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Note 1 für deutsche Sensations-Sieger – und Tränen beim Überraschungs-Coup

  • T-Online
Von Alexander Kohne, Zhangjiakou

Aktualisiert am 16.02.2022Lesedauer: 5 Min.
Jubel und Enttäuschung: Die deutsche Zwischenbilanz bei den Olympischen Winterspielen 2022.
Jubel und Enttäuschung: Die deutsche Zwischenbilanz bei den Olympischen Winterspielen 2022. (Quelle: ITAR-TASS/Xinhua Montage: t-online/imago-images-bilder)
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Zu Beginn der finalen Olympiawoche ist das deutsche Team Zweiter im Medaillenspiegel. Entscheidend: Rodler und Skeletonis. Etwas holpriger lief es im Biathlon. Richtig mies erwischte es eine andere Sportart. Das große Olympia-Zwischenzeugnis.

"Erfolgreiche Tage" liegen hinter dem deutschen Olympiateam. Das resümierte zumindest Thomas Weikert, der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).


Traum geplatzt: Wer wegen Corona Olympia verpasst

Die Corona-Pandemie hält die Welt im Würgegriff. Auch der Sport ist davor nicht gefeit. Mehrere Medaillenhoffnungen verpassen aufgrund des Virus' die Olympischen Winterspiele in Peking. t-online gibt den Überblick.
Andreas Wellinger: Der 2018-Olympiasieger von der Normalschanze konnte aufgrund einer Corona-Infektion nicht am Heimspringen in Titisee-Neustadt teilnehmen und verpasste es so, die Norm für die Spiele in Peking zu erreichen. Er gilt jedoch als möglicher Nachrück-Kandidat, sollte ein DSV-Adler vor Beginn der Wettbewerbe in China ausfallen.
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Und damit hat er nicht ganz unrecht: Am zehnten von 16 Wettkampftagen liegt "Team Deutschland", wie es in der offiziellen Sprachregelung heißt, mit achtmal Gold, fünfmal Silber und einmal Bronze auf Platz zwei des Medaillenspiegels. Nur Norwegen ist besser.

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Überraschungen wie im Eiskanal oder beim Langlauf, aber auch einige Enttäuschungen. t-online hat zum Start der finalen Olympiawoche ausgewählte Sportarten genauer unter die Lupe genommen und Zwischenbilanz gezogen:

Rodeln – Immer wieder eine Medaillenbank

Was wäre "Team Deutschland" ohne die Rodler. Seit Jahrzehnten sind die Schlittenspezialisten im Eiskanal eine Medaillenbank – so auch in China. Im Eiskanal von Yanqing holten sie vier von vier möglichen Goldmedaillen. Johannes Ludwig und Natalie Geisenberger gewannen in den Einsitzern, Tobias Wendl und Tobias Arlt siegten im Doppelsitzer – und zusammen gewannen die vier auch im Team. Dazu kamen zwei Silbermedaillen.

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Felix Loch, der bekannteste Rodler des Landes, verpasste als Vierter zwar die Medaillenränge knapp, der vor den Spielen durch eine Corona-Infektion zurückgeworfene 32-Jährige freute sich dafür aber umso mehr mit den Teamkollegen. Besser geht’s fast nicht.

► Note: 1

Biathlon – Wetterkapriolen, Gold und ein historisches Debakel

Der Start wurde aufgrund der außerordentlich schwierigen Bedingungen und starken Windes zum Glücksspiel. Nach einem zwischenzeitlichen 17. Platz steigerte sich die deutsche Mixed-Staffel immerhin noch auf Platz fünf. Dann gelang Denise Herrmann mit Gold im Einzel eine Sensation – und vom ganzen Team schienen Zentnerlasten abzufallen.

Die vermeintlich neu gewonnene Leichtigkeit wurde allerdings nicht in Medaillen umgemünzt. Bei den Männern fehlten Benedikt Doll (6. im Einzel; 8. im Sprint) und Roman Ress (7. im Einzel, 6. in der Verfolgung) Kleinigkeiten zum Podestplatz, bei den Frauen gab es im Sprint das schlechteste Olympia-Ergebnis überhaupt. Hoffnung geben die Leistungen der jungen Vanessa Voigt, die Edelmetall im Einzel als Vierte knapp verpasste und in Sprint und Verfolgung (18. und 12.) beste Deutsche war.

Vor der letzten Olympiawoche resümierte Herrmann auf Nachfrage von t-online: "Am Anfang hat alles super gepasst, zuletzt waren ein paar Sachen dabei, die man nicht so beeinflussen konnte." Mit der Goldmedaille seien ihre "Träume aber in Erfüllung gegangen".

► Note: 3

Skeleton – Gold-Sensationen und TV-Quoten wie die Bundesliga-"Sportschau"

Die Skeletonis haben in China den großen Durchbruch geschafft – und Geschichte geschrieben. Topfavorit Christopher Gontheer und die erst 21-jährige Hannah Neise holten die ersten deutschen Skeleton-Goldmedaillen überhaupt. Das sorgte auch in der Heimat für Aufsehen: Neises Olympiasieg verfolgten über vier Millionen Menschen im ZDF – eine Quote ähnlich wie die "Sportschau" mit den Bundesliga-Zusammenfassungen und besser als Skispringen.

