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Daniel Küblböck soll für tot erklärt werden

Von t-online, mbo

Aktualisiert am 14.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Daniel Küblböck: Im September jährt sich sein Verschwinden zum zweiten Mal.
Daniel Küblböck: Im September jährt sich sein Verschwinden zum zweiten Mal. (Quelle: imago images / Future Image)
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Seit September 2018 gilt Daniel Küblböck als verschollen. Bei einer Kreuzfahrt war der frühere DSDS-Kandidat in der Labradorsee vor Kanada über Bord gegangen. Nun soll Küblböck für tot erklärt werden.

Im nächsten Monat jährt sich das Verschwinden von Daniel Küblböck bereits zum zweiten Mal. Küblböck war im September 2018 mit einem AIDA-Schiff von Hamburg nach New York unterwegs gewesen. Kurz vor Neufundland verschwand er spurlos. Teile des Nordatlantiks wurden von der Küstenwache nach ihm abgesucht. Nach kurzer Zeit wurde die Suche eingestellt, zu gering seien die Überlebenschancen im eiskalten Wasser. Fast zwei Jahre sind seitdem vergangen. Wie die "Passauer Neue Presse" berichtet, soll Küblböck jetzt für tot erklärt werden.


Daniel Küblböck: Die Verwandlung des Paradiesvogels

Daniel Küblböck: 2002 nahm der damals 17-jährige Kinderpfleger an der Show "Deutschland sucht den Superstar" teil.
Deutschland war geteilter Meinung: Die einen hassten ihn, die anderen liebten den Paradiesvogel aus Hutthurm.
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Dies sei in einer am Donnerstag in dem Blatt veröffentlichten Anzeige, einem sogenannten Aufgebot, des Amtsgerichts Passau zu entnehmen. "Der Verschollene wird aufgefordert, sich bis spätestens 25. September 2020 beim Amtsgericht Passau (...) – Abteilung für Verschollenheitssachen – zu melden, widrigenfalls er für tot erklärt werden kann", heißt es darin. Personen, die "Auskunft über den Verschollenen geben können", sollen sich bei dem Gericht melden. Küblböck hat zwar zuletzt in Berlin gelebt, war aber weiterhin im Kreis Passau gemeldet.

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"Wir müssen irgendwann diesen Schritt gehen"

Küblböcks Vater hatte schon im Frühjahr 2019 angekündigt, seinen Sohn für tot erklären lassen zu wollen, um den Fall abzuschließen. "Wir müssen irgendwann diesen Schritt gehen, weil es abgeschlossen werden muss", sagte Günther Küblböck damals zu "Bild". Man plane, eine Gedenktafel aufzustellen, eine Trauerfeier hingegen soll es nicht geben.

Die Ermittler gehen von einem Suizid des damals 33-jährigen Sängers und Schauspielers aus. Günther Küblböck sieht ebenfalls diesen Hintergrund: "Daniel war nicht mehr er selbst. Er litt unter einer Psychose." Hinweise auf Fremdeinwirkung habe es nicht gegeben. Zudem zeige ein Überwachungsvideo des Kreuzfahrtschiffes, wie zur fraglichen Zeit eine Person von Bord springe.

Verschollenheitsgesetz sieht verschiedene Fristen vor

Daniel Küblböck hätte auch schon früher für tot erklärt werden können: Ist es wahrscheinlich, dass ein Mensch nicht mehr lebt, kann ein Gericht auf Antrag den Tod erklären. Dies regelt das Verschollenheitsgesetz. Das Gesetz sieht für eine Todeserklärung unterschiedliche Fristen vor. Allgemein kann jemand für tot erklärt werden, wenn er seit zehn Jahren als verschollen gilt. Wenn Menschen bei einer Fahrt auf See verschwinden, gilt eine kürzere Frist von sechs Monaten.

2002/2003 hatte Daniel Küblböck durch seine Teilnahme an der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" Bekanntheit erlangt. Der Paradiesvogel belegte in der ersten Staffel den dritten Platz hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann. Dritter wurde er auch 2004 in der ersten Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!".

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