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Olympia 2022 | Urteil um Eiskunstlauf-Star Walijewa: Start sorgt für Empörung


Entsetzte Reaktionen auf Olympia-Start von Walijewa

Von dpa, MEM

Aktualisiert am 14.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Kamila Walijewa: Sie darf trotz Dopingverdacht im Einzel starten.Vergrößern des BildesKamila Walijewa: Sie darf trotz Dopingverdacht im Einzel starten. (Quelle: Belga/imago-images-bilder)
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Das CAS hat entschieden, dass die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa trotz dringenden Dopingverdachts im Einzel starten darf. Das ruft Empörung bei anderen Sportlern und Nationen hervor.

Ein Start, der mehr als umstritten ist: Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa darf im Einzel teilnehmen. Das hat das Sportgericht CAS am Montag bekanntgegeben. Und das, obwohl die erst 15-Jährige unter Dopingverdacht steht.


Die Ad-hoc-Kammer des Sportschiedsgerichts wies den Einspruch des IOC, der WADA und des Eislauf-Weltverbandes ISU gegen die Aufhebung der Suspendierung durch die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA zurück. Daraufhin wurde eine Welle der Empörung losgetreten, denn Walijewa war am 25. Dezember bei den russischen Meisterschaften positiv auf die verbotene Substanz Trimetazidin getestet worden. Das Ergebnis lag jedoch erst nach dem Sieg im olympischen Teamwettbewerb am 8. Februar vor.

"Missachtung sauberen Sports"

Das Olympische Komitee der USA reagierte prompt entsetzt auf die Starterlaubnis. "Die Athleten haben das Recht zu wissen, dass sie unter fairen Bedingungen antreten. Leider ist dieses Recht heute versagt geblieben", sagte Geschäftsführerin Sarah Hirshland am Montag.

"Dies scheint ein weiteres Kapitel von Russlands systematischer und allgegenwärtiger Missachtung sauberen Sports zu sein", schimpfte Hirshland. Man sei enttäuscht über die Botschaft, die der Richter-Entscheid sende. Der Fall sei aber noch nicht abgeschlossen. "Wir fordern alle in der olympischen Gemeinschaft auf, den Kampf für sauberen Sport im Sinne der Athleten in aller Welt fortzusetzen", sagte sie.

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"Wollen ihr nicht die Olympia-Chance nehmen"

Etwas zurückhaltender reagierte DOSB-Präsident Thomas Weikert. Er plädierte für differenziertere Sanktionen gegen den russischen Sport. "Eine Einzelfallbetrachtung jeder Sportart wäre möglicherweise angemessener im Sinne eines konsequenten Anti-Doping-Kampfes", sagte Weikert. "Zum anderen stellt sich die grundsätzliche Frage, welchen Leistungssport wir eigentlich haben wollen. Der aktuelle Fall bestärkt uns in der Auffassung, dass jungen Athleten Zeit gegeben werden muss – ein humaner Leistungssport darf nicht zu früh viel verlangen", ergänzte der Familienanwalt.

Der deutsche Journalist Hajo Seppelt, der seit vielen Jahren auf dem Gebiet des Dopings recherchiert, schrieb als Begründung, warum das CAS so entschieden hat auf Twitter: "Sie lassen sie antreten, um irreversible Schäden zu vermeiden. Hauptargumentation: Sie wollen ihr nicht die Olympia-Chance nehmen, falls sie in einem gebührend späteren Dopingverfahren nur eine Verwarnung oder einen Freispruch erhalten würde."

Verwendete Quellen
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