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Staffelstart "House of Cards": Wenn die Realität absurder ist

Zum Staffelstart von "House of Cards"  

Wenn Realität und TV verschwimmen

31.05.2017, 21:46 Uhr | dpa, mho

Staffelstart "House of Cards": Wenn die Realität absurder ist. Eiskalt, amoralisch und machthungrig: Kevin Spacey spielt den US-Präsidenten Frank Underwood. (Quelle: David Giesbrecht / Netflix)

Eiskalt, amoralisch und machthungrig: Kevin Spacey spielt den US-Präsidenten Frank Underwood. (Quelle: David Giesbrecht / Netflix)

Viele Beschreibungen der Gegenwart unter Donald Trump kommen nicht ohne Zitate von "House of Cards" aus. Als eine der erfolgreichsten und am meisten gelobten TV-Politserien startete am Dienstagabend die fünfte Staffel des Dramas um eine – eigentlich fiktive – US-Präsidentschaft.

Kevin Spacey, der den zwielichtigen US-Präsidenten Frank Underwood spielt, sagte zuletzt in einem Interview: "Vor allem dieses Mal gibt es jede Menge Zweifel, ob wir es überhaupt noch mit der Wirklichkeit aufnehmen können, und ob die Show nicht unmöglich so verrückt sein kann wie die Wirklichkeit. Meine Antwort: Wartet es doch einfach ab."

"Trump hat all unsere Ideen gestohlen"

Robin Wright spielt Underwoods schöne wie eiskalte Frau Claire. Sie beklagte zuletzt ironisch, Trump habe der Serie einfach alle guten Ideen gestohlen, und das mache es nicht ganz leicht.

Robin Wright als First Lady Claire und Kevin Spacey als US-Präsident Frank Underwood. (Quelle: David Giesbrecht / Netflix)Robin Wright als First Lady Claire und Kevin Spacey als US-Präsident Frank Underwood. (Quelle: David Giesbrecht / Netflix)

Erpressung und andere Verbrechen hier, angebliche Vetternwirtschaft und düstere Umtriebe im Weißen Haus dort: Verschwimmen Fernsehen und Wirklichkeit? Das Video mit der Ankündigung des Starttermins lief am 20. Januar zum ersten Mal. Am Tag der Amtseinführung und Vereidigung Donald Trumps.

"Die Amerikaner wissen nicht, was gut für sie ist"

Der Trailer zu Staffel fünf macht düster klar, was die Underwoods von Demokratie halten. Gar nichts:

Rasante Ausschnitte des Kommenden untermalt Frank Underwoods ölige Stimme mit kalter Bedrohlichkeit: "Die Amerikaner wissen nicht, was gut für sie ist. Ich weiß genau, was sie brauchen. Wir sagen ihnen, was sie denken und fühlen sollen. Sie sind wie kleine Kinder. Wir müssen ihre klebrigen Händchen halten und ihre schmutzigen Mündchen abwischen. Ihnen beibringen, was richtig und was falsch ist. Zu ihrem Glück haben sie mich."

Underwoods Rücksichtslosigkeit, sein Biegen der Realität, die Eiseskälte der Macht und die amoralische Verkommenheit des Washingtoner Politzirkus galten seit dem Start der Serie 2013 zwar als hervorragendes Fernsehen, aber doch als Übertreibung. Das war vor der Ära Trump.

Annäherung von Serie und Wirklichkeit

Nun ist Serienschöpfer Beau Willimon in Nummer fünf nicht mehr dabei. Das nährte nicht nur Gerüchte um ein komplettes Ende von "House of Cards", es näherte Serie und Wirklichkeit auch nochmals an. Underwood-Gründer Willimon hatte Pläne zur Gründung einer Gruppe für aktiven Widerstand – gegen Donald Trump.

Der "Hollywood Reporter" meint: Wer via CNN, Fox oder MSNBC von Wählerbetrug, einem fragmentierten Land, russischen Einflüsterungen und medialen Verzerrungen noch nicht genug habe, der komme bei "House of Cards" sicher auf seine Kosten. 

Die fünfte Staffel der Serie ist in Deutschland immer dienstags auf Sky Atlantic zu sehen. Erst in einigen Monaten wird sie auch über Netflix verfügbar sein. Als das Format auf Sendung ging, gab es den Streaming-Dienst hierzulande noch nicht, weshalb Netflix die Recht an Sky verkaufte.

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