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Baldwin-Drama: Regieassistent äußert sich erstmals zu tödlichem Schuss am Set


Drama bei Baldwin-Film
Regieassistent äußert sich erstmals zu tödlichem Schuss

Von afp, dpa
Aktualisiert am 02.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein "Betreten verboten"-Schild am Eingang zum Filmset Bonanza Creek Ranch: Eine Kamerafrau wurde bei Dreharbeiten hier erschossen.Vergrößern des BildesEin "Betreten verboten"-Schild am Eingang zum Filmset Bonanza Creek Ranch: Eine Kamerafrau wurde bei Dreharbeiten hier erschossen. (Quelle: Andres Leighton/FR171260 AP/dpa-bilder)
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Nach dem tödlichen Vorfall am Set von "Rust" hat nun auch Regieassistent Dave Halls sein Schweigen gebrochen. Er sei erschüttert über den Tod seiner Kollegin. Halls kritisierte indirekt zudem die Filmindustrie.

Der Regieassisent, der Hollywood-Star Alec Baldwin bei Dreharbeiten eine geladene Pistole überreicht hatte, hat sich erstmals öffentlich zu dem tödlichen Vorfall geäußert, zu seiner eigenen Rolle dabei jedoch geschwiegen.

In einer am Montag (Ortszeit) von der "New York Times" veröffentlichten Erklärung schrieb David Halls, er sei "erschüttert und traurig" über den Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins bei dem Unglück.

"Halyna Hutchins war nicht nur eine der talentiertesten Personen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, sondern auch eine Freundin", schrieb Halls weiter. Er hoffe, dass die "Tragödie" die Filmindustrie dazu bewege, "ihre Werte und Praktiken zu überarbeiten um sicherzustellen, dass nicht erneut jemand beim kreativen Prozess zu Schaden kommt".

Hollywoodstar Baldwin hatte während der Dreharbeiten zu dem Western "Rust" in Santa Fe versehentlich die Kamerafrau Hutchins erschossen, als er bei einer Probe eine Requisitenwaffe abfeuerte, die mit scharfer Munition geladen war. Die 42-Jährige starb kurz nach dem Vorfall im Krankenhaus. Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen und verletzt.

"Ich denke, an dem Set herrschte eine gewisse Nachlässigkeit"

Nach dem tödlichen Schuss hatte Regieassistent Halls gegenüber der Polizei eingeräumt, nicht alle Kugeln in der Trommel des Colts überprüft zu haben, bevor er ihn Baldwin mit der Versicherung überreichte, die Waffe sei sicher.

Die bei den Ermittlungen ebenfalls im Fokus stehende Waffenmeisterin meldete sich auch zu Wort und wies Vorwürfe der Nachlässigkeit am Set zurück. Sie habe "keine Ahnung", wo die dort gefundene scharfe Munition hergekommen sei, ließ die 24-Jährige über ihre Anwälte in einem Schreiben mitteilen, aus dem mehrere US-Medien am Freitag (Ortszeit) zitierten.

Der örtliche Sheriff Adan Mendoza hatte mit Blick auf den Umgang mit Waffen gesagt: "Ich denke, an diesem Set herrschte eine gewisse Nachlässigkeit." Die Waffenmeisterin beklagte nun ihrerseits unsichere Arbeitsbedingungen. "Das gesamte Set wurde wegen verschiedener Faktoren unsicher, einschließlich fehlender Sicherheitsbesprechungen", zitierten unter anderem der Sender NBC News und die "Los Angeles Times" aus dem Schreiben. Dies sei nicht die Schuld der Waffenmeisterin gewesen, so die Anwälte.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp
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