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"L'amour toujours": Gigi D'Agostino spricht über Missbrauch seines Songs


"Ich fühle mich ohnmächtig"
Gigi D'Agostino spricht über den Missbrauch seines Songs

Von t-online, amoh

01.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Gigi D'Agostino: Der italienische Musiker live bei einem Konzert.Vergrößern des BildesGigi D'Agostino: Der italienische Musiker live bei einem Konzert. (Quelle: Imago/xDreamstimexPhotobunn)
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Immer wieder werden zu Gigi D'Agostinos Hit "L'amour toujours" fremdenfeindliche Parolen mitgegrölt. Das Lied wurde daraufhin teilweise verboten. Für den Interpreten unverständlich.

Erst kürzlich ging ein Video viral, in dem Menschen in einem Club auf Sylt fremdenfeindliche Parolen auf Gigi D'Agostinos Hit "L'amour toujours" grölen. Mehr dazu lesen Sie hier. Dies ist kein Einzelfall, immer wieder werden Fälle bekannt, bei denen der Song umfunktioniert wird. Veranstaltungen und Clubs reagierten darauf teilweise mit Verboten. Für den 56-jährigen DJ unverständlich.

"Ich habe mir die Videos nie angeschaut", erzählt Gigi D'Agostino bei "Neue Zürcher Zeitung" und betont: "Was ich gehört habe, hat mich jedoch sehr beunruhigt und erschüttert. Rassismus ist in jeder Form etwas Schreckliches, er kann gefährlich werden." Er habe allerdings nicht die Möglichkeit, etwas dagegen auszurichten. Er könne nicht verhindern, dass jemand Hässliches zu seinem Lied singe. "Nur wenn jemand mein Lied verzerrt und entstellt und im Internet publiziert, kann ich dagegen vorgehen." Das mache ihn "wütend". "Ich fühle mich ohnmächtig."

"Gegen die Liebe und gegen die Musik"

In seinem Lied handele es von Liebe und Zusammengehörigkeit. "Und dann singen das Leute, die die Gesellschaft spalten wollen. Der totale Widerspruch!", meint Gigi D'Agostino. Darum halte er auch von dem Verbot des Songs nichts: "Mein Lied hat doch nichts mit Rassismus zu tun. Es ist eine Hymne an die Liebe. Ich verstehe nicht, welches Problem das lösen soll, wenn man ein Lied zensiert, das die Liebe feiert. Wenn die Veranstalter des Oktoberfests das wirklich planen, müssen sie sich bewusst sein, was sie damit für eine Botschaft verbreiten: gegen die Liebe und gegen die Musik." Die Veranstalter hatten angekündigt, dass der Hit auf dem Oktoberfest nicht gespielt werden soll.

Video | Urlauber skandieren Nazi-Parolen
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Quelle: t-online

Um "hässliches Zeug" zu singen, brauche es aber nicht sein Lied, findet der Musiker. Denn Leute könnten sich immer wieder neue Lieder dafür suchen. Er hebt hervor: "Die Musik ist etwas vom Schönsten, das wir haben. Wenn wir anfangen, zu verbieten, siegt das Schlechte über das Schöne. Statt über Verbote zu diskutieren, müssten die Behörden das wahre Problem angehen." Es müsse verhindert werden, dass Musik als "Vehikel für rassistische Botschaften missbraucht wird". Er finde es auch falsch, dass Menschen, die derartige Parolen verbreiten, von den Medien so viel Raum bekommen würden.

Für seine bevorstehenden Auftritte wolle er "L'amour toujours" nicht aus seinem Set streichen. "Das Lied spiele ich überall, auch in Deutschland", stellt er abschließend klar. Am 7. September wird Gigi D'Agostino in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen spielen.

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