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Tour de France: Pogacar übernimmt Gelbes Trikot – Gala bei erster Bergetappe


Tour de France, 8. Etappe  

Gala am Berg: Pogacar übernimmt das Gelbe Trikot

03.07.2021, 17:42 Uhr | sid

Tour de France: Pogacar übernimmt Gelbes Trikot – Gala bei erster Bergetappe. Die Führung übernommen: Tadej Pogacar auf der 8. Etappe der Tour de France. (Quelle: dpa/Christophe Ena)

Die Führung übernommen: Tadej Pogacar auf der 8. Etappe der Tour de France. (Quelle: Christophe Ena/dpa)

Der Titelverteidiger zeigt auf der ersten Bergetappe eine beeindruckende Vorstellung und übernimmt die Gesamtführung bei der Tour. Zwei Rivalen erleben dagegen einen bitteren Tag.

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat seine chancenlosen Rivalen bei der 108. Tour de France schon auf der ersten Bergetappe gedemütigt. 286 Tage nach seinem Triumph in Paris trägt der Slowene wieder das Gelbe Trikot auf seinen Schultern – der Frankreich-Rundfahrt droht nach der Machtdemonstration in den Alpen früh die große Langeweile.

Einzig der Tageserfolg blieb dem 22-Jährigen verwehrt. Die achte Etappe über 150,8 km von Oyonnax nach Le Grand-Bornand gewann der Belgier Dylan Teuns, es war der zweite Tageserfolg nacheinander für das Team Bahrain Victorious.

Am Ort der Wunderfahrt des Linus Gerdemann, der vor 14 Jahren mit dem Etappensieg in Le Grand-Bornand ins Maillot jaune geklettert war, überragte allerdings Pogacar, der als Tagesvierter den Grundstein für den erneut Gesamtsieg legte.

Auch Froome hatte Schwierigkeiten

Angesichts der dominanten Vorstellung scheint nur ein Sturz oder unerwarteter Leistungseinbruch den zweiten Tour-Triumph nacheinander verhindern zu können. Zwei, die im Vorfeld als Pogacars größte Rivalen gehandelt worden waren, sind schließlich endgültig aus dem Rennen um das Podium: Die angeschlagenen Top-Favoriten Primoz Roglic und Geraint Thomas verloren früh den Anschluss und sind keine Konkurrenz mehr.

"Es ist eine gute Möglichkeit, in die Gruppe zu gehen", hatte der deutsche Kletter-Spezialist Emanuel Buchmann kurz vor dem Start über die Etappe gesagt. Wie der frühere Tour-Vierte dachten viele seiner Konkurrenten. Das Rennen begann entsprechend hektisch, nervös, schnell – und für einige deshalb problematisch.

Nicht nur der deutsche Olympia-Starter Roger Kluge zählte zu den Abgehängten am ersten Berg direkt nach dem Start. Auch der viermalige Tour-Champion Chris Froome (Israel Start-up Nation) kam in Schwierigkeiten.

Attacke folgte auf Attacke

Durchaus überraschend hielt auch der von einem Sturz geschwächte Ex-Sieger Thomas (Ineos) früh nicht mehr mit. Kurz fiel auch der seit Tagen angeschlagene Tour-Zweite des Vorjahres Roglic (Jumbo-Visma) aus dem Hauptfeld.

Das Tempo blieb hoch, im strömenden Regen folgte Attacke auf Attacke. Eine stabile Rennsituation stellte sich erst nach dem zweiten gewerteten Anstieg des Tages (Cote de Menthonnex-en-Bornes, 4. Kategorie) nach etwas mehr als 70 Kilometern ein. Eine größere Fluchtgruppe ohne Deutsche setzte sich ab. Pogacar hatte dahinter im ausgedünnten Hauptfeld alles im Griff.


Buchmann, der bei der Tour vornehmlich als Helfer des Niederländers Wilco Kelderman eingeplant ist, bekam bei einer Tempoverschärfung am vorletzten Anstieg Col de Romme (1. Kategorie) Probleme und verlor den Anschluss an die Gruppe der Favoriten. Auch Mathieu van der Poel (Alpecin-Fenix) musste als Träger des Gelben Trikots kurz darauf abreißen lassen.

Pogacar düpierte die Konkurrenz

Dann kam der große Auftritt des Tadej Pogacar: Mit einem beeindruckenden Antritt düpierte der Jungstar alle Rivalen. Der Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos) konnte zwar kurz folgen, war bei einer erneuten Tempoverschärfung Pogacars aber machtlos.

Mit kräftigen Tritten kletterte Pogacar im Alleingang den Col de la Colombiere hinauf, bei der rutschigen Abfahrt ins Ziel blieb er fehlerfrei. Teuns holte er aber nicht mehr ein.

Auf der zweiten und letzten Alpenetappe am Sonntag werden die Fahrer noch intensiver gefordert. Erster Berg der höchsten Kategorie, erste Gipfelankunft. Die Schwierigkeiten ziehen sich durch die komplette Etappe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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