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Polizeiruf 110 - "Laufsteg in den Tod": TV-Oldies im Model-Sumpf


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Mäßiger Abschiedskrimi für die "Polizeiruf"-Oldies

dpa, t-online, SKO

Aktualisiert am 05.03.2013Lesedauer: 3 Min.
Jaecki Schwarz alias Kommissar Schmücke mischt im "Polizeiruf" die Modelszene auf.
Jaecki Schwarz alias Kommissar Schmücke mischt im "Polizeiruf" die Modelszene auf. (Quelle: MDR/Steffen Junghans)
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In ihrer letzten "Polizeiruf 110"-Folge haben sich die Hallenser Kommissare Schmücke (Jaecki Schwarz, 67) und Schneider (Wolfgang Winkler, 70) mit schönen Models umgeben. Allerdings hatten sie wegen des ausufernden Kriminalfalls kaum Muße, sich am Anblick der Dessous-Schönheiten zu erfreuen. Denn neben den Morden bei einem Casting hatten sie auch noch einen Menschenhändlerring auszuheben, weshalb sich die TV-Oldies - zumindest im Film - regelrecht auf ihre Rente freuten.

Zu Fuß nicht mehr so gut

In der Folge "Laufsteg in den Tod" wurden die Ermittler so in Szene gesetzt, als ob sie wirklich reif für die Pensionierung seien. So stimmte Schneider ein Klagelied über Computer & Co. an und bedauerte, dass sein kommissarisches "Bauchgefühl" heute einfach nicht mehr gefragt sei. Auch physisch schwächelten die beiden. So etwa bei einer Verfolgungsjagd zu Fuß, bei der sie schon nach wenigen Metern schlapp machten, sodass Jung-Kollegin Nora Lindner (Isabell Gerschke) ihre Beine umso mehr in die Hand nehmen musste. Zum Ende ihres 50. Falls offenbarten sich Schmücke und Schneider dann gegenseitig, dass sie in Bälde kürzer treten werden.

Das aber nur unfreiwillig, wenn man den Blick statt auf den Film noch einmal auf das wahre Leben richtet. Denn Schwarz hatte das Aus seines Krimis seinerzeit äußerst kritisch kommentiert: "Wir fühlen uns noch nicht so alt, dass wir zum alten Eisen gepackt werden müssen." Aber nicht nur hinsichtlich der Renten-Ambitionen der beiden klafften Wirklichkeit und Film klar auseinander. Auch den Kriminalfall betreffend wurde den Zuschauern viel Fantasie abverlangt.

Kirchberger als Agenturchefin zu klischeehaft

Bei einem Model-Casting wurde ein Mädchen tödlich vergiftet und ein weiteres betäubt aus einem Fenster geworfen. Verdächtige und schlüssige Mordmotive gab es zuhauf: von Sonja Kirchberger als eifersüchtige Agenturchefin à la Heidi Klum (viel zu klischeehaft) bis zu ihrem Ehemann (David Rott), der mit dem ersten, minderjährigen Opfer eine Affäre hatte und aufzufliegen drohte. Dazu noch der Neid der Models untereinander (darunter auch Ex-Topmodel"-Kandidatin Sara Kulka) und der dubios anmutende Stylist Jérôme - eine Rolle, in der sich Klums ehemaliger "Topmodel"-Juror Thomas Rath sozusagen selber spielte.

Nachdem der Fall geklärt war, hätten Schmücke und Schneider eigentlich gepflegt "Tschüss" sagen können. Jedoch tat sich im letzten Drittel des Krimis plötzlich noch ein brutaler Menschenhändlerring auf (Jérômes Auto-Navi sei Dank), der Mädels der Modelagentur schon des Öfteren in einen illegalen Club in Tschechien verschleppt hat. Allein schon wegen des fortgeschrittenen Stadiums des Films schafften es Schmücke und Schneider nur mit viel Glück gerade noch so, die Kurve zu kriegen und den Hintermann (oder besser: die Hinterfrau) des Rings anhand eines Oldtimers und eines Stoffäffchens zu entlarven.

"Wir waren ja nie Models"

Schmücke und Schneider selbst meisterten ihren 50. Fall in ihrer üblichen, unaufgeregten Manier. Mit Sprüchen à la "Wie funktioniert das Ganze hier? Wir waren ja nie Models" (O-Ton Schneider) sorgten sie nach 17 Einsatzjahren ein letztes Mal für den passenden Wortwitz in ihrem "Polizeiruf". Trotz aller schönen Mädels in dem Fall hätten Schwarz und Winkler zum Abschied aber einen höherwertigen Kriminalfall verdient. Denn unterm Strich erschien dieser einfach zu vollgestopft und gerade zum Ende hin zu heruntergespult.

"Drücke mich vorm Ruhestand"

Völlig vom Bildschirm verschwunden sind die beiden aber nicht. Während das Kriegsdrama "Die Männer von Emden" mit Winkler erst Ende Januar in den Kinos anlief, plant der Schauspieler seiner Agentur zufolge bereits neue TV-Projekte. Unterdessen ist Schwarz beispielsweise in der ARD-Serie "In aller Freundschaft" oder in den ZDF-Krimis "Ein starkes Team" zu sehen. "Ich drücke mich hoffentlich noch eine ganze Weile vor dem Ruhestand", hatte er seine Soap-Rolle noch kürzlich bejubelt. Zum alten Eisen zählen er und Winkler sich somit offenbar noch lange nicht.

Super Quoten für letzte Folge

Der letzte Fall der beiden Ermittler konnte noch einmal besonders viele Zuschauer vor den Fernseher locken: 9,37 Millionen Zuschauer (Marktanteil 25,8 Prozent) sahen die Folge "Laufsteg in den Tod". Der Liebesfilm "Flaschenpost an meinen Mann" erreichte im ZDF dagegen 5,24 Millionen Zuschauer (14,4 Prozent).

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