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Einst galten sie als sauber, jetzt stehen sie vor dem Aus

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

17.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Strom tanken an der Ladesäule: Da Plug-in-Hybride wenig elektrisch fahren, sind sie unsauberer als lange gedacht. Das kostet sie nun die staatliche Förderprämie.
Strom tanken an der Ladesäule: Da Plug-in-Hybride wenig elektrisch fahren, sind sie unsauberer als lange gedacht. Das kostet sie nun die staatliche Förderprämie. (Quelle: Chromorange/imago-images-bilder)
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Die Förderung vor dem Aus, die Lieferzeiten immer länger – und einige Hersteller haben ihre Modelle bereits aus dem Programm genommen: Für einen beliebten, aber umstrittenen Antrieb hat die letzte Stunde geschlagen.

Kein Geld mehr für Plug-in-Hybride: Mit dem kommenden Jahreswechsel endet die staatliche Kaufförderung für den Antrieb, der mal als sauber galt – und sich längst als Klimakiller entpuppte.

Wer bekommt die Prämie, wer geht leer aus? Darüber entscheidet das Bestelldatum auf dem Vertrag. Wenn der noch 2022 zustande kommt, steht einer berechtigten Förderung nichts im Weg.

Trotzdem sei die Verunsicherung bereits spürbar, berichten Autohändler. Und wenn es keine Kaufprämie mehr gibt – wer wolle dann noch einen Plug-in-Hybriden?

Hinzu kommen die zunehmenden Lieferprobleme der Hersteller. In einer Umfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sagen Autohändler: Gerade 63 Prozent der schon bestellten Plug-in-Hybride würden noch in diesem Jahr bei ihrem Besitzer ankommen – ein knappes Drittel (32 Prozent) werde aber erst 2023 ausgeliefert. Der Rest (fünf Prozent) kommt sogar erst 2024.

Das hat Folgen: Die Autofahrer verlieren die Geduld, viele sind verunsichert. Und kaufen lieber etwas anderes. Knapp die Hälfte (45 Prozent) der interessierten Kunden entschied sich in den vergangenen Wochen um und nahm Abstand vom Kauf, sagen die Händler.

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Und diese Entwicklung dürfte nicht nur anhalten, sondern sich sogar noch verstärken. Damit wird der Antrieb zum Ladenhüter – was die Autohersteller um jeden Preis vermeiden wollen. Immer mehr Modelle sind deshalb derzeit nicht bestellbar, wie die Konzerne mitteilen. Die Wahrheit dürfte eher lauten: Sie verschwinden recht geräuschlos aus dem Angebot.

Zwar mag es noch kein Hersteller aussprechen. Unter den Autohändlern macht man aber keinen Hehl mehr daraus: Das Antriebs-Konzept, das gerade Teilen der deutschen Autoindustrie lange als ideale Übergangslösung galt, ist tot. "Der Plug-in befindet sich im Beerdigungsstatus", sagt ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn.

Auf einen Blick: Lieferzeiten beliebter Plug-in-Hybride

Modell Lieferzeit
BMW 3er Plug-in-Hybrid 9-12 Monate
Citroen C5 X Plug-in Hybrid 7-8 Monate
Cupra Leon e-HYBRID 10-12 Monate
DS 9 Plug-in Hybrid 10 Monate
Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid 8-12 Monate
Jaguar E-Pace Plug-in Hybrid 12-14 Monate
KIA Sorento Plug-in-Hybrid 12 Monate
Land Rover Defender Plug-in Hybrid 10-12 Monate
Mercedes-Benz C-Klasse Plug-in Hybrid 13-15 Monate
Opel Astra Plug-in Hybrid 10-12 Monate
Peugeot 308 Plug-in Hybrid 7-8 Monate
Renault Mégane Plug-in Hybrid 9-10 Monate
Suzuki Vitara Hybrid 9-10 Monate
Toyota Prius Plug-in Hybrid 12-14 Monate
VW Golf GTE 6-8 Monate
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