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Prozess gegen Pasquale Passarelli: Deutschem Olympiasieger droht lange Haftstrafe

Prozess gegen Ringer Passarelli  

Deutschem Olympiasieger droht lange Haftstrafe

29.01.2019, 12:07 Uhr | sid

Prozess gegen Pasquale Passarelli: Deutschem Olympiasieger droht lange Haftstrafe. Pasquale Passarelli (l.) 1984 im Bodenkampf: Der Olympiasieger muss womöglich lange ins Gefängnis. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Pasquale Passarelli (l.) 1984 im Bodenkampf: Der Olympiasieger muss womöglich lange ins Gefängnis. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Im Prozess gegen Ringer-Olympiasieger Pasquale Passarelli hat die Staatsanwaltschaft mehrere Jahre Gefängnis gefordert. Es geht um die Herstellung und den Handel mit Drogen. 

Ringer-Olympiasieger Pasquale Passarelli soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für vier Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Dieses Strafmaß forderte Staatsanwältin Gabriele Werner am Dienstag bei ihrem Plädoyer im Strafprozess vor dem Landgericht im pfälzischen Frankenthal. Zuvor war die Beweisaufnahme von Richter Karsten Sauermilch geschlossen worden. Das Urteil wird laut Sauermilch allerdings wohl nicht wie geplant am Dienstag fallen.

Verteidiger fordert Freispruch

Passarelli ist zusammen mit zwei weiteren Männern wegen des Anbaus, der Herstellung und des Handels mit Betäubungsmitteln als Mitglied einer Bande angeklagt. Für die beiden Mitangeklagten des 61 Jahre alten Goldmedaillengewinners von 1984 verlangte Werner acht beziehungsweise sieben Jahre Haft.

Passarellis Verteidiger Roman Schweitzer forderte einen Freispruch für seinen Mandanten. Laut dem Anwalt sei "keine Bandenabrede nachweisbar". Es handele sich vielmehr um "Mutmaßungen und Unterstellungen".

Dass Passarelli nicht an den Straftaten beteiligt gewesen sei, hält die Staatsanwaltschaft nach dem Prozessverlauf für unglaubwürdig. "Welchen Schluss soll man ziehen als den, dass Herr Passarelli sein Mitwirken hatte", sagte Werner.

Staatsanwältin: "Es spricht alles für eine kriminelle Energie"

Die Einlassungen von Passarellis Mitangeklagten, wonach der Ex-Ringer nichts mit den Drogengeschäften zu tun gehabt habe, sind nach Ansicht der Staatsanwältin als Freundschaftsdienste zu sehen. "Herr Passarelli spielte eine untergeordnete Rolle, er hat Hilfestellungen geleistet. Dennoch spricht alles für eine kriminelle Energie", äußerte Werner.

Passarelli, früherer Welt- und Europameister im Bantamgewicht, war im April 2018 festgenommen worden. Bis Mitte Dezember saß er im pfälzischen Zweibrücken in Untersuchungshaft. Bei einem der beiden mutmaßlichen Komplizen Passarellis war im badischen Östringen eine Cannabis-Plantage mit 841 Pflanzen entdeckt worden. Laut Polizei hielt sich Passarelli an 58 von 84 observierten Tagen in dem Haus in Östringen auf.


Der im italienischen Gambatesa geborene Passarelli, der im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie nach Ludwigshafen übersiedelte, wurde durch den Kampf um Gold in Los Angeles gegen den japanischen Weltmeister Masaki Eto berühmt. 85 Sekunden hielt der Griechisch-Römisch-Spezialist eine sogenannte "Brücke", um so seinen Sieg über die Zeit zu retten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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