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Die Corona-Debatte bei den Australian Open

Von dpa
Aktualisiert am 22.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Alexander Zverev beim Training in Melbourne.
Alexander Zverev beim Training in Melbourne. (Quelle: Mark Baker/AP/dpa./dpa)
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Melbourne (dpa) - Es ist Sommer in Australien - das macht es den Tennisprofis bei den Australian Open f├╝r die Corona-Sicherheit einfacher. Wer ins Restaurant geht, kann drau├čen sitzen und zumindest so die Ansteckungsgefahr reduzieren.

Alexander Zverev verzichtet in der angespannten Pandemie-Lage nach eigenen Worten sogar darauf. Essen bestelle er sich aufs Zimmer, um sich selbst zu sch├╝tzen. Die Debatte um die Corona-Ma├čnahmen und damit das n├Ąchste Thema abseits des Sports nach dem Gerichts- und Visumsfall um den ausgewiesenen Rekordchampion Novak Djokovic stie├č der Hamburger vor ein paar Tagen mit an.

"Wir werden nicht getestet", antwortete der Olympiasieger in Melbourne auf die Frage, ob er wegen eines Corona-Falls besorgt sei und vermutete: "Ich denke, wenn wir getestet w├╝rden, g├Ąbe es wahrscheinlich mehr Positive, als es sie jetzt gibt."

Turnierdirektor Tiley in der Kritik

Australien vermeldete am Freitag mit 80 Todesopfern die bislang h├Âchste Zahl in dem Land w├Ąhrend der Pandemie. Trotzdem ermutigen die Veranstalter um den ohnehin in die Kritik geratenen Turnierdirektor Craig Tiley die Spielerinnen und Spieler blo├č, sich zu testen. Sie kontrollieren es aber nicht. Ein PCR-Test bei der Anreise ist vorgeschrieben, ebenso wie ein Schnelltest an den Tagen f├╝nf bis sieben. An allen anderen Tagen sind eigene Schnelltests freiwillig.

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"Ich glaube auch, dass wenn du jetzt 128 Spieler testen w├╝rdest, den ein oder anderen positiven dabei h├Ąttest", mutma├čte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann, als er im Melbourne Park auf der Terrasse sa├č. Die Regeln h├Ątten sich nach der Ankunft in Sydney, wo der ATP Cup gespielt wurde, ver├Ąndert. "Wir m├╝ssen uns an die Regeln halten. Wenn die Regeln so w├Ąren, dass hier jeden Tag getestet wird, w├╝rden das auch alle mitmachen", sagte der 48-J├Ąhrige.

Titelanw├Ąrter Zverev appellierte an die Vernunft. "Am Ende des Tages m├╝ssen wir als Spieler selber Verantwortung ├╝bernehmen. Ich wei├č, dass ich sie trage. Ich wei├č, dass ich es mache", sagte der Weltranglisten-Dritte. Zuschauer sind beim ersten Grand-Slam-Turnier zugelassen. Wegen der Corona-Zahlen wurde die Kapazit├Ąt wenige Tage vor dem Turnierbeginn auf 50 Prozent begrenzt. Corona-Marshalls sollen kontrollieren, ob die Besucher ihre Masken korrekt tragen, konsequent umgesetzt wird das nicht.

Schnelltests f├╝r die Spieler

Australien gestattete grunds├Ątzlich nur geimpften Profis die Teilnahme. In einem Hotel ist ein Testzentrum eingerichtet. Die Teilnehmenden werden mit Schnelltests ausgestattet. "Ich teste mich jeden zweiten Tag in meinem Zimmer. Es ist nicht verpflichtend. Ich mache es trotzdem", erz├Ąhlte die mittlerweile ausgeschiedene Weltranglisten-Dritte Garbi├▒e Muguruza aus Spanien.

Der Franzose Ugo Humbert hatte nach seinem Erstrunden-Aus einen positiven Test ├Âffentlich gemacht. Dass sich Spieler infizieren, sei logisch, meinte Zverev. Schlie├člich d├╝rfen sie in die Stadt, in Restaurants, tun und lassen, was sie wollen.

Doppelspieler Andreas Mies, der gemeinsam mit Kevin Krawietz antritt, kommentierte die Test-Regeln so: "Wir f├╝hlen uns beide blendend. Deswegen gab es keinen Grund, noch mal einen Test zu machen. Das ist dann nicht so sch├Ân f├╝rs Turnier, wenn dann auf einmal dritte Runde, Viertelfinale einer nicht antreten kann, weil er einen positiven Test hat, aber eigentlich keine Symptome hat."

Schlie├člich geht es um sportliche Erfolge - und um viel Geld. Rund 40.000 Euro verdient ein Doppel gemeinsam f├╝r den Achtelfinaleinzug, ein Achtelfinalist im Einzel hat gut 200.000 Euro sicher. "Ich hoffe, dass die Spieler und die Coaches auch ehrlich genug sind, um zu sagen: "Hey, wenn ich mich nicht so gut f├╝hle, dann mache ich vielleicht ein, zwei Tests lieber mehr"", sagte Zverev.

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