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WM 2022: DFB-Debakel gegen Costa Rica – Deutschland scheidet in der Gruppenphase aus


Deutschland gewinnt – aber blamiert sich dennoch

  • David Digili
Von David Digili

Aktualisiert am 02.12.2022Lesedauer: 4 Min.
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Am Boden: Thomas Müller im Spiel gegen Costa Rica.
Am Boden: Thomas Müller im Spiel gegen Costa Rica. (Quelle: IMAGO/MB Media)
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Das Entscheidungsspiel gegen Costa Rica wird für die deutsche Mannschaft zum Fiasko: Am Ende steht das nächste Vorrundenaus – die zweite Halbzeit wird dramatisch.

Aus. Vorbei. Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar in der Vorrunde ausgeschieden. Das entscheidende Gruppenspiel gegen Costa Rica geriet für die Elf von Bundestrainer Hansi Flick zum Debakel: Trotz eines 4:2 (1:0) steht das frühe Aus des viermaligen Weltmeisters fest – denn im Parallelspiel verlor Spanien 1:2 gegen Japan. Dadurch stehen Japan als Gruppensieger und Spanien im Achtelfinale – und Deutschland ist nach 2018 bereits zum zweiten Mal in Folge in der Gruppenphase gescheitert. Und das trotz über weite Strecken drückender Überlegenheit und zahlreicher Torchancen.

Serge Gnabry (10.) hatte die DFB-Elf früh in Führung gebracht, Yeltsin Tejeda (58.) und Juan Pablo Vargas (70.) drehten die Partie für die "Ticos", der Doppelpack von Kai Havertz (73., 85.) und der Treffer vom eingewechselten Niclas Füllkrug (90.) reichten nicht mehr.

So lief das Spiel:

Wenn es einen Schlüsselmoment in diesem entscheidenden, packenden, dramatischen Spiel gab, dann tat er sich in der 43. Minute im Al-Bayt-Stadion in Doha zu. Gerade noch schwappte die "La Ola" durch das weite Rund, da verstummte vor allem das deutsche Publikum: Denn aus dem Nichts hatten die "Ticos" plötzlich die große Chance zum Ausgleich. Antonio Rüdiger servierte Keysher Fuller den Ball mit einem Stolperer, der zog direkt im Strafraum ab – DFB-Torwart Manuel Neuer klärte in höchster Not. Und nur eine Minute später drosch Niklas Süle über eine Hereingabe der Mittelamerikaner, die aber trotzdem keinen Abnehmer fand.

Ein Weckruf war diese Sequenz – für die Costaricaner, die ab diesem Moment immer besser mitspielten. Und das in einer verrückten Partie. Zuvor war die DFB-Elf drückend überlegen, hätte auch gut und gern 3:0, 4:0 führen können – so gut, wie sie in die Partie gefunden hatte. Schon in der 3. Minute prüfte Jamal Musiala Costa Ricas Schlussmann Keylor Navas von der Strafraumgrenze, der Bayern-Star setzte zwei Minuten später seinen Teamkollegen Gnabry auf Links ein – doch der stand im Abseits. Dann verpasste Thomas Müller völlig freistehend per Flugkopfball (9.).

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Gnabry war es dann auch, der für einen frühen Durchschnaufer sorgte. David Raum flankte von links. der Angreifer kam unbedrängt zum Kopfball und verlängerte unhaltbar für Navas ins lange Eck. Der Achtelfinaltraum lebte wieder. Auch, weil eine Minute später im Parallelspiel Spaniens Alvaro Morata zur Führung gegen Japan traf. Dann wagte sich der furios, aber zu überdreht aufspielende Musiala in das nächste Solo, kurvte bis in den Sechzehner vor, verzog aber völlig, in letzter Sekunde noch von der Costaricanischen Defensive gestört (36.). Just in diese Phase drückender Überlegenheit hinein stolperten Rüdiger und Süle. Und so geriet auch das deutsche Spiel ins Stolpern.

Groteske Phase im Spiel

Und kam nach der Pause ganz ins Stocken. Innerhalb von vier Minuten drehte Japan die Partie gegen Spanien – und setzte die deutsche Mannschaft damit unter weiteren Druck. Tore mussten her. Doch es kam ganz anders. Costa Rica trug den ersten geordneten Angriff vor, der in bis dato von der deutschen spielerischen Dominanz verunmöglicht wurde. Fuller flankte von Rechts in den DFB-Strafraum, Neuer konnte Kendall Watsons Kopfball gerade noch abwehren, Tejeda aber war gedankenschneller als die gesamte deutsche Verteidigung, setzte nach und drückte den Ball aus vier Metern über die Linie. Der Ausgleich – und die deutsche Mannschaft war plötzlich komplett raus. Was folgte, war ein Angriffsfuror der Flick-Elf, gleichermaßen druckvoll wie hilflos. Es liest sich fast grotesk: Musiala traf den rechten Innenpfosten (61.), Rüdiger zielte nach einer Ecke von Joshua Kimmich haarscharf am rechten Pfosten vorbei (62.), Musiala traf erneut nur den rechten Pfosten (68.).

Besser machte es in dieser Phase Costa Rica: Ein Freistoß segelte in den deutschen Sechzehner, konnte nicht mit letzter Konsequenz geklärt werden – und kullerte ins Tor. 1:2, die Sorgenfalten bei der Mannschaft, die nicht mehr "die Mannschaft" heißt, und bei ihren Fans auf der Tribüne wurden größer und größer. Auch, weil Spanien einfach keine Anstalten machte, das Spiel gegen Japan zu drehen – obwohl zu diesem Zeitpunkt kurioserweise auch die "Furia Roja" ausgeschieden wäre.

Deutschland setzte aber nach, nun kamen die Momente der zuvor eingewechselten Havertz und Füllkrug: Erst konterte der Chelsea-Stürmer mit einem starken Abschluss aus zentraler Position, unhaltbar für den ansonsten blendend aufgelegten Navas, der kurz darauf fast schon todesmutig gegen Füllkrug klärte, der aus nächster Nähe eine Hereingabe von Leroy Sané verwerten wollte – eine atemberaubende Szene (76.). Dann hielt Havertz erneut den Fuß in eine Gnabry-Hereingabe und brachte die DFB-Elf wieder in Führung. Der Blick ging wieder ins Khalifa International Stadion. Ein Ausgleich der Spanier – und Deutschland wäre doch im Achtelfinale. Füllkrug legte nach, nach schöner Sané-Vorlage per Brust-Ableger – selbst der VAR konnte da nach Überprüfung nichts bemängeln. Es half alles nichts. Vom Parallelspiel kam keine Glücksbotschaft mehr, nur noch der Abpfiff. Der Abpfiff der WM für die deutsche Nationalmannschaft.

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  • eigene Beobachtungen
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