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Schulter an Schulter - Highwomen: Neue Frauenpower für die Country-Szene

Schulter an Schulter  

Highwomen: Neue Frauenpower für die Country-Szene

06.09.2019, 12:43 Uhr | dpa

Schulter an Schulter - Highwomen: Neue Frauenpower für die Country-Szene. Zu viert unterwegs: Highwomen mit Natalie Hemby (l-r), Maren Morris, Brandi Carlile und Amanda Shires.

Zu viert unterwegs: Highwomen mit Natalie Hemby (l-r), Maren Morris, Brandi Carlile und Amanda Shires. Foto: Alysse Gafkjen/Low Country Sound/Elektra. (Quelle: dpa)

Nashville/Berlin (dpa) - Vier Freundinnen wollen die Männerwelt der Country Music in den USA nachhaltig aufmischen.

Gleich mit ihrem Debüt "Highwomen" möchten Brandi Carlile, Maren Morris, Amanda Shires und Natalie Hemby einen Akzent gegen die aus ihrer Sicht massive männliche Dominanz setzen. Obwohl natürlich Stars wie Dolly Parton, Carrie Underwood oder Loretta Lynn seit Jahrzehnten in der Country-Welt einen festen Platz haben.

Schon mit dem Bandnamen Highwomen, zugleich Titel des ersten Albums, fordert das Quartett die Männerwelt heraus. Denn es setzt damit bewusst einen Gegenpunkt zu den legendären Highwaymen, zu denen sich Mitte der 80er Jahre die Country-Giganten Johnny Cash, Willie Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings zusammengefunden hatten. Dass sich die vier Damen ausgerechnet die Superband der Country Music als Vorbild und Herausforderung genommen haben, beweist Mut, legt aber die eigene Messlatte in schwindelerregende Höhen.

Shires hatte schon 2016 bei einer Tour die Idee zu dem Projekt einer Frauen-Superband. Schon damals war öffentlich über Frauenmangel in der Country-Szene geklagt worden. Nach einiger Suche wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen, am 1. April hatte das Kollektiv seinen ersten Auftritt - beim Konzert zum 87. Geburtstag von Loretta Lynn in Nashville. Mit "It Wasn’t God Who Made Honky Tonk Angels" machten sie der Jubilarin ein unvergessliches Ständchen.

Später folgte der Titelsong "Highwomen" - eben ein Pendant zu dem berühmten "Highwaymen" der Herren Cash, Jennings, Kristofferson und Nelson. Dabei half der Songwriter des Originals, Jimmy Webb, der für das Frauenteam einen neuen Text aufsetzte, in dem diverse Frauen der Geschichte besungen werden.

Bei späteren Auftritten spielten sie das von Shires komponierte "If She Ever Leaves Me", das als wohl erster "gay country song" überhaupt beim Publikum auf Begeisterung stieß. Leadsängerin war niemand anderes als Brandi Carlile, bekennende (und einzige) lesbische Frau in dem Quartett. 

Und überhaupt - die Highwomen verstehen sich als Vorkämpferinnen für Inklusion und Gleichberechtigung von Frauen in der Musik. "Jede kann eine Highwoman sein", meint die dreifache Grammy-Preisträgerin Carlile. "Es geht darum, sich Zusammenzuschließen, das eigene Ego so sehr es nur geht zurückzustellen, sich gegenseitig hochzuhalten und andere Frauen bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu (ver-)stärken. Schulter an Schulter."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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