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Ben Becker benutzt einen diskriminierenden Begriff in Talkshow


Wirbel um Aussage Ben Beckers in TV-Sendung

Von t-online, wan

Aktualisiert am 05.11.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0312400407Vergrößern des BildesBen Becker im "Kölner Treff": Er sorgte mit einer Äußerung für ein Einschreiten der Moderatoren. (Quelle: IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON/imago)
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Ben Becker erzählt im "Kölner Treff" vom Leben als Schauspieler. Doch dann benutzt er ein Wort, das als diskriminierend gilt.

Am Freitagabend ist es in der Sendung "Kölner Treff" zu einem Eklat um eine womöglich diskriminierende Äußerung gekommen. Ben Becker war zu Gast in der Talkshow im WDR. In der ersten Sendung seit dem Abschied von Moderatorin Bettina Böttinger ging es unter anderem um das Leben als Schauspieler, und dass man kaum zu Hause sei. Anlass war ein neuer Film von Johanna Gastdorf mit dem Titel "Eher fliegen hier Ufos", der sich auch darum dreht, die Heimat verlassen zu müssen. Gastdorf habe zunächst wegen Theaterengagements die Orte gewechselt. Besonders der Wechsel von Hamburg weg sei ihr schwergefallen. Diese Gefühle könne er teilen, sagte Becker.

Dann zog das "Enfant terrible des deutschen Films" (Beisenherz) einen Vergleich, der Moderator Micky Beisenherz schnell eingreifen ließ. "Wenn man sich auf den Beruf einlässt, ist man im Wanderzirkus", erzählte Ben Becker. "Was sagte man früher? Man muss, wie die Zigeuner hinter die Büsche scheißen", so der Schauspieler weiter.

"Das hat man früher so gesagt"

Im Studio war es zunächst kurz ruhig. Beisenherz versuchte, die Situation zu retten. "Das hat man früher so gesagt", warf er schnell ein. Auch seine Co-Moderatorin Susan Link wiederholte dies. Becker sah offenbar kein Problem: "Das hat man früher so gesagt."

Er versuchte, sich zu fangen und fügte an: "Man darf das heute nicht mehr sagen. Aber gelten tut das irgendwie immer noch – auf eine Art und Weise", meinte er. "Auf eine Art und Weise ist man immer noch wanderndes Volk und auch ein wenig aussätzig. Aber wir halten alle zusammen, dann ist das letztlich doch eine Familie und irgendwie kommt man immer wieder nach Hause." Susan Link lenkte dann von dem Vorfall ab und stellte Johanna Gastdorf eine weitere Frage.

Bundesstelle: Begriff ist diskriminierend

Die Antidiskriminierungsstelle der Bundesregierung schreibt auf ihrer Webseite, dass die Bezeichnung "Zigeuner" diskriminierend ist. "Hier handelt es sich nicht um eine Eigenbezeichnung der Roma und Sinti, sondern um eine abwertende Fremdbezeichnung, mit der Sinti und Roma ausgegrenzt werden", heißt es dort. Es sei Teil des Antiziganismus, "dass Sinti und Roma als eine Gruppe vermeintlich Fremder behandelt werden und ihnen eine Reihe negativer Stereotypen und verzerrter Darstellungen zugeordnet wird, die eine bestimmte Form des Rassismus darstellen".

Verwendete Quellen
  • ardmediathek.de: Kölner Treff vom 4.11.2023
  • antidiskriminierungsstelle.de: "1. Was ist Antiziganismus?" (Stand: 5.11.2023)
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