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US Open – Pressestimmen: "Zverev und Thiem spielten bis ihr Gehirn taub wurde"

Pressestimmen zum US-Open-Finale  

"Gab Hinweise, dass Zverev verbrennen würde"

14.09.2020, 11:26 Uhr | sle, dpa

US Open – Pressestimmen: "Zverev und Thiem spielten bis ihr Gehirn taub wurde". US Open: Im Finale musste sich Zverev ganz knapp Thiem geschlagen geben.  (Quelle: dpa/Frank Franklin/dpa-Bildfunk)

US Open: Im Finale musste sich Zverev ganz knapp Thiem geschlagen geben. (Quelle: Frank Franklin/dpa-Bildfunk/dpa)

Am Ende wurde die Entscheidung im Tiebreak gefällt: Dominic Thiem gewinnt die US-Open gegen Alexander Zverev. Die internationale Presse feiert den Österreicher – und leidet mit dem Deutschen. 

Das US-Open-Finale zwischen dem deutschen Alexander Zverev und dem Österreicher Dominic Thiem war ein packender Krimi, der erst im fünften Satz entschieden wurde – mit dem besseren Ausgang für Thiem. 

"Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Glückwunsch zum ersten von vielen Grand-Slam-Titeln. Du hättest ein paar Fehler mehr machen sollen", sagte Zverev nach seiner Final-Niederlage zu Thiem und brach anschließend in Tränen aus. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Der Erfolg des Österreichers wird aber nicht nur von der Presse in seinem Heimatland gefeiert. Auch international wird der 27-Jährige für seinen historischen Erfolg honoriert.

Gazzetta dello Sport (Italien):

"Am Ende ist es der Österreicher Dominic Thiem, der zwei Sätze aufholt und den Deutschen Alexander Zverev besiegt. Ein Match, das den Spieler mit mehr Mut und Kaltblütigkeit belohnt. Zu groß war die Angst für beide, zu gewinnen, wie auch die Angst, zu verlieren, die die Partie gelähmt hat. Zverev, der streckenweise sein bislang bestes Tennis gespielt hat, muss sich vorwerfen lassen, mit zwei Sätzen geführt und beim 5:3 im fünften Satz die Chance darauf gehabt zu haben, die Partie zu beenden."

Corriere dello Sport (Italien):

"Ohne Djokovic, Nadal und Federer gab es am Ende ein erstes Mal. Der 150. Sieger in der Geschichte der Grand-Slam-Turniere ist der Österreicher Dominic Thiem, der den Deutschen (und seinen Freund) Alexander Zverev in fünf Sätzen besiegt hat. Es ist das erste Mal, dass ein Spieler das Finale der US Open gewinnt, der mit zwei Sätzen hinten lag."



Kronen Zeitung (Österreich):

"Dominic Thiem hat in einem an Dramatik nicht zu überbietenden Finale österreichische Sportgeschichte geschrieben. Der 13. September 2020 (Ortszeit) wird für den 27-jährigen Niederösterreicher für immer ein Feiertag bleiben."

Kurier (Österreich):

"Erfolg und Misserfolg sind der Unterschied zwischen Traum und Realität. Bei Dominic Thiem liegt nichts mehr dazwischen, der Niederösterreicher erfüllte sich einen Lebenstraum. Als zweiter Österreicher nach Thomas Muster, der 1995 in Paris triumphiert hatte, holte sich Österreichs Superstar einen Grand-Slam-Titel. Wie der Steirer im Alter von 27 Jahren."

L'Equipe (Frankreich):

"Dream Thiem. Dominic Thiem lachte auf seinem Stuhl. Überglücklich, ja, erschöpft und im Bewusstsein, auch mehr als einmal am Abgrund gestanden zu haben."

Mundo Deportivo (Spanien):

"Dominic Thiem, neuer Champion nach einer epischen Aufholjagd gegen Zverev"

Tagesanzeiger (Schweiz):

"Dominic Thiem, der Meister des Leidens. Der Österreicher quälte sich mit Krämpfen zu seinem ersten Grand-Slam-Titel."

Marca (Spanien):

"Thiem ist das erste neue Gesicht, das in einem Grand-Slam-Turnier gekrönt wird, seit Marin Cilic dies auch auf den Plätzen von Flushing Meadows vor sechs Jahren schaffte."

Daily Mail (Großbritannien): 

"Ein dramatischer Tiebreak im fünften Satz läutete das Ende der sechsjährigen Wartezeit ein, nach der die Männer-Tenniswelt endlich einen neuen Grand-Slam-Champion hatte"

New York Times (USA):

"Mitanzuschauen, wie ein Top-Spieler kurz vor dem Grand-Slam-Sieg steht und dann eine Zweisatz-Führung verliert, ist, als ob man Zeuge einer grausamen Form psychologischer Folter wird. Im weiteren Verlauf des Spiels gab es frühe Hinweise darauf, dass Thiem lebendig werden und Zverev verbrennen würde."

Washington Post (USA):

"Sie spielten den ganzen Weg, bis es so aussah, als würden sie im Schlamm spielen. Sie spielten, bis ihre Beine weich wurden und ihre Aufschläge kaputt gingen und ihr Gehirn taub wurde. Sie spielten bis zur letzten Stufe, die sie spielen konnten: ein Tiebreak im fünften Satz."

Verwendete Quellen:


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