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US Open: Zverev auf Titeljagd – Das ist Deutschlands Tennis-Vulkan

Vor US-Open Halbfinale  

Zverev auf Titeljagd – Das ist Deutschlands Tennis-Vulkan

09.09.2020, 16:45 Uhr | sle, t-online

US Open: Zverev auf Titeljagd – Das ist Deutschlands Tennis-Vulkan. Alexander Zverev: Die deutsche Tennis-Hoffnung ist erfolgreich, leistet sich aber auch ab und zu einen Fehltritt.  (Quelle: AP/dpa/Seth Wenig)

Alexander Zverev: Die deutsche Tennis-Hoffnung ist erfolgreich, leistet sich aber auch ab und zu einen Fehltritt. (Quelle: Seth Wenig/AP/dpa)

Alexander Zverev steht im Halbfinale der US-Open. Als erster Deutscher seit Boris Becker. Doch um ins Finale zu kommen, muss Zverev seine Emotionen in den Griff bekommen – denn seine Ausraster sind berüchtigt.

Seit Boris Becker 1995 hat kein deutscher Tennisspieler mehr diesen Erfolg geschafft – den Einzug in das Halbfinale der US-Open. Alexander Zverev hat am Dienstag also etwas Historisches erreicht. Würde er die US-Open sogar gewinnen, wäre er auch erst der zweite Deutsche Sieger, nach Boris Becker 1989.

Zverevs' Chance: Die großen Favoriten Rafael Nadal und Roger Federer sind erst gar nicht angereist und Novak Djokovic wurde disqualifiziert, nachdem er eine Linienrichterin verletzt hat. Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona-Infektionen nach Party mit Djokovic 

Der gebürtige Hamburger ist aktuell der beste deutsche Tennisspieler und steht in der ATP-Weltrangliste auf Platz 7. Doch der 23-Jährige ist auch berüchtigt für seine Eskapaden. Im April tauchten Videos auf, die Zverev und andere Tennisspieler beim ausgelassenen Feiern zeigen und das mitten in der Corona-Pandemie. 

Die Party fand während der umstrittenen Adria-Tour statt, auf der sich mehrere Menschen, darunter Tennisstar Novak Djokovic mit dem Coronavirus infiziert hatten. Zverev versprach Besserung, doch kurz danach tauchten erneut Videos auf, die ihn beim Feiern zeigen.

Alexander Zverev (li.) und Boris Becker (re.): Beim ATP-Cup im Januar verliert Zverev auch sein drittes Einzelmatch des Turniers. (Quelle: imago images/Dave Hunt)Alexander Zverev (li.) und Boris Becker (re.): Beim ATP-Cup im Januar verliert Zverev auch sein drittes Einzelmatch des Turniers. (Quelle: Dave Hunt/imago images)

Zverev wetterte gegen Schiri 

Aber auch auf dem Platz sorgt "Sascha", wie sein Spitzname lautet, für Aufsehen. Und das nicht nur im sportlichen Sinne. Beim Wimbledon-Spiel gegen Ernest Gulbis 2018 wetterte Zverev gegen die Schiedsrichter-Entscheidungen. Ein Linienrichter bekam dies mit und leitete es an den Schiedsrichter weiter.

Für Zverev war das ein unverständliches Verhalten: "Er wollte sich nur einmal auf einem großen Platz in Wimbledon wichtig fühlen... das war es, was er anstrebte", beschwerte sich der deutsche Tennisprofi über den Linienrichter. Dafür gab es eine Verwarnung. Das Spiel verlor Zverev schließlich und flog in der dritten Runde aus dem Turnier.

Schuhe eines Offiziellen 2017 geöffnet 

Bereits ein Jahr zuvor legte er sich mit einem Schiedsrichter an. Beim Masters-1000-Turnier öffnete er im Vorbeigehen die Schuhe des Offiziellen. Auch in diesem Match schied Zverev aus dem Turnier aus.

Das deutsche Tennis-Talent ist ehrgeizig, aber bisweilen auch arrogant und lustlos auf dem Platz. Wenn ein Match schlecht für ihn läuft, reagiert er auch sehr hitzköpfig, wie im Januar beim ATP-Cup. Hier sorgte Zverev für gleich zwei Aufreger.

"Was zum Teufel redest du da?" 

Beim Spiel gegen Stefanos Tsitsipas, dass er deutlich mit 1:6 und 4:6 verlor, rief er seinem Vater zu: "Halt die Klappe, was zum Teufel redest du da? Ich habe keinen Aufschlag mehr, und du erzählst mir irgendeinen Scheiß." Im Spiel zuvor gegen Alex de Minaur, Nummer 28 der Welt, zertrümmerte Zverev seinen Schläger.

Sein Ehrgeiz macht Zverev anfällig für diese Wutausbrüche, aber auch erfolgreich. 2018 gewann er das ATP-Finale gegen Roger Federer, sein bislang größter Erfolg.

Rafael Nadal sagte 2016 über Zverev: "Er ist unglaublich talentiert. Er wird wahrscheinlich die Nummer Eins in der Welt werden." Am Freitag kann die deutsche Nummer 1 den nächsten Schritt machen, im Halbfinale der US-Open gegen die Nr. 27 der Welt, den Spanier Pablo Carreño Busta.

Verwendete Quellen:

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