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RĂ€ikkönen-RĂŒckzug bringt TransfergeschĂ€ft in Fahrt

Von dpa
Aktualisiert am 02.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Bringt durch seinen Abschied Bewegung in den Formel-1-Fahrermarkt: Kimi RÀikkönen.
Bringt durch seinen Abschied Bewegung in den Formel-1-Fahrermarkt: Kimi RÀikkönen. (Quelle: Kenzo Tribouillard/POOL AFP/AP/dpa./dpa)
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Zandvoort (dpa) - Unter dem grauen Nordsee-Himmel von Zandvoort sorgte Rekordfahrer Kimi RĂ€ikkönen fĂŒr einen kleinen Formel-1-Sturm.

Die Abschiedsworte des Ex-Weltmeisters, der nach dieser Saison seine Grand-Prix-Karriere beenden will, wirken im Fahrerlager zwischen den DĂŒnen als Beschleuniger fĂŒr das TransfergeschĂ€ft. Durch RĂ€ikkönens RĂŒckzug schien vor dem Großen Preis der Niederlande der Weg endgĂŒltig frei fĂŒr die große Rochade bei BranchenfĂŒhrer Mercedes, die sich seit lĂ€ngerem andeutet. Kronprinz George Russell wird wohl von Williams in den Silberpfeil befördert werden, Valtteri Bottas könnte dafĂŒr RĂ€ikkönens Nachfolge bei Alfa Romeo antreten.

Russell neuer Hamilton-Teamkollege?

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte zuletzt zwar eingerĂ€umt, dass die Entscheidung ĂŒber Lewis Hamiltons Teamkollegen fĂŒr 2022 bereits gefallen ist. Mit einer VerkĂŒndung aber zögere der Serien-Weltmeister noch, weil eine Reihe von Parteien betroffen seien. "Solange die VertrĂ€ge nicht unterschrieben sind, macht es keinen Sinn, es zu verkĂŒnden", sagte Wolff. Russell verriet immerhin, er sei mĂŒndlich schon vor dem Rennen in Spa ĂŒber seine Zukunft informiert worden. "Ich weiß, wo ich nĂ€chstes Jahr fahren werde", sagte er.

Argumente fĂŒr die Ablösung von Bottas hat Toptalent Russell (23) lĂ€ngst genug gesammelt. Seine phĂ€nomenale Fahrt auf Startplatz zwei jĂŒngst im Regen von Spa, die beim abgebrochenen Rennen am Tag darauf mit dem ersten Podium seiner Formel-1-Laufbahn belohnt wurde, hĂ€tte es nicht mehr als Beweis fĂŒr seine Klasse und Reife bedurft. Bottas indes konnte sich in fĂŒnf Jahren bei Mercedes nie aus dem Schatten von Hamilton lösen und zuletzt nicht mal mehr als Helfer ĂŒberzeugen. "Vielleicht ja, vielleicht nein" wisse er, wie es weitergehe, sagte der 32-JĂ€hrige in Zandvoort.

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Der freie Sitz bei Alfa Romeo könnte zumindest eine Chance fĂŒr den Finnen sein, in der Formel 1 zu bleiben. "Keine einfache Entscheidung" sei der RĂŒcktritt gewesen, versicherte RĂ€ikkönen, als er am Mittwochabend via Instagram seinen Entschluss öffentlich machte. Schon im Winter habe er sich festgelegt, verriet der 41-JĂ€hrige mit fĂŒr ihn ungewöhnlich vielen Worten.

Im "Iceman" verliert die Rennserie eine Kultfigur und den Piloten mit den bislang meisten Rennstarts. Mehr als 350 Grand Prix wird der Champion von 2007 bestritten haben, wenn er im Dezember aufhört. RÀikkönen sei eine "Legende unseres Sports, wie es Zahlen und Statistiken kaum vermitteln können", sagte Teamchef Frederic Vasseur.

Geht auch Giovinazzi?

Durchaus möglich, dass Alfa neben RĂ€ikkönen gleich auch TeamgefĂ€hrte Antonio Giovinazzi (27) verabschiedet. Im Fahrerlager wird geraunt, dass der Rennstall bald seine Verbindungen zu Ferrari kappen will und enger mit Mercedes zusammenarbeiten möchte. Der von der Scuderia unterstĂŒtzte Giovinazzi könnte dann vom NiederlĂ€nder Nyck de Vries (26) verdrĂ€ngt werden, der zuletzt fĂŒr Mercedes in der Formel E fuhr.

De Vries ist wie der frĂŒhere Red-Bull-Pilot Alexander Albon (25) auch ein AnwĂ€rter fĂŒr die Russell-Nachfolge bei Williams. Bestenfalls Außenseiter-Chancen auf ein Cockpit fĂŒr 2022 hat Routinier Nico HĂŒlkenberg (34), der im Vorjahr noch mehrfach als Ersatzfahrer ĂŒberzeugt hatte.

Mick Schumacher indes stellt sich auf ein weiteres Lehrjahr bei Haas ein. Ein Umstieg zu Alfa Romeo ist eher unwahrscheinlich, zumal Ferrari den 22-JĂ€hrigen behutsam aufbauen will und Haas wohl nĂ€chstes Jahr noch stĂ€rker technisch unterstĂŒtzt. Er wolle "schon gern dort bleiben", sagte Michael Schumachers Sohn jĂŒngst bei Sky. Noch aber sei die Tinte unter dem Vertrag nicht trocken.

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