Sie sind hier: Home > Unterhaltung > Literatur >

"Vom Aufstehen"-Autorin Helga Schubert gewinnt Bachmannpreis 2020

Jury schwärmt  

Autorin Helga Schubert gewinnt Bachmannpreis 2020

21.06.2020, 13:18 Uhr | dpa

"Vom Aufstehen"-Autorin Helga Schubert gewinnt Bachmannpreis 2020. Helga Schubert: Sie ist Preisträgerin des Bachmannpreises 2020. (Quelle: dpa/Handout/ORF)

Helga Schubert: Sie ist Preisträgerin des Bachmannpreises 2020. (Quelle: Handout/ORF/dpa)

Die gebürtige Berlinerin Helga Schubert hat den renommierten Bachmannpreis für deutschsprachige Literatur gewonnen. Das gab die Jury am Sonntag in Klagenfurt bekannt.

1980 war die Schriftstellerin Helga Schubert schon mal als Kandidatin für den Bachmannpreis nominiert. Damals erhielt sie aus der DDR keine Ausreisegenehmigung. Der Triumph kommt 40 Jahre später: Die heute 80-Jährige hat am Sonntag den renommierten Bachmannpreis gewonnen. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Preise für deutschsprachige Literatur

Schubert setzte sich mit einem Text über eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung gegen 13 andere Kandidatinnen und Kandidaten durch. Schuberts Text "Vom Aufstehen" berührte die Jury. Sie schreibt darin über die Lebenserfahrungen einer Tochter mit ihrer vom Weltkrieg geprägten Mutter. Sie selbst wurde 1940 geboren, der Vater starb ein Jahr später als Soldat.

"Ich liebe sie"

Der Jury-Vorsitzende Hubert Winkels sprach nach Schuberts Vortrag von einem berührenden Stoff, der mit Raffinement gewebt sei. Der Text transportiere Empathie und Wärme, sagte Jurorin Insa Wilke. "Ich liebe sie", rief der Schweizer Juror und Schriftsteller Philipp Tingler der per Video zugeschalteten Schubert zu.

Schubert war Diplompsychologin und war gleichzeitig seit 1975 Mitglied im Schriftstellerverband. Sie lebte bis 2008 in Berlin und zog dann mit ihrem Mann, dem Psychologen, Maler und Schriftsteller Johannes Helm, nach Nordwestmecklenburg in das Dorf Neu Meteln. Dort eröffneten die beiden für seine Bilder eine Galerie, in der zahlreiche Kulturveranstaltungen stattfinden. Meist moderiert Schubert sie und liest dort auch aus ihren neuen Erzählungen.

Die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur fanden dieses Mal wegen der Corona-Pandemie virtuell statt. Die Lesungen der Autoren waren vorher aufgezeichnet, die Jury diskutierte live vom Homeoffice aus.

Verwendete Quellen:

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal