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Olympia 2018: Lindsey Vonn holt Bronze, Viktoria Rebensburg chancenlos

Olympische Spiele  

Vonn rettet Medaille, Rebensburg wieder chancenlos

21.02.2018, 16:48 Uhr | dpa

Olympia 2018: Lindsey Vonn holt Bronze, Viktoria Rebensburg chancenlos. Viktoria Rebensburg (li.) blieb ohne Medaille, Lindsey Vonn holte Bronze. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)

Viktoria Rebensburg (li.) blieb ohne Medaille, Lindsey Vonn holte Bronze. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Während Lindsey Vonn erleichtert ist, geht Viktoria Rebensburg bei diesen Olympischen Spielen leer aus. Und eine Italienerin jubelt.

Viktoria Rebensburg ist in ihrem letzten Olympia-Rennen bei den Winterspielen von Pyeongchang mit deutlichem Rückstand ohne Medaille geblieben. Die Skirennfahrerin aus Kreuth kam beim Abfahrtssieg der Italienerin Sofia Goggia am Mittwoch auf Platz neun. Rebensburg fehlten 0,95 Sekunden auf Superstar Lindsey Vonn, die Bronze holte.

Damit verpasste die Amerikanerin ihr zweites Abfahrtsgold nach 2010 und weinte im Zielbereich immer wieder. Die 25 Jahre alte Goggia setzte sich knapp vor der Überraschungszweiten Ragnhild Mowinckel aus Norwegen durch und triumphierte als erste italienische Abfahrts-Olympiasiegerin.

Rebensburg bringt Rücktritt ins Spiel

Als zweite deutsche Starterin zeigte Kira Weidle eine ordentliche Leistung und wurde Elfte. Damit hat das deutschen Alpin-Team in Südkorea weiter kein Edelmetall geholt.

Schon in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom als Vierte und im Super-G auf Rang zehn hatte es für Rebensburg nicht zu einer Medaille gereicht. In Südkorea hatte die 28-jährige Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 angekündigt, dass sie bei den Winterspielen in Peking 2022 nicht mehr an den Start gehen will. "Das hat sich nicht verändert", sagte Rebensburg nach dem Rennen im ZDF. "Man soll niemals nie sagen. Aber so, wie jetzt aktuell mein Gefühl ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich in vier Jahren noch aktiv skifahre."

Faire Geste von Vonn

An der Spitze legte Goggia mit der Startnummer 5 die Bestzeit vor - und ließ sich nicht mehr verdrängen. Konstant handelte sich Vonn bei ihrer Fahrt immer größeren Rückstand ein und lag am Ende knapp eine halbe Sekunde hinter ihrer größten Rivalin. Im Ziel warf die 33-Jährige den Kopf in den Nacken, zog die Schultern hoch und zeigte mit dem Finger auf Goggia, die in der Box der Führenden stand. Anschließend umarmten sich die beiden Kontrahentinnen, die mehrfach großen Respekt füreinander geäußert hatten, lang und innig. Unerwartet schob sich noch Mowinckel zwischen die beiden Topfavoritinnen und holte wie im Riesenslalom Silber.

Damit bleibt es für Vonn neben Abfahrts-Bronze in Pyeongchang beim Olympiasieg und Super-G-Bronze vor acht Jahren in Vancouver. Insgesamt war die Schussfahrt in Südkorea das 13. Rennen in Vonns olympischer Karriere, die neben zwei Höhepunkten auch Rückschläge prägen. 2014 in Sotschi musste sie verletzt verzichten, beim Super-G in Pyeongchang am Samstag verschenkte sie Edelmetall und womöglich Gold durch einen schweren Fehler kurz vor Schluss.

Rekordjagd geht weiter

Ans Aufhören denkt Vonn aber nicht, sie will vor ihrer Ski-Rente unbedingt noch Ingemar Stenmarks Siegrekord im Weltcup brechen. Zu den 86 Erfolgen des Schweden fehlen Vonn nur noch fünf.

Für Lara Gut setzten sich die Unglücks-Winterspiele fort: In der Kombination war die Schweizerin ausgeschieden, im Super-G verpasste sie eine Medaille knapp - und fuhr in der Abfahrt nun an einem Tor vorbei.

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