tanzen, geht rund um den Goodison Park des FC Everton die Abstiegsangst um.

Einer, der trotz alledem immer noch optimistisch ist, ist Gerard Deulofeu. Der ehemalige Flügelstürmer Evertons (2013 bis 2014, 2015 bis 2017) sagt im Gespräch mit t-online: "Ich hoffe, sie halten die Klasse. Dieser Verein hat so viel Geschichte in der Premier League. Er gehört einfach in die erste Liga."

Besonders mit den Fans, den "Evertonians", wie auch er sie nennt, hat er ein gutes Verhältnis. Sie widmeten ihm einst sogar einen eigenen Song:

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Das hat der Spanier nie vergessen, auch wenn er inzwischen für Udinese Calcio in der Serie A auf Torejagd geht: "Ich liebe die 'Evertonians'. Sie haben mir ein tolles Gefühl gegeben. Wir hatten eine gute Verbindung."

"Wir gegen den Rest der Welt"

Diese gute Verbindung spürt aktuell auch Frank Lampard. Trotz der sportlichen Misere wird der Trainer der "Toffees" von den Anhängern bedingungslos unterstützt. Nach dem knappen 1:0-Heimsieg am vergangenen Wochenende sagte er: "Die Fans waren heute der Mann des Spiels. Von der Stadioneinfahrt bis zum Stadion waren sie so, wie wir sie in unserer Lage brauchen."

Und diese Stimmung wollen die Fans auch in den kommenden Spielen auf die Tribünen bringen. In einem Statement einer Fangruppe heißt es: "Wenn es heißt: Wir gegen den Rest der Welt, ist das in Ordnung. Lasst uns in diesen letzten Spielen eine Aufbruchsmentalität an den Tag legen – denn diese Art von Geist kann und wird uns aus dieser Situation herausführen."

Am Sonntag wird der dringend gebraucht. Denn Everton trifft um 15 Uhr auswärts auf Leicester City. Punkte sind dabei Pflicht für Lampard und seine Spieler. Sonst wird aus der Aufbruchsmentalität ganz schnell wieder eine Abstiegsangst.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Gespräch mit Gerard Deulofeu
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