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Naddel wird 50: "Ich heiße Nadja, verdammt noch mal"

Naddel wird 50  

"Ich heiße Nadja, verdammt noch mal"

04.03.2015, 14:06 Uhr | t-online.de

Naddel wird 50: "Ich heiße Nadja, verdammt noch mal". Nadja abd el Farrag, genannt "Naddel", feiert am 5. März ihren 50. Geburtstag. (Quelle: WENN)

Nadja abd el Farrag, genannt "Naddel", feiert am 5. März ihren 50. Geburtstag. (Quelle: WENN)

Ende der 80er Jahre verschenkte eine hübsche Deutsch-Sudanesin mit toller Figur ihr Herz an einen smarten Niedersachsen namens Dieter Bohlen. Der war ein richtig großes Tier im Pop-Business, nannte sie fortan nur noch "Naddel" und zeigte ihr die schöne Welt der Unterhaltung. Nadja abd el Farrag gefiel das sehr, bis die nächste Dame daher kam und Bohlen sie vor die Tür setzte. Seither versucht Naddel, die am 5. März ein halbes Jahrhundert alt wird, mit schrägen Aktionen in der Glitzerwelt Fuß zu fassen.

Die Romanze von Dieter Bohlen und Nadja abd el Farrag endete - unterbrochen durch Bohlens Kurzzeitehe mit Verona Feldbusch - im Jahr 2000. Mittlerweile bereut Naddel die Beziehung sehr, wie sie einmal gegenüber dem "Stern" sagte: "Bohlen war der Fehler meines Lebens."

"Playboy", "Peep" und Busenwiegen

Doch immerhin diente Bohlen der gelernten Apothekenhelferin mit den strahlend-weiß gebleichten Zähnen als Katapult für ihre Showbiz-Karriere, wenn auch mit Ladehemmungen. Denn wirklich aufwärts ging es mit ihr in dem Business nie, sondern fast immer nur in Richtung Sex und Trash. Gestartet als Bohlens Backgroundsängerin, zog sie Ende der 90er Jahre für den "Playboy" blank und bekam kurz darauf ihre Erotiksendung "Peep", bei der sie in die nicht viel größeren Fußstapfen ihrer Vorgängerin Feldbusch trat.

Dass es noch weiter bergab gehen konnte, demonstrierte Naddel Anfang der 2000er Jahre als Probandin in einer Sat.1-Quizshow. Ob ihre Brust so viel wiegt wie eine Mango, ein Bund Brokkoli oder eine kleine Honigmelone, lautete die Frage. Zu deren Beantwortung trat Naddel im BH und mit Seilzug um eine ihrer Brüste zum Busenwiegen an.

Als ausgewiesene C-Promi-Dame mit üppigen Kurven und hoher Bereitschaft zu sexistischen Experimenten waren ihre nächsten Stationen somit vorgezeichnet: Es folgten das "Dschungelcamp" (2004), ein Gast-Auftritt bei "Big Brother" (2005) und 2009 ihre Jobs als Aushängeschild für einen Erotikversand, die Erotikmesse "Venus" sowie als frivole Animateurin einer Sex-Hotline. Angesichts dieser Abwärtsspirale kann man ihren Auftritt beim "Promiboxen" von 2013 getrost als einen ihrer wichtigeren bezeichnen.

"Hätte vielleicht zwei Kinder..."

Selbst wenn Naddel wie mit ihrem Kochbuch oder ihrer Biografie "Ungelogen" von 2003 mal einen anderen Weg beschritt, lief nichts glatt. So enthielt letzteres Werk nicht nachweisbare Aussagen über ihren ehemaligen Manager Gerd Graf Bernadotte, der sie just auf Unterlassung verklagte.

Wer aber denkt, dass Naddel nichts von ihrem Weg bereut, der liegt falsch. "Hätte ich Bohlen damals stehen gelassen, hätte ich jetzt ein normales Leben, einen normalen Mann, vielleicht zwei Kinder", räumte sie in dem "Stern"-Interview selbstkritisch ein. Ein normaler Job sei nach ihrer Zeit mit dem Poptitanen aber nicht mehr infrage gekommen, denn "wenn ich irgendwo an der Kasse säße, würden sich sofort die Reporter auf mich stürzen."

Andererseits ist klar, dass Naddel niemals Geld auf der Straße liegen gelassen hat. Auf die Frage, ob sie noch einmal bei "Big Brother" auftreten würde, sagte sie einmal: "Wenn die Kohle stimmt, warum nicht?"

Aber auch abseits ihrer TV-Auftritte hatte Naddel kein glückliches Händchen, wenn sie versuchte, ihr C-Promi-Image zu pflegen. So wie bei der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises von 2013 gingen solche Versuche oft nach hinten los. Nachdem sie mangels einer Einladung nicht ins Münchener Prinzregententheater eingelassen wurde, versuchte sie es vergeblich über den Hintereingang. Das Ergebnis waren Schmähberichte über ihren unbändigen Drang ins Rampenlicht.

"Naddel hat ihn schamlos ausgenutzt"

Nicht weniger peinlich endete ihre Kurzzeit-Beziehung mit Ralph Siegel, die in einen Zoff mit dessen Tochter Giulia mündete: "Er war blind vor Liebe und Naddel hat ihn schamlos ausgenutzt", hatte der Komponisten-Spross damals der "Bunten" gesagt. Ihren eigenen Vater bezeichnete Siegel als "liebenswürdigen Trottel, der für diese Frau alles getan hat".

So tragisch wie das alles klingt, fragt man sich schon, wie dick das Fell eines Menschen sein kann, wie viel Häme Naddel überhaupt ertragen kann. Bemitleidet werden will sie wegen der öffentlichen Schelte gegen ihre Person aber nicht, wie sie 2014 in einem Video-Interview aus Anlass eines bekanntgewordenen Alkohol-Exzesses sagte. "Dann bin ich eben eine abgestürzte Tante. Früher hat mich das noch berührt. Heute ist es mir egal."

Nun, mit 50, will sie ihr altes Leben hinter sich lassen, ist nach Hamburg gezogen und hat alle ihr angebotenen Jobs abgelehnt, wie sie kürzlich zu RTL sagte. Und noch eine Neuerung gibt es in ihrem Leben: Ihren Spitznamen, der wie nichts anderes für ihr Tollpatsch-Image steht, will die Single-Dame fortan nicht mehr hören: "Ich heiße Nadja abd el Farrag, verdammt noch mal, und nicht Naddel."

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