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Ex-Profifußballer Pannewitz wiegt fast 140 Kilo – Spott: "Nimm ab, Bursche"

Pannewitz wiegt fast 140 Kilo  

Ex-Fußballprofi wird wegen seines Übergewichts angefeindet

05.05.2021, 16:38 Uhr | sow, t-online

Ex-Profifußballer Pannewitz wiegt fast 140 Kilo – Spott: "Nimm ab, Bursche". Kevin Pannewitz: Aktuell bringt der Ex-Fußballprofi knapp 140 Kilo auf die Waage. (Quelle: IMAGO / Sebastian Wells)

Kevin Pannewitz: Aktuell bringt der Ex-Fußballprofi knapp 140 Kilo auf die Waage. (Quelle: IMAGO / Sebastian Wells)

Kevin Pannewitz hat für Hansa Rostock, den VfL Wolfsburg und Carl Zeiss Jena gekickt. Doch seit mehr als einem Jahr ist die Profikarriere beendet. Inzwischen arbeitet er als Straßenfeger, wiegt 140 Kilo – und wird verspottet.

Kommentare wie "Nimm ab, Bursche" oder "Dir fehlt es an Disziplin" gehören auf der Instagram-Seite von Kevin Pannewitz zum Alltag. Mehr als 18.000 Menschen folgen dem ehemaligen Fußballprofi auf der Social-Media-Plattform. Die Mehrheit spricht dem 29-Jährigen Mut zu und freut sich über seine Offenheit: Bereits im Oktober 2020 gab er in der Sendung "Von Aufstiegen und Abstürzen" Einblicke in sein extremes Gewichtsproblem, immer wieder thematisiert er seine Esssucht. 

Doch die Anfeindungen einiger Leute werden schlimmer, wie Pannewitz nun im Interview mit der "Bild" erzählt. "Ich sei ein Versager und zu fett. Und ich wäre ein guter Kicker gewesen und würde nun für 1.100 Euro netto als Straßenkehrer arbeiten", berichtet der Vater eines fünf Jahre alten Sohnes. Pannewitz arbeitet seit Kurzem bei der Berliner Stadtreinigung, wohnt in einer Dreiraumwohnung in Siemensstadt und erklärt: "Ich führe also ein ganz normales Leben."

Dass ihm Menschen wegen seines Jobwechsels nun Versagen vorwerfen, könne er nicht verstehen. Die Arbeit bei der BSR sei "ehrlich" und bereite ihm "viel Spaß". Außerdem zwinge sie ihn zur Bewegung – und die brauche er ganz dringend. "Fett sein ist anstrengend", gibt Pannewitz offen zu. Schon beim Treppensteigen komme er ins Schwitzen: "Ich komme oben an und bin komplett außer Atem. Die paar Stufen sind schlimmer als jeder Sprint auf dem Fußballplatz."

"Ich habe einfach losgefressen"

Er esse einfach zu gerne, das sei sein Problem. Als er im Januar 2020 mit mehr als 100 Kilo aus dem Weihnachtsurlaub zurückkehrte, warf ihn sein Arbeitgeber, der Fußballklub Carl Zeiss Jena, kurzerhand raus. Für ihn habe die Abwärtsspirale da erst so richtig begonnen: "Damit waren für mich alle Türen zu, nicht einmal in der Oberliga wollte man mich haben. Das hat mich gebrochen und ich habe einfach losgefressen."

Aktuell bringe er 137,5 Kilo auf die Waage und sorge sich um seine Gesundheit: "Wenn ich so weitermache, habe ich mit 38 den ersten Herzinfarkt." Er hat sich nun Schonkost verschrieben und hofft in Kombination mit der neuen Arbeit, bald auf 90 Kilo zu kommen. Den Traum, wieder Profifußball zu spielen, habe er noch nicht aufgegeben. Außerdem trainiert er künftig die A-Jugend des Nordberliner SC und gibt zu: "Das wird ein Abenteuer."

Verwendete Quellen:

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