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Corona-Eklat um Nena: "Sie hat sich selbst zerstört"


Streitfigur Nena
"Sie hat sich selbst zerstört"

MeinungVon t-online, Mth

Aktualisiert am 26.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Nenas Performance wurde von vielen für gut befunden.Vergrößern des BildesNena beim "großen Schlagercomeback": Ihr Auftritt sorgt für Diskussionen. (Quelle: Jan Woitas/dpa)
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Ohne Kommentierung ihres Verhaltens während der Pandemie feierte Nena ein Comeback. Was für die einen okay erscheint, ist für andere untragbar.

Fast fünf Millionen Menschen verfolgten am Samstagabend "Das große Schlagercomeback" im Ersten, mit Abstand die meistgesehene Sendung des Tages. Teil der Show war Nena, die in der Vergangenheit mit ihren umstrittenen Äußerungen zum politischen Umgang mit der Corona-Pandemie für reichlich Kritik sorgte.

Weder vonseiten der Künstlerin noch vonseiten der Produktion war diesbezüglich etwas zu hören, als ihr die große Schlagerbühne geboten wurde. "Kein Wort zu Corona – und das ist okay", meint t-online-Autorin Verena Maria Dittrich. "Das war eine schwache Leistung", kommentiert t-online-Unterhaltungsredakteurin Charlotte Koep hingegen. Ähnlich gespalten reagieren die t-online-Leser.

"Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass ich Unsinn verbreiten darf"

"Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass ich öffentlich zum Gesetzesbruch aufrufen darf", schreibt t-online-Leser Holger Rabe. "Meinungsfreiheit bedeutet auch nicht, dass ich gefährlichen Unsinn verbreiten darf, ohne dafür (medialen) Gegenwind zu bekommen und gegebenenfalls die Konsequenzen für mein Handeln zu tragen."

"Ich schätze Musiker für ihr Können"

t-online-Leser Florian Fuchs stimmt Verena Maria Dittrichs Beitrag ausdrücklich zu. "Sehe ich auch so. Ich schätze Sportler, Musiker und Schauspieler für ihr Können, nicht für ihre persönliche Haltung zu politischen oder gesellschaftlichen Themen. Da soll jeder denken und sagen, was er für richtig hält."

"Das kreide ich ihr sehr an"

"Vorab: Ich mag Nena nicht und mochte sie noch nie – nicht erst seit ihren Aussagen zu den Corona-Maßnahmen", äußert sich t-online-Leserin Caren Schoenwald einleitend. "Es steht jedem frei, über die Maßnahmen und die Pandemie zu denken, wie er möchte. Auch die Meinung äußern darf in diesem Land jeder, wie er mag, dafür sind wir in einem freien Land."

"Trotzdem gibt es gewisse Regeln – unter anderem auch die, die während der Pandemie aufgestellt und erlassen wurden. An diese hat sich auch eine Nena zu halten, was sie ja während ihrer Konzerte nicht tat, und das kreide ich ihr sehr an."

"Eine andere Meinung, die man aushalten kann und muss"

t-online-Leser John findet: "Es ist doch gut, wenn sie das tut, was sie am besten kann: singen. Ihre Meinung zur Corona-Politik teile ich in keinster Weise. Aber ich denke, es ist eine andere Meinung, die man aushalten kann und muss. Das ist Meinungsfreiheit und ein hohes Gut, das derzeit verteidigt werden muss."

"Verschwörungsgefasel ist keine bloße Meinung"

"Sorry, aber jemand wie Frau Kerner hat mit ihrer Einstellung im Programm einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt ohne entsprechende Kommentierung nichts zu suchen", entgegnet t-online-Leser Constantin Paschy. "Und nein, Leerdenker- [sic!] und Verschwörungsgefasel ist keine bloße Meinung. Denn es bezweckt lediglich eines: nämlich unsere Gesellschaft und Demokratie zu untergraben."

"Habe einfach nur die Musik genießen können"

t-online-Leserin Brigitte Lettau erfreute sich an der Leichtigkeit des Schlagercomebacks und ist froh, dass es zu keiner Erklärung kam. "Wir müssen genau so damit umgehen, wie es am Samstagabend geschah. Ein bisschen mehr Normalität in unserem Leben tut uns allen gut. Ich habe einfach nur die Musik genießen können."

"Tut mir leid, Nena"

"Eine Person kann nicht in Künstler und Mensch aufgeteilt werden", meint t-online-Leser Alexander Leipnitz. "Ich kaufe weder Produkte von Attila Hildmann, so gut sie auch sein mögen, noch gehe ich in Filme mit Tom Cruise, der die menschenverachtende Scientology glühend vertritt. Tut mir leid, Nena, Verschwörungsgeschwurbel und nettes Liedchengeträller kommt bei mir als Gesamtpaket an."

"Das schmälert ihre künstlerische Qualität nicht"

t-online-Leser Michael Knoke vertritt eine andere Meinung als Alexander Leipnitz: "Der Auftritt war echt super. Zur Person Nena kann man gespaltener Meinung sein, aber das schmälert ihre künstlerische Qualität nicht."

"Sie hat sich selbst zerstört"

Nena hat sich alles selbst zuzuschreiben, findet t-online-Leser Uwe Rauch. "Sie ist nicht mehr tragbar und hat sich zu sehr in den antisemitischen, rechtsradikalen Verschwörungssumpf hineinfantasiert, als dass sie noch ernst genommen werden könnte. Sie hat sich selbst zerstört."

Verwendete Quellen
  • Zuschriften von t-online-Lesern
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