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Finaler DEB-Test: "Highlight" gegen USA vor "Super-WM"

Von dpa
Aktualisiert am 06.05.2019Lesedauer: 3 Min.
Eishockey-Nationalspieler Moritz Müller in Aktion.
Eishockey-Nationalspieler Moritz Müller in Aktion. (Quelle: Peter Kneffel./dpa)
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Mannheim (dpa) - Der neue Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm kann das "Highlight" vor seinem WM-Debüt gar nicht erwarten.

"Dieser Tag ist einer von denen, auf die ich gewartet habe, seitdem ich beim DEB bin", sagte der Nachfolger von Marco Sturm vor der Generalprobe gegen das mit NHL-Top-Stars gespickte Team der USA am Dienstag in Mannheim (19.00 Uhr/Sport1 und MagentaSport). Der 40 Jahre alte Finne musste durch die verletzungsbedingte WM-Absage von Keeper Thomas Greiss von den New York Islanders am Montag dagegen einen Rückschlag verkraften.

Für das verjüngte Team des Olympia-Zweiten im Umbruch wird das Spiel gegen die USA vor allem eins - ein Vorgeschmack auf die vielleicht beste WM seit langem. "Das gibt die Richtung für die Qualität beim Turnier vor", sagte der Päsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Franz Reindl, der Deutschen Presse-Agentur. "Das wird eine Super-WM. Was die Top-Nationen aufrufen, ist gewaltig."

Durch das unerwartet frühe Saison-Aus mehrerer NHL-Top-Teams haben die großen Nationen bei der Weltmeisterschaft von diesem Freitag an in der Slowakei fast alle ihrer größten Stars dabei - von Turnierbeginn an, was ungewöhnlich ist. "Es werden einige Hochkaräter da sein", sagte Abwehrspieler Moritz Müller der dpa. "Man kann auf jeden Fall hochklassiges Eishockey erwarten."

Gerade die USA sind in diesem Jahr besonders gut besetzt und gehören mit NHL-Stars wie Patrick Kane (Chicago Blackhawks), Jack Eichel (Buffalo Sabres), John Gaudreau (Calgary Flames) oder Dylan Larkin (Detroit Red Wings) zu den Mitfavoriten. "Die haben auf jeden Fall viel Firepower, das ist eine andere Hausnummer", sagte Deutschlands NHL-Verteidiger Korbinian Holzer von den Anaheim Ducks und Kanes Team-Kamerad Dominik Kahun meinte: "Es erwartet uns ein Weltklasse-Gegner. Das wird eine gute Vorbereitung für uns."

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Der zweimalige Weltmeister und WM-Dritte des Vorjahres ist auch am 19. Mai deutscher Vorrundengegner. Auch deshalb erwartet Söderholm im letzten Vorbereitungsspiel nach den Partien gegen WM-Gastgeber Slowakei (2:1 und 3:1), Tschechien (zweimal 4:5) und Österreich (2:3 und 5:1) keinen Test-Charakter mehr. "Das Tempo wird sehr hoch. Die Zweikämpfe werden intensiv und aggressiv", warnte der Finne.

Söderholm sieht sich unter Zugzwang, die WM-Enttäuschung des Vorjahres noch unter Sturm mit Platz elf nach der Olympia-Sensation zu kompensieren. Ziel ist das Viertelfinale und vor allem die dann wahrscheinliche direkte Qualifikation für Olympia 2022. "Es sollte immer unser Ziel sein, unter die Top Acht zu kommem", sagte Kahun. Angesichts des top-besetzten Turniers kein leichtes Unterfangen.

Mut macht der auch aus deutscher Sicht vielversprechende Kader - auch wenn es vorerst keine weitere NHL-Verstärkung geben wird. Torhüter Greiss sagte nach dem Playoff-Aus seiner Islanders angeschlagen ab. Auch die Teilnahme von Stürmer Tom Kühnhackl (ebenfalls New York) ist unwahrscheinlich. Trotz dessen und des Umbruchs nach Olympia soll eine Überraschung gelingen. Nicht zuletzt wegen Leon Draisaitl.

"Wir haben sehr viel Talent in der Mannschaft. Wenn wir unser Spiel durchziehen, wird etwas Gutes dabei rauskommen", unkte der Weltklasse-Stürmer aus Edmonton. Hinzu kommen vielversprechende Talente wie Moritz Seider (18) oder Lean Bergmann (20), die wie auch Marcus Eisenschmid (24) schon bald in der nordamerikanischen Profiliga spielen könnten. "Was ich hier sehe, was dazu gestoßen ist, ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Der Umbruch war vielleicht doch besser als erwartet", sagte der mögliche WM-Kapitän Müller.

Nach dem finalen Test gegen die USA könnte es zusätzlich zu den bislang drei NHL-Spielern Draisaitl, Holzer und Kahun doch noch weitere Verstärkung aus der besten Liga der Welt geben: Torhüter Philipp Grubauer (Colorado) könnte noch kommen.

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