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Nissan-HĂ€ndler mucken gegen Elektroauto Leaf auf

Press-Inform, Wolfgang Gomoll

Aktualisiert am 21.12.2012Lesedauer: 3 Min.
Nissan Leaf
Nissan Leaf (Quelle: /Hersteller-bilder)
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Mit dem Nissan Leaf wollte der japanische Autobauer in Sachen ElektromobilitĂ€t ganz groß rauskommen. Doch nicht alle Nissan-HĂ€ndler trauen dem E-Auto einen Verkaufserfolg zu. Jetzt bekamen HĂ€ndler, die nicht mitziehen, die KĂŒndigung.

Nissan Leaf: KĂŒndigung fĂŒr HĂ€ndler

Nachdem sich 15 deutsche HĂ€ndler weigerten, eine Zusatzvereinbarung zu unterschreiben, die vorsieht, den Nissan-Leaf ins Verkaufsprogramm aufzunehmen, kĂŒndigte Nissan jetzt das VertragsverhĂ€ltnis zum 31. Dezember 2014. Vincent Wijnen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Nissan Center Europe, kann das StrĂ€uben der HĂ€ndler vermeintlich gut nachvollziehen. Schließlich gĂ€be es Regionen, in denen die Akzeptanz fĂŒr ElektromobilitĂ€t nicht besonders ausgeprĂ€gt sei.

Kaum E-Autos bei uns

Die Zahlen des Kraftfahrzeug-Bundesamtes bestĂ€tigen diese Annahme: Derzeit sind in Deutschland nur etwa 75.000 Elektro-Fahrzeuge zugelassen. Selbst die Bundesregierung sieht das Vorhaben gefĂ€hrdet, bis zum Jahr 2020 eine Million Stromer auf deutsche Straßen zu bringen.

15 HĂ€ndler ziehen nicht mit

FĂŒr Wiijnen ist das aber kein Grund, von seiner harten Linie abzuweichen. "Der Leaf ist fĂŒr unsere Marke ein sehr, sehr wichtiges Auto. HĂ€ndler, die das nicht verstehen, können unsere Marke nicht lĂ€nger vertreten", lautet die klare Ansage des NiederlĂ€nders. Letztendlich ließen sich 15 von 222 HĂ€ndlern trotz mehrerer Versuche nicht ĂŒberzeugen. Jetzt folgte konsequenterweise der blaue Brief. FĂŒr den Nissan-Manager ein verschmerzbarer Verlust, da die Abweichler lediglich fĂŒr 2,5 Prozent des Umsatzes stĂŒnden.

Fahrzeug "nicht reif fĂŒr den Markt"

Zudem seien die Investitionen fĂŒr die HĂ€ndler ĂŒberschaubar: Zwei Ladestation fĂŒr 6000 Euro und ein Nissan Leaf, den man zu gĂŒnstigen Konditionen bekommt, plus die Schulung der Mechaniker an jeweils fĂŒnf Tagen. Die gefeuerten Nissan-Vertragspartner sehen das anders und machen ihren Unmut Luft: "Jetzt werden wir wegen einem Fahrzeug, das derzeit noch nicht reif fĂŒr den Markt ist, gekĂŒndigt", schreibt ein HĂ€ndler und verweist gleichzeitig auf die hohen Anforderungen, die der japanische Autobauer an sein HĂ€ndlernetz stellt.

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Eine Frage der Zeit

Demzufolge sollte man im FrĂŒhjahr eine grĂ¶ĂŸere Menge Autos abnehmen. Nissan-HĂ€ndler Christoph Schaller stimmt dem nur teilweise zu: "Auf der einen Seite ĂŒbt Nissan schon eine Diktatur aus, aber ich stehe hinter dem Leaf." FĂŒr den Landsberger ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die ElektromobilitĂ€t durchsetzt. "Sobald der erste deutsche Hersteller ein Elektroauto in seinem Portfolio hat, wird sich die Wahrnehmung Ă€ndern", prophezeit Schaller.

Millionen-Investitionen in Elektroautos

Der Protest der HĂ€ndler verhallte bei Nissan nicht ungehört. Beim ursprĂŒnglichen Plan wĂ€ren mindestens 75.000 Euro pro HĂ€ndler fĂ€llig gewesen, um den Leaf einzufĂŒhren. Das ist vom Tisch. Außer Frage steht aber, dass der Leaf zum Erfolg verdammt ist und die Japaner nicht mehr zurĂŒck können. Immerhin hat man rund vier Milliarden Euro in die Elektro-MobilitĂ€t investiert und im April nĂ€chsten Jahres lĂ€uft die Produktion des Leaf in Sunderland (Großbritannien) an.

Schwer zu erreichende Ziele

Die Autos mĂŒssen unters Volk, damit die Investitionskosten wenigstens teilweise wieder hereinkommen. Zumal die KapazitĂ€t des englischen Werkes bei maximal 50.000 Einheiten pro Jahr liegt. Doch diese Zahl angesichts der E-Skepsis vieler Kunden und der nahenden Offensive der deutschen Autobauer, in naher Zukunft zu erreichen, scheint mehr als schwierig.

Viele Leaf sind auf Nissan zugelassen

Die Zahlen zeigen, wie schwierig das Unterfangen hierzulande ist: Bis Ende November sind in Deutschland 421 Leaf zugelassen worden. Rund 250 entfallen davon auf den Handel oder sind von Nissan selbst. Weltweit sind etwa 43.000 der E-Mobile auf der Straße. Doch der Druck wird nicht geringer: Im nĂ€chsten Jahr wird es vom Kleintransporter NV 200 als E-Variante auf den Markt kommen.

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  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk
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