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So kam die britische Royal Family zu ihrem Nachnamen

Von t-online, mbo

Aktualisiert am 01.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Die britische Royal Family: Manche Mitglieder tragen einen Nachnamen, manche wiederum nicht.
Die britische Royal Family: Manche Mitglieder tragen einen Nachnamen, manche wiederum nicht. (Quelle: Chris Jackson/Getty Images)
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Elizabeth, Charles, William, Harry, Meghan, Kate – sie sind ohne Nachnamen bekannt. Dafür geht ihnen eine Königin, ein Prinz oder eine Herzogin voran. Es gibt aber doch einen royalen Familiennamen.

Elizabeth the Second, by the Grace of God, of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of Her other realms and territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith: Genau so lautet der vollständige Titel von Queen Elizabeth II. im Englischen. Nicht darin zu finden: ein Nachname.


Die Briten-Royals als Babys

Prinz Louis hier an seiner Taufe mit Mama Kate: Er kam am 23. April 2018 zur Welt.
Prinzessin Charlotte: Sie wurde am 2. Mai 2015 geboren.
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Genauso wenig wie bei ihrem Thronfolger, Prinz Charles, der außerdem unter anderem als Prince of Wales und Herzog von Cornwall bekannt ist. Er hat insgesamt sogar einen noch längeren Titel als seine Mutter vorzuweisen. Anders ist das bei dem Sohn von Prinz Harry und Herzogin Meghan. Der inzwischen Einjährige heißt schlicht Archie Harrison Mountbatten-Windsor. Was hat es mit all dem Durcheinander auf sich? Das erklären wir Ihnen gerne hier.

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Stammbaum der britischen Royals
Stammbaum der britischen Royals (Quelle: t-online.de mit Material von Getty Images und dpa)

Der Name Windsor entsteht

Nachkommen der Königshäuser übernahmen in der Vergangenheit statt normaler Nachnamen den Namen der jeweiligen "Häuser" von ihren Vätern. Wie zum Beispiel Edward von Sachsen-Coburg und Gotha (im Englischen: Saxe-Coburg and Gotha). Er war der älteste Sohn von Königin Victoria und ihrem Mann Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und späterer Eduard VII., König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und Kaiser von Indien.

Dessen Sohn George V., der Großvater der heutigen Queen, bestieg 1910 den Thron und führte 1917 ein neues Gesetz ein. Grund dafür war die deutschfeindliche Stimmung im Land während des Ersten Weltkriegs. Also änderte er den Namen der Königsfamilie vom deutsch klingenden Saxe-Coburg and Gotha in Windsor (orientiert am gleichnamigen Schloss) – und begründete damit die neue Dynastie.

Woher kommt Mountbatten?

Seither heißt das Königshaus zwar offiziell Windsor, doch findet auch die Herkunft von Königin Elizabeths Mann Philip Beachtung im Nachnamen ihrer eigenen Nachkommen – nach langem Kampf seinerseits wohl bemerkt. So tragen nun diejenigen Nachfahren, die keine Königlichen Hoheiten, Prinzen oder Prinzessinnen sind, den Nachnamen Mountbatten-Windsor. Wie eben beispielsweise der Sohn von Prinz Harry und Herzogin Meghan. So heißt der Kleine nun Archie Harrison Mountbatten-Windsor. Mountbatten ist übrigens auch 1917 anglisiert worden – vom hessischen Geschlecht der Battenbergs.

Mark Phillips und Prinzessin Anne: Die beiden haben am 14. November 1973 geheiratet. Die Ehe wurde 1992 geschieden.
Mark Phillips und Prinzessin Anne: Die beiden haben am 14. November 1973 geheiratet. Die Ehe wurde 1992 geschieden. (Quelle: imago images / Everett Collection)

Auch im Falle einer Hochzeit kann der Nachname benötigt werden. So tauchte der Nachname Mountbatten-Windsor erstmals am 14. November 1973 auf einem offiziellen Dokument auf: bei der Hochzeit von Prinzessin Anne und Mark Phillips.

Wenn er wollte, könnte Prinz Charles mit seiner Thronbesteigung die aktuellen Gesetzmäßigkeiten ändern. Prinz George und Prinzessin Charlotte sollen in der Schule übrigens nach den Herzogstiteln ihrer Eltern George und Charlotte Cambridge genannt werden.

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