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ZDF zeigt an Ostermontag neue "Heidi" in 3D-Optik

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Modern oder nostalgisch?  

ZDF zeigt an Ostermontag neue "Heidi" in 3D-Optik

31.03.2015, 13:22 Uhr | t-online.de, dpa

ZDF zeigt an Ostermontag neue "Heidi" in 3D-Optik. "Heidi" kommt nach 40 Jahren in einer neuen Fassung ins Fernsehen. (Quelle: ZDF/2014 Studio 100 Animation/Heidi Productions Pty. Limited. All rights Reserved.)

"Heidi" kommt nach 40 Jahren in einer neuen Fassung ins Fernsehen. (Quelle: ZDF/2014 Studio 100 Animation/Heidi Productions Pty. Limited. All rights Reserved.)

Hat es diese Erneuerung der Kult-Fernsehfigur "Heidi" wirklich gebraucht? Da gehen die Meinungen auseinander. Denn die neue Heidi kann eigentlich nichts, was die alte nicht auch konnte: Sie ist immer noch das aufgeweckte Alpenmädchen, das mit seiner unbekümmerten Art den brummigen Alm-Öhi verzaubert, mit dem Geißenpeter umherstreift und unter dem tadelnden Blick von Fräulein Rottenmeier die gehbehinderte Klara erfreut. Doch die Kultfigur, an deren Schöpfung der spätere Oscarpreisträger Hayao Miyazaki beteiligt war, ist mittlerweile über 40 Jahre alt.

Zu alt für die Kinder von heute, so scheint es. Die neue Heidi soll mit grünerem Gras, mächtigeren Bergen und Figuren in plastischer 3D-Optik begeistern. Am Ostermontag (6. April) startet die Serie um 8.00 Uhr im ZDF, ab 11. April dann auch im KiKA.

"Ohne Charme", "platt", "fantasietötend!"

Viele Erwachsene sind entsetzt: Die Helden ihrer Kindheit, entthront! Künstlichkeit statt Kunst. Pixel statt Pinsel. "Biene Maja" und "Wickie" ereilte dieses Schicksal bereits, "Nils Holgersson" ergeht es bald ähnlich. "Ohne Charme", "platt", "fantasietötend!", so Kommentare zu den neuen Serien im Internet. Manche befürchten gar das Ende klassischer Zeichentrickfilme. Sogar der Titelsong wurde neu aufgelegt. Statt Jodeln mit "Gitti und Erika" gibt es eine verkürzte Version des österreichischen Alpen-Rockers Andreas Gabalier.

Neue "Heidi"-Serie in 100 Länder verkauft

Für Patrick Elmendorff, Geschäftsführer von Studio 100 Media in Deutschland, war die moderne Heidi nach den erfolgreichen Neustarts von "Biene Maja" und "Wickie" der logische nächste Schritt, besitzt das Unternehmen doch die Rechte an den in vielen Ländern beliebten Serien. "Ich glaube, es war an der Zeit", sagt der Münchner Produzent und verweist auf die Sehgewohnheiten heutiger Kinder: schneller, lustiger, mehr Aktion. "Wickie und Heidi sind in Deutschland Kult, aber im Ausland waren sie nur noch schwer zu verkaufen, weil das nicht mehr den Qualitätsvorstellungen entspricht." Die neue "Heidi"-Serie dagegen sei schon in knapp 100 Länder verkauft.

UMFRAGE
Schauen Sie sich die neue, moderne "Heidi"-Version an?

Kinder sehen die neuen Serien gern

Warum viele Erwachsene an den alten Folgen hängen, versteht Jessica Niebel, die 2008 am Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main eine Anime-Ausstellung kuratiert hat, trotzdem. "Wir durften nicht übermäßig viel gucken", erinnert sich Niebel. "Heidi" oder "Wickie" waren Ausnahmen. "Das war umso wichtiger, weil es fast schon Festcharakter hatte." Doch Nostalgie hin oder her - Kinder sehen die neuen Serien gern. "Die Einschaltquoten sind sehr gut", sagt ZDF-Redakteurin Susanne Rieschel. Als 2009 die letzten Folgen der alten "Biene Maja" im KiKA liefen, schalteten durchschnittlich 24,5 Prozent der 3- bis 13-Jährigen ein. Beim Remake vier Jahre später waren es 31,3 Prozent. Vor allem Kinder zwischen zehn und 13 Jahren fühlten sich von dem neuen 3D-Look stärker angesprochen.

Nur bedingt Verständnis für Kindheitsnostalgiker

Auch Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), findet die Neuauflage gut. "Sie ist zügiger erzählt", sagt sie etwa über "Biene Maja". Früher seien Kinder eher dazu bereit gewesen, auch mal langweilige Szenen, in denen nichts passierte, hinzunehmen. Schließlich habe es kein Alternativprogramm gegeben. Heute schalteten sie einfach um. Verständnis für Kindheitsnostalgiker hat Götz deshalb nur bedingt. "Wenn meine eigene Kindheit 30 Jahre zurückliegt, kann 'Wickie' eine besondere Bedeutung für mich haben", findet sie. "Aber nur weil ich mich an eine bestimmte Ästhetik gewöhnt habe, darf das nicht der Grund sein, es biedermeierlich für alle Zeiten zu bewahren."

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