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WM 2022 in Katar | USA gegen den Iran: Das brisanteste Spiel des Turniers


Das brisanteste Spiel der WM

Von Benjamin Zurmühl

Aktualisiert am 29.11.2022Lesedauer: 3 Min.
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Mehdi Taremi: Der iranische Stürmer trifft am Dienstag auf die USA.
Mehdi Taremi: Der iranische Stürmer trifft am Dienstag auf die USA. (Quelle: IMAGO/Peter Dovgan)
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Der dritte und letzte Spieltag der WM-Gruppenphase beginnt. Und schon unter den ersten Partien gibt es ein ungewöhnliches Duell von großer Brisanz.

Bei der WM in Katar sind bereits nach zwei Spielen einige Entscheidungen gefallen. Der Achtelfinaleinzug von Titelverteidiger Frankreich und das vorzeitige Aus des Gastgebers sind zwei davon. Doch in einigen Gruppen ist noch keine Entscheidung gefallen. Eine davon ist die Gruppe B.

Gut, das Ticket fürs Achtelfinale ist England kaum noch zu nehmen, dafür müssten die "Three Lions" gegen Wales hoch verlieren. Doch vor allem, wer als zweites Team mit in die nächste Runde geht, ist offen. Entschieden wird das aller Voraussicht nach zwischen den USA und dem Iran im direkten Duell. Ein Spiel, bei dem es um viel mehr als nur ums Sportliche geht.

Die politische Komponente

Über die Geschichte zwischen dem Iran und den USA auf politischer Ebene gibt es viele Texte, Bücher und Dokumentationen. Eine diplomatische Beziehung gibt es praktisch nicht. Während die USA für die iranische Regierung das westliche Feindbild schlechthin sind, wurde der Iran von Ex-Präsident George W. Bush einst auf der "Achse des Bösen" verortet.

Die USA halfen 1953 in der "Operation Ajax" beim Sturz des damaligen Präsidenten Mohammad Mossadegh. In der Folge unterstützten die USA den Schah des Irans, unter anderem beim Aufbau seines Geheimdienstes. Im Zuge der iranischen Revolution 1979 kam es zu einer Geiselnahme von 52 Personen, die 1981 erst nach 444 Tagen freikamen. Spätestens seitdem ist die Lage angespannt, was auch die Nationalmannschaften nun zu spüren bekommen.

Mohammad Mossadegh war von 1951 bis 1953 Premierminister des Iran.
Mohammad Mossadegh war von 1951 bis 1953 Premierminister des Irans. (Quelle: via www.imago-images.de)

Die jüngste Eskalation: Der US-Verband entfernte in der iranischen Flagge das Symbol, das das Wort "Allah" (Gott) darstellt, und benutzte diese Version 24 Stunden lang in den sozialen Netzwerken.

Die Geste solle die "Solidarität mit den Frauen im Iran zeigen", sagte ein US-Sprecher. Die Empörung war, wenig überraschend, groß. Irans regierungsnahe Nachrichtenagentur Tasnim forderte einen sofortigen WM-Ausschluss der USA und eine Sperre für zehn Spiele.

Die Lage im Iran

Unabhängig von den USA ist jedes WM-Spiel für die Nationalmannschaft des Irans ein besonderes. Aufgrund der Proteste im eigenen Land stecken die Spieler in einem inneren Zwiespalt. Gegen England zum Beginn vermieden sie es, die Hymne zu singen. Von den Fans vor Ort im Stadion wurden sie dafür gefeiert, in der Heimat gab es Druck aus der Politik. So sangen die Akteure im zweiten Spiel gegen Wales die Hymne wieder, hatten dabei aber die Augen geschlossen.

Auch gegen die USA wird bei der Hymne der Blick auf die iranischen Spieler gerichtet sein.
Auch gegen die USA wird bei der Hymne der Blick auf die iranischen Spieler gerichtet sein. (Quelle: IMAGO/Paul Chesterton)

Immer wieder betonen die Nationalspieler, dass sie auf der Seite der Protestanten seien und für die Fans, nicht für das Land spielen würden. Auch vor Ort in Katar ist eine große Verbundenheit zwischen den Anhängern und den Spielern zu spüren. Ein Weiterkommen würde allen viel bedeuten.

Die sportliche Situation

Für den Iran ist es die sechste WM-Teilnahme der Geschichte. Bisher scheiterte das "Team Melli" immer in der Vorrunde. Das Achtelfinale wäre also historisch. Für die USA wäre ein Vorrunden-Aus hingegen eine riesige Enttäuschung. Das Team um Superstars wie Christian Pulisic oder Weston McKennie ist auch individuell nach England das beste Team der Gruppe, zeigte bisher aber eine wechselhafte Leistung.

Gegen Wales enttäuschten die US-Amerikaner, gegen England wiederum überzeugten sie. In beiden Spielen gab es aber nur einen Punkt. Nun soll ein Sieg folgen. "Das Spiel wird hart umkämpft sein, weil beide weiterkommen wollen und nicht, weil es um Politik geht. Wir wollen ums Weiterkommen kämpfen, das ist es", sagte der US-Nationaltrainer Gregg Berhalter und wies demonstrativ auf den sportlichen Fokus des Spiels hin. "Das Spiel gegen Iran ist wie ein K.o.-Spiel. Siegen oder nach Hause fahren."

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Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen
  • dw.com: "Iran - USA: Tief verwurzelte Feindschaft"
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