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St. Pauli hat Ärger um "geschmackloses" Fan-Transparent

St. Pauli sagt "Sorry"  

Ärger um "geschmackloses" Fan-Transparent

13.02.2017, 13:49 Uhr | dpa

St. Pauli hat Ärger um "geschmackloses" Fan-Transparent. St. Pauli Fans mit einem Banner: "Schon Eure Großeltern haben für Dresden gebrannt! Gegen den idiotischen Opfermythos" (Quelle: imago images/Richard Michael)

St. Pauli Fans mit einem Banner: "Schon Eure Großeltern haben für Dresden gebrannt! Gegen den idiotischen Opfermythos" (Quelle: Richard Michael/imago images)

Der FC St. Pauli hat sich beim Zweitliga-Konkurrenten Dynamo Dresden für ein verunglimpfendes Transparent seiner Fans entschuldigt. 

Anhänger des Hamburger Fußball-Klubs hatten am Rande des Spiels (2:0) beider Vereine die Aufschrift "Schon eure Groszeltern haben für Dresden gebrannt" und "Gegen den doitschen Opfermythos" gezeigt. Heute jähren sich die Bombenangriffe auf die sächsische Stadt zum 72. Mal.

"Grenze wurde überschritten"

"Auch wenn der FC St. Pauli sich von der These des Opfermythos, der in der Vergangenheit speziell von Nationalisten und Rechtspopulisten propagiert wurde, klar distanziert und einen kritischen Umgang mit der deutschen Geschichte ausdrücklich begrüßt und fordert, ist mit den Worten auf dem Spruchband eine Grenze überschritten worden, werden dort doch die Toten der Luftangriffe auf Dresden verhöhnt", hieß es auf der Internetseite des Vereins.

Die Entschuldigung, der sich auch der Fanklubsprecherrat anschloss, richte sich an "Dynamo Dresden, seine Fans und alle Angehörigen der Opfer der Angriffe vor 72 Jahren".

DFB leitet Verfahren ein - Dynamo akzeptiert Entschuldigung

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) leitete gegen Pauli ein Ermittlungsverfahren ein. Dieser wird nun eine Stellungnahme anfordern und den Sachverhalt anschließend bewerten, teilte der DFB mit. Mögliche Strafen gegen die Hamburger werden auf Grundlage der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB geprüft.

Dynamo nahm unterdessen die Entschuldigung des Liga-Rivalen an, kritisierten die Aktion aber mit deutlichen Worten. "Opfer von Krieg und Gewalt zu verhöhnen - das überschreitet nicht nur alle Grenzen des Geschmacks und der Meinungsfreiheit, es ist nicht zu akzeptieren und untergräbt unsere auch im Sport geltenden humanistischen Werte", hieß es in einer Erklärung. Der Dresdner Klub betonte, dass solche Entgleisungen nicht wieder passieren dürften.

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