"Das wird den deutschen Skeleton-Sport nach vorne bringen", prophezeite Thomas Schwab, Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes. Axel Jungk holte zudem Silber. Einziger kleiner Wermutstropfen: Tina Hermann verpasst als Vierte knapp Bronze.

► Dennoch Note: 1

Skispringen – Achterbahn der Gefühle

Zum Auftakt verpasste Katharina Althaus auf der Normalschanze knapp Gold, wurde aber starke Zweite. Dann stürzten die hoch gehandelten Männer um den Weltcup-Führenden Karl Geiger komplett ab – keiner von ihnen schaffte es in die Top 10.

Einen Tag später sollte im Mixed-Springen alles besser werden, doch auf Platz zwei liegend wurde Althaus wegen eines zu großen Anzugs überraschend disqualifiziert – und alle Medaillenchancen waren dahin. Im deutschen Lager war von "Farce" und "Kasperletheater" die Rede und Althaus selbst sprach sogar von der "Zerstörung des Frauenskispringens".

Als Folge machte sich beim DSV-Team immer stärkere Verunsicherung breit – vor allem bei Starspringer Geiger ("Ich war am Ende"). Umso überraschender war dann sein dritter Platz am Samstag von der Großschanze, den Bundestrainer Stefan Horngacher als "Befreiung" feierte. Zum Abschluss gab es im Teamwettbewerb nach einem Fotofinish dann erneut Bronze. Eine äußert manierliche Bilanz.

► Note: 2

Snowboard – Viele Enttäuschungen und keine Medaillen

Noch nie gab es ein so großes deutsches Snowboardteam bei Olympischen Spielen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, doch zu einer Medaille reichte es bisher noch nicht. Der hoch gehandelte Martin Nörl scheiterte im Crossrennen bereits im Viertelfinale und auch Stefan Baumeister und Ramona Hofmeister im Parallel-Riesenslalom enttäuschten.

Drei Goldträume, die jäh zerplatzten. Sportdirektor Andreas Scheid wählte dann auch drastische Worte: "Wir bringen es nicht auf den Punkt. Man braucht dieses Selbstverständnis, hier an den Start zu gehen und zu gewinnen. Das war bei uns nicht da."

► Note: 5

Nordische Kombination – Erst Corona-Schock, dann Gold

Wie kein anderes Team wurden die Kombinierer bei den Spielen von Corona getroffen. Bei der Einreise in China wurden Rekordweltmeister Eric Frenzel und Terrence Weber positiv getestet. Seitdem sitzen sie im Quarantäne-Hotel. Die Stimmung im Team war entsprechend gedämpft.

Im ersten Wettbewerb von der Normalschanze dann die Sensation: Der nach dem Springen auf Platz elf liegende Vinzenz Geiger holte sich nach einem mitreißenden Schlussspurt die Goldmedaille – und widmete diese auch Frenzel und Weber, zu denen er jeden Tag Kontakt habe. Johannes Rydzek auf Platz fünf und Julian Schmid rundeten das tolle Mannschaftsergebnis ab.

► Note: 1

Nicht zu fassen: Lena Dürr verpasste im Slalom um Haaresbreite eine Medaille.
Nicht zu fassen: Lena Dürr verpasste im Slalom um Haaresbreite eine Medaille. (Quelle: imago-images-bilder)

Ski Alpin – Dürr schrammt an der Sensation vorbei

Ein Medaillenfestival wie bei den letzten Weltmeisterschaften sind die Olympischen Spiele bisher nicht. Noch immer steht das DSV-Team ohne Medaille. Lena Dürr war im Slalom allerdings ganz nah dran: Nachdem sie nach dem ersten Lauf sogar in Führung gelegen hatte, verpasste die 30-Jährige Bronze am Ende gerade mal um sieben Hundertstelsekunden – und wurde Vierte.

Viel Spektakuläres gab es sonst allerdings nicht: Romed Baumann und Andreas Sander landeten im Super-G immerhin auf den Plätzen sieben und acht. Viel mehr war bisher nicht drin. Mit Kira Weidle in der Abfahrt und Linus Strasser im Slalom haben die Alpinen in der letzten Woche allerdings noch einige heiße Medailleneisen im Feuer.

► Note: 4

Silberjubel: Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl, und Sofie Krehl (v. l.) holten im Langlauf völlig überraschend eine Medaille.
Silberjubel: Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl, und Sofie Krehl (v. l.) holten im Langlauf völlig überraschend eine Medaille. (Quelle: Stanislav Krasilnikov/imago-images-bilder)
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Langlauf – Trainer heult nach Überraschungscoup

Zur absoluten Weltspitze gehört das deutsche Langlaufteam bereits seit Jahren nicht mehr. Entsprechend gedämpft waren die Erwartungen. Umso größer war die Freude, als die deutsche Damenstaffel die Topfavoritinnen aus Skandinavien am Samstag regelrecht düpierte und sich Silber angelte.

Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sofie Krehl konnten ihr Glück zuerst selbst kaum glauben. Trainer Peter Schlickenrieder, dessen Motivationskünste offenbar gewirkt hatten, versagte die Stimme und er verdrückte ein paar Tränen. Hennig wurde über 10 Kilometer zudem Fünfte, ebenso wie die Männerstaffel.

► Note: 2

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Hier finden Sie alle Video-Highlights von den Olympischen Spielen.

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