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Oliver Kalkofe zu Hass und Fremdenfeindlichkeit: "Dann doch lieber Gutmensch als Arschloch"

Kommentar zu Hass und Fremdenfeindlichkeit  

Oliver Kalkofe: "Dann doch lieber Gutmensch als Arschloch"

31.08.2015, 13:18 Uhr | jho, t-online.de

Oliver Kalkofe zu Hass und Fremdenfeindlichkeit: "Dann doch lieber Gutmensch als Arschloch". Oliver Kalkofe wendet sich in einer Videobotschaft an Fremdenfeinde: Er sei doch "lieber Gutmensch als Arschloch". (Quelle: Tele 5)

Oliver Kalkofe wendet sich in einer Videobotschaft an Fremdenfeinde: Er sei doch "lieber Gutmensch als Arschloch". (Quelle: Tele 5)

Vor einigen Tagen hatten sich die ProSieben-Moderatoren Joko und Klaas in einer Video-Botschaft mit deutlichen Worten für Flüchtlinge und gegen Fremdenfeindlichkeit eingesetzt. Jetzt zieht auch Oliver Kalkofe nach. Der Satiriker gibt in einem von seinem Sender Tele 5 auf Facebook veröffentlichten Clip einen scharfen Kommentar gegen Hass und Dummheit ab. Er fordert darin: "Stoppen wir die Blödheit, den Hass und den Wahnsinn."

Kalkofe ist für seine spitzzüngigen Kommentare bekannt, und bei diesem drängenden Thema nimmt er erst recht kein Blatt vor den Mund. Er melde sich in der Hoffnung zu Wort, "andere damit zu motivieren, auch nicht länger den Mund zu halten und schweigend zuzuschauen, wie sich in unserem Land furchtbare Dinge ereignen." Dinge, die er aus dem Geschichtsunterricht, aus Filmen und Büchern kenne, von denen er aber nie gedacht hätte, sie einmal selbst mitzuerleben.

"Abartig, widerwärtig, kriminell und beschämend"

Es gehe nicht darum, welche Meinung man zum Thema Ausländer und Flüchtlinge vertrete, ob die Politik alles richtig gemacht habe und wer am meisten Recht habe, sagt der 49-Jährige. "Es geht darum, dass derzeit Menschen auf der Flucht und um ihr Leben kämpfend in einem für sie fremden Land auf der Suche nach Hilfe von Parolen grölenden Vollidioten gewalttätig bedroht werden", redet sich Kalkofe in Rage. "Dass Heime, in denen die ärmsten Schweine, die hier momentan rumlaufen, nur für kurze Zeit in Sicherheit durchatmen sollen, angezündet und niedergebrannt werden. Und zwar von den dümmsten Schweinen, die bei uns gerade rumlaufen." Dies habe nichts mit Kritik oder Meinungsäußerung zu tun. "Das ist einfach abartig, widerwärtig, kriminell und beschämend."

Oliver Kalkofe gibt ein Statement ab.–KOMMENTAR ZU HASS UND DUMMHEIT

Posted by Tele 5 on Sonntag, 30. August 2015

Der Ausdruck "Pack" sei noch zu harmlos

Auch auf die Randale in Heidenau und die Bezeichnung der dortigen Demonstranten als "Pack" geht er ein: "Emotionslose Kreaturen und mutwillige Intelligenzflüchtlinge, die derartige Dinge tun, sollte man wirklich nicht als 'Pack' bezeichnen", meint Kalkofe. "Denn dieser Ausdruck ist viel zu harmlos und beschönigend für solch ekelerregend degenerierte Menschendarsteller und feige Verbrecher im faulig-schimmelnden Schutzmantel des vorgetäuschten Patriotismus."

"Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen", ergänzt er. Dumme und böse Menschen gebe es überall. "Zur Zeit allerdings in erschreckend hohem Maße unter vermeintlich anständigen Menschen, die uns ihre hochkriminellen Handlungen als Akt der Meinungsfreiheit verkaufen wollen." Gutmensch sei zum hämischen Schimpfwort verkommen, um das eigene Schlechtmenschentum zu beschönigen, so Kalkofe. Doch dann sei er "lieber Gutmensch als Arschloch".

"Stoppen wir die Blödheit, den Hass und den Wahnsinn"

Er wendet sich auch mit einem direkten Appell an seine Zuschauer: "Nicht die Politiker oder die anderen: Wir selbst entscheiden, wie unsere Welt aussieht", sagt er und fordert, einen eigenen moralischen Kompass zu entwickeln und auch danach zu handeln. Sonst sehe es düster aus. "Stoppen wir die Blödheit, den Hass und den Wahnsinn", ruft Kalkofe auf. "Und schweigen wir nicht, auch wenn das Böse und das Dumme meist lauter ist als die leise Stimme der Vernunft. Benehmen wir uns einfach mal wieder wie Menschen."

Verstand, Vernunft und Mitgefühl habe es schließlich - zumindest theoretisch - absolut kostenfrei für jeden gegeben. Dann könnte man die doch auch mal benutzen.

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