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"Kinder sollten nicht hochgezüchtet werden"

Von Mario Thieme

18.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine erboste Trainerin schimpft mit ihrer deprimierten Schülerin: Viele kritisieren das "Heranzüchten" von jungen Hochleistungssportlern.
Eine erboste Trainerin schimpft mit ihrer deprimierten Schülerin: Viele kritisieren das "Heranzüchten" von jungen Hochleistungssportlern. (Quelle: Getty Images / SeventyFour/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Der Umgang mit Eiskunstlauftalent Kamila Walijewa entsetzt. Viele sprechen sich nun für ein Mindestalter im Profisport aus – so auch einige t-online-Leser.

Das Wichtigste im Überblick


Keine Sportlerin sorgte bei den Olympischen Winterspielen für so viele Schlagzeilen wie Kamila Walijewa. Nach dem Dopingvorwurf und der Diskussion darüber, ob sie als Eiskunstläuferin weiter am Wettbewerb teilnehmen darf, blickte die Welt gespannt auf ihren Auftritt am Donnerstag.

Sie patzte mehrfach und wurde Vierte. Sichtlich mitgenommen wurde die gerade einmal 15-Jährige von ihrer Trainerin Eteri Tutberidse weder getröstet noch aufgebaut – obwohl sie das nach all dem Druck und der durchwachsenen Performance vermutlich so dringend gebraucht hätte.

Unter Tränen kommentierte Eiskunstlauf-Legende Katarina Witt in ihrer Rolle als ARD-Expertin, wie verantwortungslos sie den Umgang mit Walijewa fand. Außerdem sprach sie sich energisch für eine Altersuntergrenze für diese und andere Disziplinen aus. Auch t-online-Redakteur Benjamin Zurmühl hält eine solche für Einzelsportler für "zwingend notwendig", wie er in seinem Kommentar schreibt. Bei den t-online-Lesern findet er breite Zustimmung.

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"Wenn Kati Witt weint, spricht das Bände"

"'Einfach nur krank' beschreibt es sehr gut", meint t-online-Leserin Christa Hechler und bezieht sich damit auf die Schlagzeile, die unser Sportredakteur wählte, um den unmenschlichen Umgang mit Kamila Walijewa zu kommentieren. "Wenn eine Kati Witt nach dieser Kür weint, spricht das doch Bände", findet Christa Hechler.

Kamila Walijewa wird von ihrer als streng geltenden Trainerin Eteri Tutberidse nach ihrem verpatzten Auftritt nicht getröstet.
Kamila Walijewa wird von ihrer als streng geltenden Trainerin Eteri Tutberidse nach ihrem verpatzten Auftritt nicht getröstet. (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

"Es hat mir das Herz zerrissen"

"Ich habe die Kür von Kamila angeschaut. Es hat mir das Herz zerrissen. Nach all diesen Vorkommnissen war das Mädchen völlig überfordert", mailt t-online-Leserin Ruth-Carmen Horacek.

"Ich bin auf jeden Fall für das Festlegen eines Mindestalters. Viel helfen wird das jedoch nicht, denn die Quälereien von Kindern beim Training werden weiter gehen. Tutberidse und alle daran Beteiligten gehören bestraft und sollten nie wieder mit Kindern arbeiten dürfen", meint Ruth-Carmen Horacek.

"Die Sportler sollten erwachsen sein"

t-online-Leser Willi Lübke äußert: "Ich kann Benjamin Zurmühl zu 100 Prozent zustimmen. Die Olympischen Spiele ebenso wie alle großen Sportveranstaltungen sollten bei den Teilnehmern eine Altersbegrenzung beinhalten. Die Sportler sollten erwachsen, sprich mindestens 18 Jahre alt sein.

Außerdem merkt er an: "Es gibt ja spezielle Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Die absolute Profitorientierung dieser Wettbewerbe zeigt sich in dem Fall der jungen Sportlerin wieder einmal besonders deutlich mit ihren hässlichen Auswüchsen. Leider!"

"Diese Aktion ist wieder einmal eine Schande für den Sport"

t-online-Leserin Helga Bertl teilt uns mit: "Das alles hat meiner Meinung nach mit Sport und Menschlichkeit nichts mehr zu tun. Das Mädchen macht doch gewiss schon einige Zeit die Hölle durch. Wer weiß, wie lange es für sie dauert, darüber hinwegzukommen. Die Trainerin gehört abgesetzt. Diese Aktion ist wieder einmal eine Schande für den Sport."

"Das heutige Olympia ist Lichtjahre vom originären Gedanken entfernt"

"Mindestalter ist unbedingt das eine. Das andere ist: Brauchen wir wirklich noch Olympia? Das heutige Modell ist doch Lichtjahre vom originären Gedanken entfernt", beobachtet t-online-Leserin Angela Detmers. "Wer kapert heute wofür die Jugend? Welche Motive von Eltern und Kindern spielen in Wahrheit eine Rolle? Welche wirtschaftlichen Interessen drehen mehr oder weniger heimlich am Rad? Was sagt das über Zuschauer aus? Ich frage mich das seit Jahren."

Eiskunstlaufstar Katarina Witt bewegte das Drama um das russische Talent Kamila Walijewa.
Eiskunstlaufstar Katarina Witt bewegte das Drama um das russische Talent Kamila Walijewa. (Quelle: IMAGO / opokupix)

"Den Fachverbänden geht die Medaillenanzahl offenbar über alles"

Auch t-online-Leser Joachim Uhlmann las Benjamin Zurmühls Kommentar und glaubt: "Sie haben vermutlich vielen Menschen aus der Seele gesprochen. Aber die gleiche Problematik tritt ebenso zum Beispiel beim Turnsport auf. Auch 17-jährige Profi-Fußballspieler sind körperlich noch nicht erwachsen. Die Dachverbände, gerade der IOC, müssen den Fachverbänden Grenzen setzen, denn denen geht die Medaillenanzahl offenbar über alles."

"Das Mindestalter im Einzelsport sollte 18 Jahre betragen"

t-online-Leserin Ilona Walter vertritt folgende Meinung: "Das Mindestalter im Einzelsport sollte auf jeden Fall 18 Jahre betragen. Dann ist man volljährig, hat für sich selbst die Verantwortung und weiß besser, was man sich zumuten kann und will."

Kinder sollten nicht von klein an hochgezüchtet werden, sodass ihre kleinen Seelen Schaden nehmen. Die Kinder sind überfordert und halten oft nur durch, weil die Eltern das so wollen – und das aus Egoismus, um sich selbst zu bejubeln. Ob sie psychisch am Ende sind, interessiert die Eltern und Trainer oftmals nicht.

Die 15-Jährige, die nun dem Publikum zum Fraß vorgeworfen wurde, wird lange daran zu knabbern haben. Die Kleine tut mir sehr leid."

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