Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeSportFußballWM

Regenbogen-Flitzer bei WM: Für die Fifa und Katar ist die Blamage perfekt


Für die WM-Macher ist die Blamage perfekt

Von Christoph Cöln

Aktualisiert am 30.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Der Flitzer lief mir Regenbogen-Fahne und einem T-shirt über das Feld, das seine Solidarität mit den Protestierenden im Iran zum Ausdruck bringen sollte. (Quelle: Glomex)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextBericht: RBB-Mitarbeiter treten in StreikSymbolbild für ein VideoJetzt kommt die WetterwendeSymbolbild für einen TextUkraine soll Streumunition erhaltenSymbolbild für einen TextBeziehungstat: "Da habe ich gebrannt"Symbolbild für einen TextLehrerin hat Schüler sexuell missbrauchtSymbolbild für einen TextF1-Teamchef wollte Mick SchumacherSymbolbild für einen TextHandball: WM-Star bricht sich die HandSymbolbild für einen TextReal lässt Bundesliga-Transfer platzenSymbolbild für einen TextBrauerei muss nach 130 Jahren schließenSymbolbild für einen TextPorsche der Familie Geiss abgebranntSymbolbild für einen TextDie heutigen Gäste von Markus Lanz Symbolbild für einen Watson TeaserFunkstille von Nackt-Model aufgeklärtSymbolbild für einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Der Fan, der bei der WM in Katar den Platz stürmte, ist ein Worst Case für die Macher des Turniers. Er stellte damit nicht nur Scheinheiligkeit der Funktionäre bloß.

Das hatten sich die WM-Organisatoren wohl anders vorgestellt. Als beim WM-Vorrundenspiel zwischen Portugal und Uruguay plötzlich ein Flitzer im Lusail-Stadion auf den Rasen lief, war die scheinbar so perfekte Inszenierung für einen Moment suspendiert. Seine Aktion hatte es in sich, denn der junge Mann protestierte damit gleich dreifach gegen gesellschaftliches und politisches Unrecht. Und solchen Protest wollte die Fifa dem Gastgeber Katar ja eigentlich um jeden Preis ersparen.

Wandte er sich mit der Regenbogenfahne in der Hand gegen Homophobie und für die Rechte der LGBTQ-Community, so forderte er auf seinem T-Shirt Solidarität mit der von Russland überfallenen Ukraine und nicht zuletzt auch noch mit den von den Mullahs unterdrückten Frauen im Iran. Dass er sich dafür ausgerechnet das Portugalspiel ausgesucht hatte, kann kaum Zufall gewesen sein. Gepfiffen wurde die Partei nämlich von einem Unparteiischen-Gespann aus dem Iran. Und es war der Feldschiedsrichter Alireza Faghani, der die Regenbogenfahne, die der Flitzer bei seinem Lauf über den Platz wegwarf, aufhob. Schon jetzt ein symbolträchtiges Bild dieser WM.

Die kurze Sequenz, die die internationale TV-Übertragung der Fifa wohl gerne ausgeblendet hätte, offenbar aber nicht schnell genug umschnitt (die Szene ist in voller Länge im Internet zu sehen), bedeutete einen Riss in der heilen Welt des Fußballweltverbandes. Sie öffnete einen Möglichkeitsraum innerhalb des steril durchchoreografierten WM-Theaters in Katar. Den Raum zivilen Ungehorsams.

Mehr als ein bloßer Platzsturm

Mit seiner Aktion düpierte der Flitzer, bei dem es sich offenbar um einen Fußballfan aus Italien handelt, nicht nur die katarischen Sicherheitskräfte. Er stellte auch die Scheinheiligkeit der Funktionäre bloß. Hatte er doch geschafft, was allen europäischen Fußballverbänden nicht gelungen war: gegen die zweifelhaften Bedingungen bei dieser WM und für Menschenrechte zu protestieren.

Während der DFB und auch andere große Fußballnationen vor der Fifa kuschten und sich sogar das Tragen der Regenbogenbinde verbieten ließen, knallte der flitzende Tifoso den Infantinos und al-Thanis ein paar Botschaften vor den Latz, die diese sicher lieber nicht gehört hätten. Der Ein-Mann-Protest von Lusail war daher viel mehr als ein bloßer Platzsturm.

Spätestens seit diesem Vorfall ist die WM endgültig politisch geworden. Die von den WM-Machern stets postulierte Trennung von Sport und Politik, die Fifa-Präsident Gianni Infantino selbst mit einer bizarren Rede vor Turnierbeginn aufhob, wurde mit dem Flitzer-Protest vollends zur Farce. Und die Blamage für die WM-Organisatoren ist mit diesem Eklat vorerst perfekt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtung
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
DFB-Direktor Völler kritisiert Innenministerin Faeser
Cristiano RonaldoDFBIranItalienPortugalRasenRusslandUkraineWM 2022
WM 2022



t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website